Pflegereform:
CDA Neunkirchen fordert nachhaltige Verbesserungen bei der Pflege von schwerstkranken Pflegebedürftigen und zur Entlastung ihrer Angehörigen!
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreisverband Neunkirchen be- grüßt die Forderung der CDU-Landtagsfraktion Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stär- ker bei den Eigenanteilen für Pflegeheimplätze finanziell zu entlasten und sieht einen Schlüs- sel dazu bei der Übernahme der Investitionskosten. „Als Bestandteil der Gesamtkosten ei- nes Pflegeheimplatzes könnten diese durchaus vom Land getragen werden“, bekräftigt CDA- Kreisvorsitzender Thomas Schmitt die Forderung des stellvertretenden Vorsitzenden und gesundheitspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald.
Die CDA Neunkirchen fordert darüber hinaus die aktuelle Reformpolitik auch dazu zu nutzen spürbare Verbesserungen bei der Versorgung herbeizuführen. Eine Gruppe, die in besonde- rem Maße einer Verbesserung der Versorgung und Entlastung ihrer Angehörigen bedarf, sind schwerstkranke Pflegebedürftige. CDA-Kreisvorsitzender Thomas Schmitt macht deut- lich: „Pflegende Angehörige von schwerstkranken pflegebedürftigen Menschen mit stark eingeschränkter Lebenserwartung sind im Gegensatz zu denen, die sich um altersbe- dingt pflegebedürftige Menschen kümmern mit besonders schweren Belastungen, auch in organisatorischer Hinsicht und das in relativ kurzer Zeit konfrontiert.“ Schwere Erkrankun- gen wie zum Beispiel lebensbegrenzende Krebskrankungen werden oftmals mit nurmgerin- gem zeitlichen Vorlauf diagnostiziert und gehen im weiteren Krankheitsverlauf vielfach mit stark veränderten Anforderungen für pflegende Angehörige einher. „Es muss bei der Re- form endlich auch ein Unterschied gemacht werden zwischen schwerstkranken Pflegebe- dürftigen und rein altersbedingt Pflegebedürftigen. Jetzt besteht die Chance nachhaltige Ver- besserungen bei der Pflege und speziell auch spürbare Entlastungen für die Angehörigen von schwerstkranken, pflegebedürftigen Menschen anzugehen“, bekräftigt Schmitt.
Die CDA Neunkirchen hat deshalb gezielte Forderungen aufgestellt, die sie auch beim dies- jährigen Landestag der CDA Saar am 28. August in Ensdorf beschließen will: ● Eine weitgehende Entlastung von bürokratischen Anforderungen für pflegende Ange- hörige, wie zum Beispiel die Abschaffung der Antragserfordernis zur Zuzahlungsbe- freiung für Medikamente, Hilfsmittel, Krankenhausaufenthalte u. a. durch Einführung einer vereinfachten Schwerstkranken-Regelung.
- Die Abschaffung der Folgeverordnungserfordernis für die Inanspruchnahme der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV).
- Bei der Reform der Pflegebegutachtung durch den Medizinischen Dienst speziell schwerstkranke Pflegebedürftige von stärkeren Restriktionen bei der künftigen Pfle- gegradeinstufung auszunehmen, indem das individuelle Krankheitsbild stärker Be- rücksichtigung findet.
- Bei den gestaffelten Leistungszuschlägen und der mit der Pflegereform geplanten Verlängerung der Verweildauerstufen schwerstkranke Pflegebedürftige in vollstatio- nären Pflegeeinrichtungen auszunehmen, sie grundsätzlich von der Verweildauer zu entkoppeln und ihnen aufgrund ihrer stark eingeschränkten Lebenserwartung von Anfang an den höchsten prozentualen Zuschuss (75% Zuschlag auf den Eigenanteil) zu gewähren, um sie und ihre Angehörigen möglichst schnell finanziell zu entlasten.
- Die Abschaffung der 6-Monatsgrenze zur erstmaligen Inanspruchnahme der Verhin- derungspflege sowie den Erhalt der Verhinderungspflege in ihrer jetzigen Form. Grundsätzlich darf es für schwerstkranke Pflegebedürftige keine Frist mehr für die Erstinanspruchnahme geben, auch nicht bei Einführung eines „Überbrückungsbud- gets“, welches im Zuge der Pflegereform kommen soll.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mit- glieder engagieren sich vor allem auf Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit. Weitere Infos stehen im Internet auf www.cda-bund.de.