die Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes e.V. trauert um ihre Ehrenvorsitzende Ursula Roth, die sich über Jahrzehnte um den christlich-jüdischen Dialog im Saarland verdient gemacht hat.
Anbei dazu eine Pressemitteilung mit der Bitte um Berücksichtigung.
Foto: Ursula Roth (2.v.r.) bei der Verleihung der Schlomo-Rülf-Medaille in St. Wendel mit Armin Lang, Prof. Herbert Jochum und Kurt Stiefel (v.l.), Foto: Familie Roth
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Rieke Eulenstein
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Christlich-jüdische Arbeitsgemeinschaft Saarland trauert um Ursula Roth
Saarbrücken. Nach dem Tod ihrer Ehrenvorsitzenden hat der Vorstand der Christlich-jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS) sein Beileid ausgesprochen und die Verdienste der Verstorbenen gewürdigt.
Ursula Roth war am 19. Mai 2026 im Alter von 92 Jahren verstorben. Von 1994 bis 2002 wirkte sie als evangelische Vorständin der Arbeitsgemeinschaft, 2025 wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt.
„Voller Trauer und in tiefer Dankbarkeit“ nehme der Vorstand Abschied von Ursula Roth, wie es in einem Nachruf des Vereins heißt. Zeit ihres Lebens habe sie sich für den friedlichen Dialog zwischen Juden und Christen engagiert und sei gegen Antisemitismus eingestanden.
Ursula Roth (geb. Grebe) wurde 1934 im kurhessischen Kassel geboren und kam der Liebe wegen 1960 ins Saarland nach Saarbrücken, wo die Religionslehrerin und ihr Ehemann in den evangelischen Kirchengemeinden erst auf dem Rodenhof, später über Jahrzehnte in St. Johann ein geistliches Zuhause fanden.
In ihrer Gemeindearbeit setzte sich Ursula Roth vor allem für die Aufwertung der Frauen, die Ökumene und ganz besonders die Stärkung des christlich-jüdischen Dialogs ein. Zusammen mit Prof. Herbert Jochum, dem jahrzehntelangen katholischen Vorsitzenden, prägte sie die CJAS und deren Arbeit, etwa durch die Schaffung der Schlomo-Rülf-Medaille als Auszeichnung für Mitmenschen, die sich um die Verständigung zwischen Juden und Christen verdient gemacht haben, oder im Bemühen für die Errichtung des Schlomo-Rülf-Gedenkplatzes an der Berliner Promenade und dem „Band der Erinnerung“ vor der Saarbrücker Synagoge.