Neunkirchen, 21.04.2026
Die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen begrüßen die vorgelegten Pläne zur Weiterentwicklung des Marienhausklinikums Kohlhof. Die vorgesehenen Maßnahmen setzen ein wichtiges Signal für die Sicherung der medizinischen Versorgung in Neunkirchen und im östlichen Saarland – stellen aus ihrer Sicht jedoch lediglich einen Teilerfolg dar.
Positiv bewertet werden insbesondere die Stärkung der Kinder- und Jugendmedizin, der Erhalt von Geburtshilfe und Frauenheilkunde, die Ansiedlung eines weiteren Kinderarztes sowie der Ausbau ambulanter Strukturen, etwa durch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ). Auch der geplante Aufbau einer Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Weiterentwicklung des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) sind wichtige Schritte.
Ebenso wird begrüßt, dass ambulante operative Angebote für erwachsene Patientinnen und Patienten weiterhin am Standort Kohlhof bestehen bleiben.
„Gerade die Kombination aus Kinder- und Frauenmedizin sowie wohnortnahen ambulanten Angeboten ist für die Bevölkerung von großer Bedeutung“, so die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen.
Verantwortung für Beschäftigte
Mit großer Ernsthaftigkeit sehen die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen die Auswirkungen auf die Beschäftigten. Rund 130 Stellen sind von den Umstrukturierungen betroffen.
„Für uns ist klar: Es braucht für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter eine adäquate und faire Lösung. Die Menschen, die diesen Standort über Jahre getragen haben, dürfen jetzt nicht allein gelassen werden.“
Veränderungen sind schmerzhaft – aber notwendig
„Wir können nachvollziehen, dass diese Veränderungen für viele Betroffene schmerzhaft sind. Gleichzeitig hoffen wir, dass mit diesem Konzept eine dauerhafte und tragfähige Lösung gefunden wurde, die den Standort Kohlhof langfristig sichert und zukunftsfähig macht.“
Kritische Punkte bleiben bestehen
Trotz der positiven Entwicklung sehen die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen erhebliche Kritikpunkte:
Der Wegfall des Brustzentrums ist nicht nachvollziehbar – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Brustkrebserkrankungen.
Auch die geplante Verlagerung internistischer sowie chirurgischer, stationärer Leistungen nach St. Wendel wird kritisch gesehen.
„Diese Verlagerungen führen zu längeren Wegen für Patientinnen und Patienten und stellen die wohnortnahe Versorgung infrage.“
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Umsetzung bereits zum 1. Januar 2027 erfolgen soll und damit unter erheblichem Zeitdruck steht.
Früh klare Haltung gezeigt
Die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen erinnern daran, dass sie sich von Beginn an klar gegen eine Schwächung des Standortes gestellt haben – sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag.
Umso kritischer bewerten sie die aktuelle Darstellung einiger SPD-Vertreter:
„Es ist bemerkenswert, mit welcher Flexibilität manche SPD-Politiker ihre eigenen Aussagen im Nachhinein auslegen.“
So hatte Gesundheitsminister Magnus Jung noch im November betont, dass eine Geburtsklinik in St. Wendel aus Fahrzeitgründen unabdingbar sei – davon ist heute keine Rede mehr.
Auch Thomas Baldauf sprach damals davon, dass „Kröten geschluckt werden müssten“, ohne den Erhalt des Kohlhofs klar einzufordern.
Sven Kley unterstützte Vorschläge, die eine Schließung des Standortes beinhalteten, und dankte den Verantwortlichen für entsprechende Konzepte.
Auch Jörg Aumann stellte sich hinter entsprechende Überlegungen.
„Dass nun versucht wird, die Entwicklung als eigenen Erfolg zu verkaufen, ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar.“
Dank an die Bürgerinitiative
Ein besonderer Dank gilt der überparteilichen Bürgerinitiative „Das Herz des Kohlhofs bleibt hier!“, die mit über 10.000 gesammelten Unterschriften eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig der Erhalt der Klinik für die Menschen in der Region ist.
Besonders hervorgehoben werden die Initiatorinnen Sabrina Math – stellvertretende Ortsvorsteherin von Furpach-Kohlhof-Ludwigsthal sowie Mitglied des Stadtrates Neunkirchen (CDU) – und Teresa Sciarrotta, die die Initiative federführend vorangetrieben haben.
„Dieses Engagement war ein entscheidender Faktor dafür, dass ein Umdenken stattgefunden hat. Das Ergebnis zeigt: Der Einsatz für die Demokratie lohnt sich – auch wenn wir noch nicht am Ziel sind.“
Fazit
Die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband Neunkirchen bewerten die aktuelle Entwicklung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
„Jetzt kommt es darauf an, dass die Maßnahmen konsequent umgesetzt werden und der Kohlhof dauerhaft als starker und zukunftsfähiger Gesundheitsstandort gesichert wird.“

