09.07.2026 – 14:39
Saarbrücken/Schiffweiler (ots)
Nach einer Serie von Bränden in der Gemeinde Schiffweiler (beginnend vom 27. Mai 2026) übernahm das Fachdezernat für Branddelikte im Landeskriminalamt die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Neunkirchen. Die Ermittlungen ergaben einen Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Mann aus dem Raum Schiffweiler. Am heutigen Tag wurden insgesamt vier Objekte nach Beweismitteln durchsucht.
Am 27. Mai 2026 kam es in Schiffweiler auf einem Firmengelände im Gewerbepark Klinkenthal zum Brand von mehreren Holzpaletten mit darauf abgestellten Behältnissen mit Kunststoffgranulat. Durch die rasche Brandentdeckung sowie die umgehend eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte eine umfangreiche Brandausbreitung verhindert werden. Der hierdurch entstandene Sachschaden bewegt sich voraussichtlich im unteren vierstelligen Bereich. Die Ermittlungen durch das Fachdezernat für Branddelikte ergaben als Brandursache eine vorsätzliche Brandlegung durch Menschenhand. Durch umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Mitarbeiter der Firma.
Darüber hinaus steht der Mann aus der Gemeinde Schiffweiler im Verdacht, mindestens sieben Flächenbrände in der Kommune gelegt zu haben.
Am heutigen Tag (09.07.2026) wurde ein von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragter und durch das Amtsgericht Saarbrücken erlassener Durchsuchungsbeschluss an insgesamt vier Objekten durch Kräfte des Dezernats für Branddelikte sowie Beamte des Kriminal- und Ermittlungsdienstes der Polizeiinspektion Neunkirchen vollstreckt. Neben zwei Wohnungen wurden auch Teile der Arbeitsstelle sowie der persönliche Spind des Tatverdächtigen im Feuerwehrgerätehaus in Landsweiler/Reden durchsucht. Die Polizei stellte hierbei Beweismittel sicher, welche noch ausgewertet werden müssen.
Der Zusammenhang zu einer Serie von weiteren Bränden im Umfeld leerstehender Gebäude im Raum Schiffweiler ist derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.