SaarlandToday

Hauptnavigation

  • Bildung
  • Blaulichtreport
  • Gesellschaft
  • Kunst/Kultur
  • Politik
  • SaarRegional
  • Sport
  • Wirtschaft
  • Galerien

Wetter wird für Ihren Standort geladen …

Heute
Tagesminimum
18,3 °C
Tagesmaximum
31,4 °C
SO
Tagesminimum
18,9 °C
Tagesmaximum
31,1 °C
MO
Tagesminimum
19,3 °C
Tagesmaximum
31,9 °C
DI
Tagesminimum
21,1 °C
Tagesmaximum
32,4 °C
MI
Tagesminimum
21,0 °C
Tagesmaximum
33,6 °C
DO
Tagesminimum
20,2 °C
Tagesmaximum
32,1 °C
FR
Tagesminimum
23,6 °C
Tagesmaximum
23,6 °C
Markets today by TradingView

Pfadnavigation

  • Startseite
  • Politik
  • Landespolitik
  • Staatskanzlei (SK)

Reform der gesetzlichen Krankenversicherung - Saarland beantragt Vermittlungsausschuss

Von Redaktion Landespolitik | 10.07.2026 17:00 | Lesedauer: 4 Minuten

Das Saarland fordert Nachbesserungen bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund von Finanzierungslücken. Ministerpräsidentin Rehlinger sieht die Versorgung in Krankenhäusern, bei Hausärzten und in der Pflege durch den aktuellen Gesetzesentwurf gefährdet. Trotz notwendiger Reformen wird die Finanzierungsstrategie kritisiert, um Insolvenzen zu vermeiden.
Werbung
Werbung
Staatskanzlei (SK)

Staatskanzlei (SK)

Ministerpräsidentin Rehlinger kritisiert Finanzierungslücken und fordert Nachbesserungen

  • SaarlandToday in Deutsch
  • SaarlandToday en français
  • SaarlandToday in English

Die letzte Bundesratssitzung vor der Sommerpause am heutigen Freitag, 10. Juli, befasste sich unter anderem mit dem umstrittenen Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ministerpräsidentin Rehlinger beantragte aufgrund einer Vielzahl von Mängeln am aktuellen Gesetzesentwurf den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zudem forderte sie eine zügige Reform des Trassenpreissystems und warb erneut für einen Preisdeckel bei Kraftstoffen. Justizministerin Petra Berg sprach sich für die Einführung der „Nur-Ja-heißt-Ja-Regelung“ im Sexualstrafrecht aus. Das Saarland machte sich in der Länderkammer weiter stark für Vereine und Ehrenamt und für die Entlastung der Kommunen.

Die umstrittene GKV-Reform der Bundesregierung hat heute nach einer langen Debatte im Bundestag die nötige Mehrheit erzielt. Im Bundesrat hatten die Länder daraufhin die Chance, einen Vermittlungsausschuss anzurufen, um Nachbesserungen im Gesetzesentwurf zu verhandeln. Ministerpräsidentin Rehlinger brachte einen entsprechenden Antrag im Plenum ein. Zwar herrsche Konsens darüber, dass es tiefgreifende Reformen und eine solide Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen brauche, der vorliegende Entwurf werde den Herausforderungen des Gesundheitssystems jedoch nicht gerecht. Rehlinger warnte insbesondere vor den Folgen für die Versorgungssituation mit Blick auf die Krankenhäuser, Hausärzte, Pflege und Psychotherapie. „Reformen sind notwendig. Sie dürfen aber keine existentiellen Probleme für die Leistungserbringer schaffen“, erklärte Rehlinger und kritisierte: „Die Tarifsteigerungen können nicht mehr vollständig refinanziert werden. Wir haben dafür gekämpft, dass das medizinische Fachpersonal, das Pflegepersonal angemessen bezahlt wird. Die Reform verursacht eine Finanzierungslücke, die die Fortschritte konterkariert und die Krankenhäuser in finanzielle Schieflage bringt. Etlichen Häusern droht Insolvenz, sie fürchten, Standorte schließen zu müssen. Einsparungen dürfen die Krankenhausversorgung nicht gefährden.“ Der Antrag fand keine Mehrheit in der Länderkammer.

Entlastung auf Schiene und Straße

Werbung
Angesicht des EuGH-Urteils, das die Deckelung der Trassenpreissteigerungen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für nicht vereinbar mit europäischem Recht erklärte, sind für den SPNV finanzielle und planerischen Risiken entstanden. Ministerpräsidentin Rehlinger forderte deshalb schnelle Reaktionen:
  • die vollständige Kompensation der Mehrbelastungen für Länder und Aufgabenträger bis Ende 2026
  • die Bereitstellung zusätzlicher Regionalisierungsmittel zur Finanzierungssicherheit und
  • die Einleitung einer dauerhaften Reform des Preissystems.

Rehlinger verwies in der Länderkammer auf das klare Bekenntnis zur Schiene im Koalitionsvertrag und erklärte: „Das EuGH-Urteil bedeutet den Knock-out für die zukunftsfähige Finanzierung der Schiene. Die Trassenpreisbremse ist ausgehebelt. Die bittere Konsequenz daraus ist, dass Verkehre im großen Stil abbestellt werden. Es bedeutet langfristige Einschränkungen im Angebot, das dringend ausgebaut werden muss, damit die Verkehrswende gelingt. Ein Deutschlandticket in der Tasche, aber kein Zug am Gleis, das wäre ein Offenbarungseid.“ Die Länder stimmten der Entschließung ohne Ausschussberatung zu.

Saarland geht voran beim Schutz von Vereinen und Ehrenamt

Werbung
Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2025 können Mitgliedsbeiträge unter bestimmten Umständen als Gegenleistung für vom Verein erbrachte Angebote angesehen werden und folglich umsatzsteuerpflichtig werden. In der Länderkammer fand die Initiative des Saarlandes mit der Forderung, gemeinnützige Vereine von zusätzlichen Kosten und unnötiger Bürokratie zu befreien, breite Zustimmung. Sie hat zum Ziel, praxistaugliche gesetzliche Regelungen zu erwirken, die die Vereine schützen und die Bedenken des Bundesfinanzhofs ausräumen.

„Nur-ja-heißt-Ja“

Der Bundesrat hat sich heute außerdem mit einem Entschließungsantrag zur Modernisierung des Sexualstrafrechts befasst. Ziel ist die Einführung eines konsensbasierten Straftatbestands, der nicht mehr am erkennbar entgegenstehenden Willen des Opfers ansetzt, sondern an der fehlenden Zustimmung zur sexuellen Handlung. Da Betroffene infolge von sogenannten Freeze-Reaktionen häufig nicht in der Lage sind, ihre Ablehnung nach außen erkennbar zu äußern, würden sie so besser geschützt.

Justizministerin Berg erklärt: „Sexuelle Selbstbestimmung erschöpft sich nicht darin, Nein sagen zu dürfen – sie bedeutet, dass ein Ja tatsächlich vorliegen muss. Wer vor Angst erstarrt, kann sich nicht wehren. Das darf für unser Recht keinen Unterschied mehr machen. Mit dem konsensbasierten Sexualstrafrecht stellen wir die richtige Frage: Hat sich der Täter der Zustimmung vergewissert – statt zu fragen, ob sich das Opfer sichtbar genug gewehrt hat.“ Die Initiative, der das Saarland beigetreten ist, fand eine Mehrheit in der Länderkammer.

Entlastung der Kommunen

Die Länderkammer hat abschließend das Gesetz zur Entlastung der Länder und Kommunen beraten. Aus Sicht des Saarlandes reichen die vorgesehenen Mittel nicht aus, um die gravierende Schieflage der Kommunalfinanzen wirksam zu beheben oder Altschuldenlasten zu reduzieren. Von den geplanten 1 Mrd. Euro in den nächsten vier Jahren werden nur 250 Millionen an die Länder ausgeschüttet, deren Kommunen von Altschulden betroffen sind. 400 Millionen erhalten die Geberländer und 350 Millionen die ostdeutschen Länder im Rahmen einer Hilfe bei Rentenleistungen. Das Saarland wird etwa 10 Millionen Euro jährlich für vier Jahre erhalten. Es stimmt dem Gesetz zu, fordert aber gleichzeitig Nachbesserungen der Bundesregierung bei der Entschuldung der Kommunen.

Das Saarland hat zudem im Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) eine Änderung erreicht, die das Doppelförderungsverbot für Kommunen aufhebt. Die Länder und Kommunen können die Mittel nach dem LuKIFG auch zur Erbringung notwendiger Kofinanzierungsanteile für andere Bundesprogramme verwenden. Dadurch können die Förderprogramme viel effizienter angewendet werden und Infrastrukturvorhaben schneller und einfacher umgesetzt werden.

Erneut Preisdeckel für Benzin gefordert

Das Saarland hat außerdem zum zweiten Mal einen Antrag für die Einführung eines flexiblen Preisdeckels bei Kraftstoffen eingebracht. Nach dem Auslaufen der befristeten Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe könnten flexible Obergrenzen für Kraftstoffpreise Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten. Im Plenum fand der Antrag jedoch keine Mehrheit.

Grubengas wird als Brennstoff anerkannt

Nicht zuletzt ist es dem Saarland gelungen, die Gleichstellung von Grubengaswärme mit erneuerbarer Wärme zu erreichen und damit auch die Aufnahme von Grubengas in das Gebäudemodernisierungsgesetz zu erwirken.

Facebook
Twitter/X
Bluesky
LinkedIn
WhatsApp
E-Mail
Quelle:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der saarländischen Staatskanzlei
Schlagworte:
gesetzliche Krankenversicherung
Saarland
Rehlinger
Vermittlungsausschuss
GKV-Reform
Trassenpreissystem
Vereine
Ehrenamt
Sexualstrafrecht
Kommunalentlastung
Werbung
Werbung
Report an error

Footer links

  • Impressum
  • Cockies & Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Footer Mitte

  • Über uns
  • Unsere Redaktionsteam
  • Vereine stellen sich vor
  • Unternehmen stellen sich vor
  • Mediadaten

Footer rechts

  • Werbefrei Lesen
  • Leserbrief
  • Archiv
  • Chronik

© 2026 by W-D-S-B

Ladezeit … ms
SaarlandToday
Startseite
Bildung
Kreismusikschule Saarlouis
Hochschule für Technik und Wirschaft (HTW)
Volkshochschulen (VHS)
Universität des Saarlandes
Blaulichtreport
Hauptzollamt Saarbrücken
Feuerwehrreport
Polizeireport
Verkehrsmeldungen
Gesellschaft
Gesundheit
Institutionen
Organisationen
Verbände
Vereine
Kunst/Kultur
Kunst
Kultur
Politik
Landespolitik
Parteipolitik
SaarRegional
RV Saarbrücken
LK Saarlouis
LK Merzig/Wadern
LK St. Wendel
LK Neunkirchen
LK Saarpfalz-Kreis
Sport
American Football
Baseball
Fußball
Handball
Tennis
Veranstaltungen
RV Saarbrücken
LK Saarlouis
LK Merzig-Wadern
LK St.Wendel
LK Neunkirchen
LK Saarpfalzkreis
Wirtschaft
Unternehmen

Footer Mitte

  • Über uns
  • Unsere Redaktionsteam
  • Vereine stellen sich vor
  • Unternehmen stellen sich vor
  • Mediadaten

Footer links

  • Impressum
  • Cockies & Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Footer rechts

  • Werbefrei Lesen
  • Leserbrief
  • Archiv
  • Chronik
SaarlandToday

Benutzeranmeldung

Melden Sie sich an, um Artikel dauerhaft zu speichern und persönliche Funktionen zu nutzen.

Anmelden

  • Neues Benutzerkonto erstellen
  • Passwort zurücksetzen

Benutzermenü

  • Anmelden

Footer links

  • Impressum
  • Cockies & Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt