Das Ministerium für Bildung und Kultur zieht eine positive Bilanz des dritten Projektjahres des Erasmus+-Konsortiums für die beruflichen Schulen im Saarland.
Insgesamt konnten im Projektzeitraum 2024 bis 2026 121 internationale Mobilitäten für Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ermöglicht werden.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Erasmus+ öffnet unseren Schulen die Türen nach Europa. Internationale Erfahrungen erweitern Horizonte – fachlich, sprachlich und persönlich. Mit Erasmus+ haben unsere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Möglichkeit, andere Arbeits- und Bildungssysteme kennenzulernen, voneinander zu lernen und europäische Zusammenarbeit ganz konkret zu erleben. Gerade in einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt sind solche Erfahrungen von unschätzbarem Wert. Deshalb investieren wir gezielt in internationale Bildungsangebote und unterstützen unsere beruflichen Schulen dabei, Europa im Schulalltag erlebbar zu machen. Das macht stark – für die Schule, für das Leben und für die Zukunft.“
Seit 2022 ist das Ministerium für Bildung und Kultur als Konsortialführer im EU-Bildungsprogramm Erasmus+ akkreditiert. Die Schulen profitieren von einem deutlich vereinfachten Zugang zu europäischen Fördermitteln, ohne selbst eine eigene Erasmus+-Akkreditierung beantragen zu müssen. Das Ministerium übernimmt die Organisation und Verwaltung des Programms. Für das dritte Projektjahr standen dem saarländischen Konsortium EU-Fördermittel in Höhe von 344.180 Euro zur Verfügung. Davon wurden über 87 Prozent an den teilnehmenden Schulen eingesetzt. Alle 20 Berufsbildungszentren gehören dem Erasmus+-Netzwerk an oder sind selbst akkreditiert und entsenden regelmäßig ihre Schülerinnen und Schüler, ihre Auszubildenden sowie ihre Lehrkräfte, um fachpraktische Erfahrung zu sammeln und Europa zu erleben.
Im Rahmen des Projekts wurden 50 Auszubildendenmobilitäten, 21 Fortbildungen für Lehrkräfte, 42 Job-Shadowings sowie acht Gruppenmobilitäten mit 79 Schülerinnen und Schülern gefördert - unter anderem nach Frankreich, Irland, Italien, Malta, Schweden, Polen, Luxemburg und Spanien. So sammelten Auszubildende des Kaufmännischen Berufsbildungszentrums Saarbrücken praktische Erfahrungen in Dublin, Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule absolvierten Praktika in Kindertageseinrichtungen in Riga und Warschau, während Auszubildende des Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrums Saarbrücken ein mehrwöchiges Praktikum in einer école maternelle im Raum Metz absolvierten. Weitere Mobilitäten führten beispielsweise nach Cavaillon in Südfrankreich oder auf die französische Insel La Réunion.
Auch die Vorzüge der Personalmobilitäten, insbesondere die des Job-Shadowings, wurden von den Lehrkräften deutlich häufiger genutzt als in den Vorjahren. Sie ermöglichen den Austausch über innovative Unterrichtskonzepte, fördern die internationale Vernetzung und dienen häufig als Grundlage für neue Schulpartnerschaften und zukünftige Austauschprogramme.
Für das kommende Schuljahr 2026/27 sind bereits Mobilitäten in der Planung, unter anderem nach Frankreich, Spanien, Malta oder Finnland. Auch auf strategischer Ebene vernetzt sich das MBK intensiv mit seinen europäischen Partnern. Neben einer Delegationsreise nach Polen, zusammen mit 19 Vertreterinnen und Vertretern aus saarländischen Schulen, wurde die bestehende Partnerschaft mit der Académie de Montpellier weiter ausgebaut. Gemeinsam sind für das kommende Schuljahr Aktivitäten in den Bereichen Heilerziehungspflege, Büromanagement und Verwaltung, Hotellerie und Gastronomie sowie Maler und Lackierer geplant. Darüber hinaus stärken Lehrkräftemobilitäten den Aufbau neuer Partnerschaften und die Planung gemeinsamer schulischer Projekte.
Ziel bleibt es, noch mehr Auszubildenden und Lehrkräften internationale Lern- und Berufserfahrungen zu ermöglichen und die europäische Dimension der beruflichen Bildung im Saarland nachhaltig zu stärken.