Ausgegeben am: 29.06.2026
Pressemitteilung 95/2026
„Letter of Intent“ für neue Sicherheitsallianz mit
Neunkirchen
Staatssekretär Torsten Lang, Landrat Sören Meng und Ober-
bürgermeister Jörg Aumann unterzeichneten vor Ort in
Neunkirchen das Dokument, das die Grundlage für die Er-
richtung eines gemeinsamen „Zentrums für Sicherheit“ in
der Innenstadt bildet.
Ziel ist es, Polizei, Ordnungsbehörden und weitere sicherheitsrele-
vante Akteure organisatorisch und räumlich enger zusammen zu-
führen. Nach dem positiven Kreis- und Stadtratsbeschluss wurden
nun mit dem „Letter of Intent“ die politischen Grundlagen für die
weitere Projektentwicklung geschaffen. Die Prüfung geeigneter
räumlicher Möglichkeiten sowie organisatorische und vertragliche
Details erfolgen in den kommenden Schritten.
In dem geplanten Sicherheitszentrum sollen konkret unter ande-
rem die Polizeiinspektion Neunkirchen, das Ordnungsamt der Kreis-
stadt, Teile der Kreisverwaltung (insbesondere die Kreispolizeibe-
hörde) sowie perspektivisch auch das Haus des Jugendrechts mit
der Jugendgerichtshilfe unter einem Dach untergebracht sein. Die
räumliche Nähe sorgt für eine Verkürzung der Informationswege,
eine schnellere Abstimmung bei Einsatzlagen und eine effizientere
Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen. Zudem werden damit prä-
ventive Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe
und weiteren Partnern ausgebaut sowie bestehende Netzwerke aus
Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gestärkt. Darüber hinaus
erhöht sich die Präsenz der Polizei und der Ordnungsbehörden in
der Innenstadt.
Staatssekretär Torsten Lang: „Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der
Menschen. Land, Landkreis und Kreisstadt wollen gemeinsam die
Sicherheitsarchitektur in Neunkirchen stärken. Deshalb setzen wir
auf mehr Präsenz, mehr Zusammenarbeit und eine moderne Si-
cherheitsstruktur mit kurzen Wegen und abgestimmtem Handeln.“
Man habe bereits in der Vergangenheit diverse Maßnahmen ergrif-
fen, um dies zu erreichen, so der Staatssekretär weiter. Dazu ge-
hörten beispielsweise die schon 2017 abgeschlossene Sicherheits-
partnerschaft, die gemeinsame Bestreifung der Innenstadt von Po-
lizei und Ortspolizei bzw. kommunalem Ordnungsdienst, die Instal-
lation einer besseren Beleuchtung in der Innenstadt, für die das
Land Fördermittel bereitgestellt habe, oder auch die erfolgreiche
Einrichtung der Waffenverbotszone.
„Wir sind bereits auf einem guten Weg, können die Situation aber
noch weiter verbessern. Unsere Absichtserklärung zur Einrichtung
eines gemeinsamen Sicherheitszentrums ist dabei der nächste
Schritt und gleichzeitig ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und
Bürger von Neunkirchen: wir nehmen die Sicherheitsbelange ernst
und handeln gemeinsam und entschlossen. Perspektivisch könnte
die geplante Sicherheitsallianz in Neunkirchen außerdem als Modell
für ähnliche Übereinkommen mit anderen Kommunen dienen.“
Landrat Sören Meng: „Sicherheit ist für die Menschen eines der
wichtigsten Themen überhaupt. Deshalb begrüßen wir die Überle-
gung, Polizei, Ordnungsbehörden und weitere sicherheitsrelevante
Einrichtungen an einem gemeinsamen Standort in der Neunkircher
Innenstadt zu bündeln. Eine solche Konzentration schafft kurze
Wege, stärkt die Zusammenarbeit der Behörden und kann das Si-
cherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern.
Sicherheit muss sichtbar und präsent sein.“
„Klar ist: Wenn wir Sicherheit und Ordnung stärken und die Zusam-
menarbeit der Behörden weiter verbessern können, sollten wir
diese Chance ernsthaft prüfen“, so Meng weiter.
Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Die Unterzeichnung des LoI ist
ein Meilenstein für unsere Stadt. Wir legen die Grundlage für ein
Sicherheitszentrum und stärkere Polizeipräsenz in der Innenstadt.
Das ist ein langjähriger Wunsch des Stadtrates und mir. Mit der
räumlichen Zusammenlegung verbessern und erleichtern wir die
Zusammenarbeit von Vollzugspolizei, Ortspolizei und Kreispolizei.
Hintergrund
Neunkirchen ist als zweitgrößte Stadt des Saarlandes ein bedeuten-
des Mittelzentrum mit besonderen sicherheitspolitischen Herausfor-
derungen. Mit der geplanten Sicherheitsallianz soll ein modernes
Modell abgestimmter Sicherheitsarbeit entstehen, das so-wohl die
objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsgefühl
der Bürgerinnen und Bürger stärken soll.
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