Zwei Tage lang war das Saarland Treffpunkt der deutschen Finanzpolitik: Im Victor's Residenz-Hotel Schloss Berg in Perl kamen die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder zur Jahreskonferenz der Finanzministerkonferenz (FMK) zusammen. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Finanzlage von Bund, Ländern und Kommunen sowie die künftige Finanzierung wichtiger Zukunftsinvestitionen.
Unter dem Vorsitz des Bremer Finanzsenators Björn Fecker diskutierten die Länder unter anderem über die Herausforderungen einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, die Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur, die Entlastung der Kommunen sowie die künftige Ausgestaltung der europäischen Förderpolitik. An den Beratungen nahm auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Michael Schrodi, teil.
Als Gastgeber begrüßte Finanzminister Jakob von Weizsäcker zahlreiche hochrangige Gäste im Saarland, darunter Bundesbankpräsident Joachim Nagel, den Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, sowie den Präsidenten der Europäischen Investitionsbank, Pierre Gramegna. Gerade im Dreiländereck mit Frankreich und Luxemburg wurde dabei deutlich, wie eng finanzpolitische Fragestellungen heute mit der europäischen Zusammenarbeit verbunden sind.
Neben den fachlichen Beratungen bot die Konferenz auch Raum für den persönlichen Austausch. Beim gemeinsamen Abend in der historischen Villa Borg konnten die Gäste die kulturelle Vielfalt und Gastfreundschaft des Saarlandes erleben. Für den musikalischen Rahmen sorgte die inklusive Band „Zweite Chance Saarland“, die mit ihrer Performance für eine besondere Atmosphäre sorgte.
Ein bewegender Moment war zudem die Verabschiedung des ehemaligen saarländischen Finanzministers Peter Strobel. Die Finanzministerinnen und Finanzminister würdigten seinen langjährigen Einsatz für die Finanzpolitik des Saarlandes und seine Verdienste innerhalb der Finanzministerkonferenz.
Dass die Konferenz trotz hochsommerlicher Temperaturen von weit über 35 Grad reibungslos verlief, war vor allem dem großen Engagement der zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, die die Veranstaltung über viele Monate vorbereitet und begleitet hatten. Von der Organisation über die Sicherheit bis zur Betreuung der Delegationen arbeiteten zahlreiche Teams Hand in Hand und sorgten dafür, dass sich die Gäste im Saarland bestens aufgehoben fühlten.
Auch abseits der offiziellen Tagesordnung zeigte sich die besondere Atmosphäre der Konferenz: Beim gemeinsamen Verfolgen des Deutschland-Spiels am Donnerstagabend stand für einen Moment nicht die Finanzpolitik, sondern der Fußball im Mittelpunkt. Ein Sieg der deutschen Mannschaft hätte den Abend perfekt gemacht, der guten Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch.
Mit der erfolgreichen Ausrichtung der Jahreskonferenz hat das Saarland einmal mehr gezeigt, dass es auch große politische Veranstaltungen auf höchstem Niveau organisieren und zugleich ein herzlicher Gastgeber sein kann: Fachlich fundiert, europäisch geprägt und mit der Gastfreundschaft, für die das Saarland weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist.