Mittwoch, 5. Oktober 2022
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    Gasölbesteuerung

    Agrar­mi­nis­ter der Län­der wol­len Land­wir­te bei Ener­gie­kos­ten entlasten

    Ministerin Berg fordert Senkung der Gasölbesteuerung

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    Saarland Today Redaktionen

    Wie kön­nen die Land­wir­te mit Blick auf die enorm gestie­ge­nen Kos­ten ins­be­son­de­re im Ener­gie­be­reich finan­zi­ell unter­stützt wer­den? Dies war eines der zen­tra­len The­men der Agrar­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Qued­lin­burg.  Damit die land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrie­be die stei­gen­den schul­tern kön­nen, sol­len sie eben­falls von den geplan­ten Hil­fen für Klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) im Rah­men des Ener­gie­preis­dämp­fungs­pa­kets pro­fi­tie­ren. Dar­in bestand Einig­keit beim Tref­fen der Agrar­mi­nis­te­rin­nen und Agrar­mi­nis­ter der Län­der und des Bundes. 

    Das for­der­te – gemein­sam mit Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Rhein­land-Pfalz und Thü­rin­gen sowie den uni­ons­ge­führ­ten Län­dern – dar­über hin­aus den Bund auf, die Ent­las­tung der Betrie­be für ver­wen­de­tes Gas­öl auf das EU-recht­lich maxi­mal mög­li­che Maß anzuheben. 

    Eine sol­che spür­ba­re Ent­las­tung der hei­mi­schen Land­wirt­schaft ver­bes­se­re ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit im euro­päi­schen Raum und sei Vor­aus­set­zung für eine Dämp­fung der Roh­stoff­kos­ten und damit auch der Preis­ent­wick­lun­gen von Lebensmitteln.

    Hin­ter­grund ist, dass ins­be­son­de­re der Kraft­stoff Die­sel in der Pra­xis nicht ohne wei­te­res ersetz­bar ist, jedoch zwin­gend benö­tigt wird. Bis auf weni­ge Aus­nah­men sind alle der­zeit ein­ge­setz­ten, selbst­fah­ren­den land­wirt­schaft­li­chen Maschi­nen auf Die­sel-Kraft­stoff ange­wie­sen. Das gilt für die Ern­te, die Boden­be­ar­bei­tung, wie auch für mecha­ni­sche Unkraut­be­kämp­fung. Letz­te­re ist gera­de für einen redu­zier­ten Ein­satz von che­misch-syn­the­ti­schen Pflan­zen­schutz­mit­teln, wie er im Öko­land­bau Stan­dard ist, in höhe­rem Maße erforderlich.

    Die Minis­te­rin Petra Berg beton­te: „Wir ste­hen in die­ser Fra­ge voll auf der Sei­te unse­rer Land­wir­te. Unse­re land­wirt­schaft­li­chen Betrie­be im Saar­land ste­hen der­zeit durch die Preis­ent­wick­lung bei den wich­tigs­ten Pro­duk­ti­ons­fak­to­ren enorm unter Druck. Eine Har­mo­ni­sie­rung der Ener­gie­be­steue­rung, in die­sem Fall durch eine Sen­kung der Gas­öl­be­steue­rung in Deutsch­land, könn­te gera­de im Grenz­ge­biet bestehen­de Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen ver­rin­gern und zu einer drin­gend benö­tig­ten Ent­las­tung der Betrie­be bei­tra­gen. Gleich­zei­tig ermu­ti­gen wir die Land­wir­tin­nen und Land­wir­te, den Umstieg auf den öko­lo­gi­schen Land­bau anzu­ge­hen oder an künf­tig ange­bo­te­nen Pro­gram­men teil­zu­neh­men, die eine Min­de­rung von Pflan­zen­schutz­mit­teln vor­se­hen. Mir ist die Ver­sor­gung mit regio­na­len Pro­duk­ten ein wei­te­res wich­ti­ges Anliegen.“

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