

Ausgegeben am: 10.06.2026
Pressemitteilung 88/2026
Stärkung von Tourismus und Nationalparkregion – Land investiert mehr als
4,7 Millionen Euro in KELTENPARK Otzenhausen
Der Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, Torsten Lang, überreichte am 21. Mai bei einem Vor-Ort-Termin
zwei Bedarfszuweisungen in Höhe von insgesamt 541.778 Euro für das Besucherzentrum Nationalpark-Tor KELTENPARK an die Gemeinde Nonnweiler sowie den Landkreis St.
Wendel.
„Der Keltenpark ist ein herausragendes Projekt mit großer Bedeutung für die gesamte Region. Mit dem Besucherzentrum wurde ein moderner und attraktiver Ort
der Begegnung und Information geschaffen, der den Nationalpark erlebbar macht und gleichzeitig die touristische Entwicklung nachhaltig stärkt. Aus diesem Grund hat das Saarland auch ein umfangreiches Förderpaket für dieses natur- und kulturtouristisch wichtige
Vorhaben geschnürt“, erklärte Staatssekretär Torsten Lang beim Übergabetermin.
Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas: „Wer den Nationalpark Hunsrück-Hochwald vom Saarland aus besucht, trifft mit dem Nationalpark-Tor Keltenpark
auf einen Ort, der Naturerlebnis, Bildung und regionale Identität miteinander verbindet. Das markante Besucherzentrum steht sinnbildlich für die enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg und macht die Natur- und Kulturgeschichte des Hunsrück-Hochwalds
auf anschauliche Weise erlebbar. Zugleich stärkt das Nationalpark-Tor die touristische Attraktivität des Saarlandes und unterstreicht die Bedeutung des Nationalparks als gemeinsames Naturerbe der Region.“
Finanzielle Unterstützung gab es in der Vergangenheit bereits durch das
Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie im Rahmen des EFRE-Programms „Operationelles Programm EFRE-Saarland 2014-2020“ mit rund 8,6 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich aus EU-Mitteln in Höhe von 4.611.916,92 Euro, einem Landesanteil
an Kofinanzierungsmitteln in Höhe von 2.614.714.16 Euro sowie Landesmitteln aus dem Sondervermögen Zukunftsinitiative über 1.399.109,95 Euro zusammen.
Der verbleibende kommunale Anteil in Höhe von rund 1,08 Millionen Euro wurde jeweils hälftig vom Landkreis St. Wendel und der Gemeinde Nonnweiler getragen.
Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf rund 10,4 Millionen Euro.
Zudem finanzierte das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz die im Besucherzentrum eingerichtete Nationalpark-Ausstellung „Natürlich, mit Geschichte!“
mit 260.000 Euro.
„Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald vereint Natur und Historie unserer Region. Das spiegelt sich auch in der Ausstellung wider“, sagt Umweltstaatssekretär Sebastian Thul. „Hier
kann man sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, kulturhistorische Relikte aus der Zeit der Kelten und Römer bis in die jüngste Geschichte bestaunen und an Mitmachstationen spielerisch erfahren, wie wir heute von dem Wald profitieren, welche Tiere
und Pflanzen hier einen Lebensraum finden und wie wir diesen schützen können.“
Die Ausstellung
wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und den Zweckverband Nationalpark-Tor Keltenpark ebenfalls finanziell unterstützt. Siefolgt auf insgesamt 300 m² dem roten Faden „Vom Urwald über die vom Menschen beeinflusste Natur- und Kulturlandschaft zurück zu einer neuen Wildnis“.
Die offizielle Einweihungsfeier des Besucherzentrums fand Anfang November 2023 statt, die Ausstellung wurde mit Saisonstart im April 2024 eröffnet.
Bürgermeister Franz Josef Barth: „Das Nationalpark-Tor Keltenpark ist ein bedeutender Meilenstein für die Gemeinde Nonnweiler und die gesamte Region. Mit dem Besucherzentrum ist
ein moderner Ort entstanden, der Natur, Geschichte und Tourismus auf besondere Weise miteinander verbindet. Es stärkt unsere Position als attraktives Eingangstor zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald, schafft einen Mehrwert für Gäste sowie Einheimische und setzt
wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde. Mein Dank gilt allen Partnern und Fördergebern, die zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts beigetragen haben.“
Martina Weiand, Beigeordnete des Landkreises Sankt Wendel: „Das Keltenpark-Tor gehört zu den kulturellen und touristischen Leuchttürmen unseres Landkreises. Es thematisiert Natur,
Kultur und Menschen, die drei wichtigsten Ressourcen unserer Region. Somit spricht das Keltenpark-Tor sowohl unsere zahlreichen Gäs-te als auch die Bürgerinnen und Bürge unseres Landkreises an – und sie alle erfahren hier Wissenswertes und Neues über unsere
beeindruckende Natur und den Nationalpark sowie über unser keltisches Erbe. Lohnend, nachhaltig, bildend.“
Moderner einladender Informations- und Begegnungsort zur nachhaltigen Stärkung der touristischen Infrastruktur
Das Besucherzentrum dient als saarländisches Tor zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald und wichtiger Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher, der Naturerlebnis,
Tourismus und kulturelles Erbe auf besondere Weise verbindet. Gäste können sich dort über den Leitgedanken für die Schaffung sowie die Fauna und Flora des Nationalparks informieren, ebenso wie über die keltisch geprägte Geschichte der Region. In dem Neubau
finden sich folgende Bereiche:
- Verwaltung Nationalpark
- Shop
-
Betriebsräume
- Dauerausstellung
-
Veranstaltungsräume sowie
- Gastronomie.
Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt; Träger und Betreiber ist der Zweckverband Nationalpark-Tor Keltenpark bestehend aus dem Landkreis St.
Wendel, der Gemeinde Nonnweiler und dem Saarland, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz.
Hintergrund
Das Areal Keltenpark liegt nördlich von Nonnweiler-Otzenhausen und dient zusammen mit zwei weiteren Einrichtungen als Nationalparktor zum Naturpark Hunsrück-Hochwald.
Der länderübergreifende Nationalpark Hunsrück-Hochwald in Rheinland-Pfalz und im Saarland wurde 2015 eröffnet. Es ist der erste Nationalpark in Deutschland, der von Beginn an Ländergrenzen überschreitend eingerichtet wurde.
Zusammen mit der bestehenden Arena und dem seit 2011 bestehenden Keltendorf bildet das Besucherzentrum den dritten Kernbereich, den es mit den anderen
beiden zu verknüpfen galt. Die charakteristische Kreuzform des Gebäudes erlaubt dabei eine Differenzierung der einzelnen Freiräume, die somit alle ihren eigenen Charakter bekommen haben.
Das Nationalpark-Tor Keltenpark in Nonnweiler wurde als wichtiger Baustein im länderübergreifenden Gesamtkonzept des Nationalparks als Neubau errichtet.
Bildquelle: MIBS/F. Färber.