Bildunterzeile: Absperrung am Ommersheimer Weiher nach mehreren Astabbrüchen. Das Betreten des gesperrten Bereichs ist lebensgefährlich. Fotos: Stefan Eins, Gemeinde Mandelbachtal.
Sperrungen am Ommersheimer Weiher: Gefahr durch Grünastbruch
Mandelbachtal, 24. Juni 2026
Wie die Gemeinde Mandelbachtal bereits in den sozialen Medien mitteilte, mussten Bereiche der Naherholungsanlage Gangelbrunnen am Ommersheimer Weiher wegen der Gefahr durch Grünastbruch kurzfristig gesperrt werden.
Gemeindemitarbeiter und Baumkontrolleur Olaf John arbeiten derzeit daran, die Gefahrenlage am Ommersheimer Weiher zu entschärfen und die betroffenen Bereiche zu sichern. „Auch während der Arbeiten vor Ort kommt es weiterhin zu spontanen Astbrüchen“, berichtet Olaf John. „Zunächst ist ein Knacken zu hören, unmittelbar darauf kracht der Ast zu Boden.“
Die betroffenen Pappeln stehen voll im Laub und wirken äußerlich unauffällig. Gleichzeitig kommt es zu Astabbrüchen aus den Kronen. Besonders nachmittags ist die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs am höchsten.
Unter Grünastbruch – auch Spontanbruch oder Sommerbruch genannt – versteht man das plötzliche Abbrechen gesunder und voll belaubter Äste. Das Problem tritt vor allem während längerer Hitze- und Trockenperioden sowie bei weitgehender Windstille auf.
Gerade die Windstille macht das Phänomen für viele Menschen schwer nachvollziehbar. Anders als bei Sturm oder Gewittern gibt es häufig keinen sichtbaren äußeren Auslöser. Die betroffenen Bäume wirken gesund, die Kronen sind grün und dicht belaubt.
Trotzdem können schwere Äste unvermittelt abbrechen. Besonders in Park- und Erholungsanlagen wie am Ommersheimer Weiher stellt Grünastbruch eine besondere Gefährdung dar.
Zu den Ursachen gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Diskutiert werden unter anderem Hitzestress, Trockenstress sowie die hohe Belastung weit ausladender Kronenäste. Trotz zahlreicher Beobachtungen ist bis heute nicht abschließend geklärt, warum scheinbar gesunde Äste plötzlich versagen. Die Forschung geht deshalb von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus.
Mit den zunehmend längeren Hitze- und Trockenperioden der vergangenen Jahre rückt das Thema verstärkt in den Fokus von Fachleuten. Besonders betroffen sind Bäume mit großen Kronen und weit ausladenden Ästen. Solche Äste wirken wie lange Hebel und sind hohen Belastungen ausgesetzt. Am Ommersheimer Weiher sind davon vor allem die Pappelbestände der Anlage betroffen.
Auch an äußerlich gesunden Bäumen können schwere Äste ohne erkennbare Vorwarnung plötzlich abbrechen und zu Boden stürzen. Die Gefahr beschränkt sich nicht nur auf die Parkanlage am Ommersheimer Weiher. Sie kann überall auftreten, wo große Laubbäume stehen – etwa in Wäldern, auf Friedhöfen, an Straßen, in Wohngebieten oder an Freizeit- und Erholungsanlagen.
Die Gefahr lässt sich nur eingeschränkt vorhersagen. Vor dem Abbruch sind an den betroffenen Ästen keine äußerlich erkennbaren Schäden festzustellen. An den Bruchstellen finden sich weder Fäulnis noch andere Hinweise auf eine Vorschädigung. Auch regelmäßige Baumkontrollen können keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten.
Die Gemeinde bittet darum, die Absperrungen und Hinweise vor Ort zu beachten. Bis zum Abschluss der Sicherungsarbeiten bleiben die betroffenen Bereiche der Naherholungsanlage geschlossen.
Wichtigste Infos zur Sperrung am Ommersheimer Weiher
Gesperrt: Hinterer Teil der Anlage am Gangelbrunnen (Wege und Flächen unter Pappeln).
Gefahrenlage: Akute Lebensgefahr durch unvorhersehbare, spontane Astabbrüche.
Geöffnet: Die Gastronomie, die Minigolfanlage, das Tretbecken und der Rundweg um den Weiher sind weiterhin zugänglich.
Akute Gefahr durch überraschende Brüche gesunder Äste unter Pappeln
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