FDP Saar: Schlaganfall-Abkommen mit Frankreich muss Einstieg in echte Patientenfreizügigkeit werden
Zum Abschluss des MOSAR-Zusatzprotokolls zur grenzüberschreitenden Schlaganfallversorgung mit der französischen Gesundheitsagentur ARS Grand Est erklärt Dr. Helmut Isringhaus, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP Saar:
Das Zusatzprotokoll ergänzt die bestehende MOSAR-Vereinbarung um die grenzüberschreitende Versorgung von Schlaganfallpatienten; die Unterzeichnung ist für Freitag, 10. Juli 2026, im Klinikum Saarbrücken vorgesehen.
Isringhaus betont zugleich, dass dieses Abkommen nur ein Zwischenschritt sein dürfe: „Unser Ziel muss echte Freizügigkeit bei ambulanter und stationärer Behandlung beiderseits der Grenze sein. Wer in der Grenzregion lebt, soll medizinische Hilfe dort in Anspruch nehmen können, wo sie am schnellsten, am besten und am sinnvollsten verfügbar ist – unabhängig davon, ob die Einrichtung in Saarbrücken, Forbach, Sarreguemines oder Metz steht.“
Die erfolgreichen MOSAR-Kooperationen zeigten, dass grenzüberschreitende Lösungen funktionieren können. „Daran müssen wir anknüpfen. Schlaganfall, Herzinfarkt, Notfallversorgung, Facharztbehandlung und planbare stationäre Eingriffe dürfen nicht in nationalen Zuständigkeitsgrenzen gedacht werden. Das Saarland und Grand Est sollten gemeinsam Modellregion für die europäische Gesundheitsversorgung werden.“