Radsport, Reiten und Golf – die Kreisstadt St. Wendel wird im Rahmen der Special Olympics Nationalen Spiele 2026 vom 15. bis 20. Juni Austragungsort gleich mehrerer Wettbewerbe sein. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm soll zudem ein sichtbares Zeichen für Inklusion, Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
Bürgermeister Peter Klär betont die besondere Bedeutung des Großereignisses für die Stadt: „Die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 haben für uns in St. Wendel eine ganz besondere Bedeutung. Es ist ein viel beachtetes Großereignis, das die Sportstadt St. Wendel wieder weithin sichtbar macht. Für mich geht es dabei aber nicht nur um den Sport. Wir wollen zeigen, dass Inklusion in St. Wendel längst gelebt wird und dass wir ein gutes Beispiel dafür geben können, wie der Sport Türen öffnet und Menschen zusammenbringt.“
In St. Wendel gehen die internationalen Athletinnen und Athleten unter anderem in den Disziplinen Spring- und Dressurreiten, Voltigieren, Golf und Radsportdisziplinen wie Zeitfahren und Straßenrennen an den Start. Die Wettbewerbe finden am Gestüt Welvert, im Wendelinus-Golfpark sowie auf einem Straßenkurs rund um den Wendelinuspark statt. Ziel der Kreisstadt ist es, ihrem Ruf als leistungsfähige Sportstadt gerecht zu werden und sich zudem als herzlicher Gastgeber für die zahlreichen nationalen und internationalen Teilnehmer und Besucher zu präsentieren.
Wendelinuspark als Zentrum der Begegnung
Eine zentrale Anlaufstelle für Sportler, Helfer und Gäste wird der Wendelinuspark sein. Dort befinden sich nicht nur die Sportstätten, sondern auch der inklusive Mehrgenerationenplatz, der das Konzept gelebter Inklusion in St. Wendel unterstreicht. „Der Wendelinuspark fungiert im Rahmen der Spiele somit gleichermaßen als sportliches Zentrum und Ort der Begegnung und des Austauschs“, erläutert der Rathauschef.
Stadtfest als Ziel des Fackellaufs
Bereits am Freitag, 12. Juni, sind die Special Olympics in das St. Wendeler Stadtfest eingebunden. Ein Höhepunkt des Abends ist hier gegen 18 Uhr das Eintreffen der Fackelläufer auf der großen Bühne auf dem Schloßplatz. Für die Eröffnung des Abends sorgen im Anschluss die Samba-Gruppe der Lebenshilfe St. Wendel sowie der Comedian und Inklusionsbotschafter Kai Bosch, bevor Bürgermeister Peter Klär das Stadtfest offiziell mit dem traditionellen Fassbieranstich eröffnen wird. „Unser Stadtfest lockt traditionell viele tausende Besucher an, die in St. Wendel zusammenkommen, um miteinander zu feiern. Einen besseren Rahmen, um ein Event wie dieses in der Mitte der Gesellschaft zu verankern und sichtbar zu machen, kann ich mir nicht vorstellen“, erklärt der Bürgermeister. Nach der feierlichen Eröffnung sorgt ab 19 Uhr die Band „Herr Marie“ mit eigenen Songs und ihrer besonderen Verbundenheit zur Lebenshilfe und zu Menschen mit Beeinträchtigungen weiter für Stimmung.
Inklusionsfest am Sonntag
Der zweite Höhepunkt des Rahmenprogramms folgt am Sonntag, 14. Juni, mit einem Inklusionsfest, das die Kreisstadt St. Wendel in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe St. Wendel organisiert. Von 16 bis 22 Uhr erwartet die Besucher hier ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Begegnung und Unterhaltung. Im Mittelpunkt stehen die Auftritte von „Alina & Tim mit Usner unplugged“ sowie „Guildo Horn und die Orthopädischen Strümpfe“. Darüber hinaus gibt es ab 19 Uhr das WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao im Public Viewing auf der Großbildleinwand zu sehen.
Positive Impulse beschleunigen
Für Bürgermeister Peter Klär reichen die Auswirkungen der Spiele weit über den sportlichen Rahmen hinaus: „Ich sehe große Chancen darin, dass die Spiele das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung nachhaltig stärken.“ Die Stadt habe bereits wichtige Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt, unter anderem in der Brühl- und Schorlemerstraße oder dem jüngst eröffneten vollständig barrierefreien Neubau des Gemeindezentrums Winterbach. Weitere Projekte, wie die barrierefreie Umgestaltung der Parkstraße, seien bereits geplant. Besonders hervor hebt Klär die enge Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe St. Wendel: „Sie trägt viel dazu bei, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung selbstverständlich im Alltag zusammenleben. Die Spiele können diesen Prozess weiter beschleunigen und wie ein Katalysator wirken.“
„Dabei sein ist St. Wendel!“
Unter dem Motto „Dabei sein ist St. Wendel!“ hat sich die Kreisstadt zum Ziel gesetzt, bei möglichst viele Menschen das Interesse auf die Special Olympics zu wecken. Bereits die Erfahrungen als Host Town der Special Olympics World Summer Games im Jahr 2023, als eine Delegation aus Simbabwe in St. Wendel zu Gast war, haben für den Bürgermeister eindrücklich gezeigt, wie viel Offenheit, Freude und Begeisterung solche Begegnungen auslösen können. „Es ist mir deshalb wichtig, die St. Wendeler aktiv von der Idee der Special Olympics zu begeistern“, betont Klär.

