
Ausgegeben am: 12.06.2026
Pressemitteilung 69/2026
Dialog schafft Vertrauen: Deutsch-französischer Kulturaustausch bei den „Dialog(ue)n der Villa Europa“
Wie kultureller Austausch Grenzen überwindet und neue Zusammenarbeit entstehen lässt, zeigte die zweite Ausgabe der „Dialog(ue) der Villa Europa“. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung
der Kulturpolitischen Leitlinien des Saarlandes sowie neue Impulse für die deutsch-französische Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen, Hochschulen und Kulturschaffenden im Grenzraum.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot:
„Kultur verbindet Menschen über Grenzen hinweg und schafft Räume für Austausch, Verständnis und Vertrauen. Gerade in einer Grenzregion wie dem Saarland sind deutsch-französische Kooperationen ein
wichtiger Bestandteil unserer kulturellen Identität. Die Dialoge der Villa Europa zeigen, wie lebendig und vielfältig diese Zusammenarbeit bereits heute ist. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer kulturpolitischen Leitlinien, zur
Frankreichstrategie+ und zu einem Europa, das von Begegnung und Zusammenarbeit lebt.“
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung und Kultur, des französischen Kulturministerium im Grand Est sowie des Institut
d’Etudes Francaises organisiert und knüpfte unmittelbar an die im Dezember 2025 vorgestellten Kulturpolitischen Leitlinien des Saarlandes an. Insbesondere die Leitlinie 2 „Dialog schafft Vertrauen – Kulturpolitik im Austausch“ sowie Leitlinie 3 „Das Saarland
– Europäischer Kulturraum im Herzen der Großregion“ bildeten den inhaltlichen Rahmen des Austauschs.
Generalkonsul Jérôme Spinoza:
„Im Saarland hat man das Glück, dass die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit auf einer sehr aktiven grenzüberschreitenden Dynamik beruht und zugleich eine Priorität des Institut Français d’Allemagne ist. Dieses zweite Treffen in der Villa Europa
brachte viele Ideen für noch mehr Impulse. Mit dieser Perspektive wollen wir besonders auch die Jugendarbeit sowie die Öffnung zur breiteren frankophonen Welt pflegen.“
Neben der Vorstellung erfolgreicher grenzüberschreitender Projekte, darunter die Maison Européenne de la Culture (La MEC) in Dieuze sowie „Les Ateliers
Ouverts de Plan d’Est“ sowie der Interreg-Förderungsmöglichkeiten konnten die Teilnehmenden an vier parallel stattfindenden Runden Tischen in einen offenen, spontanen und kreativen Austausch treten. Diskutiert wurden die Zusammenarbeit institutioneller Kulturstrukturen,
die Kooperation der Hochschulen für Bildende Kunst, die Vernetzung der Musikhochschulen sowie gemeinsame Perspektiven im Theaterbereich. Beim anschließenden Netzwerktreffen im Garten der Villa Europa nutzten die Gäste die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu
vertiefen und neue Kooperationen anzubahnen.
Besondere Bedeutung erhielt die Veranstaltung auch im Jubiläumsjahr des Institut d’Études Françaises. Das IEF feiert 2026 sein 70-jähriges Bestehen und
ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der Frankreichstrategie+ des Saarlandes. Mit seinem vielfältigen Kultur- und Bildungsangebot leistet es einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der französischen Sprache sowie zum deutsch-französischen
Austausch.
Prof. Dr. Anne-Sophie Donnarieix, Leiterin des IEF: „Das
Institut d’Études Françaises, gegründet im Jahr 1956, ist ein deutsch-französisches Kulturzentrum und somit ein Ort des Dialogs, der allen offensteht. Wir freuen uns, zur Intensivierung des kulturellen Austauschs zwischen Frankreich und Deutschland beizutragen
und grenzüberschreitende Projekte sichtbar zu machen, sei es im Bereich der Kunst, der Musik, der Literatur oder des Theaters. In einer Zeit, in der manche unsere Grenzen schließen möchten, ist es von entscheidender Bedeutung, diese für die Region so wichtige
transnationale Dynamik zu fördern.“

