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    Nach­ruf auf einen lite­ra­ri­schen Grenzgänger

    Das Kulturministerium trauert um seinen ehemaligen Mitarbeiter Klaus Bernarding

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    Saarland Today Redaktionen

    Sei­ne zwei­te gro­ße Lie­be neben der Lite­ra­tur galt unse­rem Nach­bar­land Frank­reich. Ber­nar­ding, der vie­le Jah­re in Loth­rin­gen leb­te, hat die­ser Lie­be in sei­nen „Loth­rin­ger Pas­sa­gen“ und „Loth­rin­ger Kost­bar­kei­ten“ ein lite­ra­ri­sches Denk­mal gesetzt. Die­ses Denk­mal bleibt. Am 7. ist Klaus Ber­nar­ding im Alter von 87 Jah­ren gestorben. 

    „Mit Klaus Ber­nar­ding ver­liert das nicht nur einen bekann­ten und pro­fi­lier­ten Schrift­stel­ler und lite­ra­ri­schen Grenz­gän­ger, das für Bil­dung und Kul­tur ver­liert auch einen enga­gier­ten ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ter. Wir wer­den ihm ein ehren­des Andenken bewah­ren“, so Bil­dungs- und Kul­tur­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Strei­chert-Cli­vot zur Nach­richt vom Tod des Autors.

    Ber­nar­dings Pas­si­on war das Schrei­ben. In mehr als 20 Wer­ken — Lyrik, Erzäh­lun­gen und Rei­se­be­rich­te — bewies er lite­ra­ri­sche Kön­ner­schaft.  Sei­ne zwei­te gro­ße Lie­be neben der Lite­ra­tur galt unse­rem Nach­bar­land Frank­reich. Ber­nar­ding, der vie­le Jah­re in Loth­rin­gen leb­te, hat die­ser Lie­be in sei­nen „Loth­rin­ger Pas­sa­gen“ und „Loth­rin­ger Kost­bar­kei­ten“ ein lite­ra­ri­sches Denk­mal gesetzt.

    Sei­ne Füh­run­gen durch die fran­zö­si­sche Grenz­re­gi­on, die selbst für Ken­ner der Regi­on immer wie­der Neu­es und Über­ra­schen­des offen­bar­ten, waren schon fast legen­där. Sei­ne detail­lier­ten Kennt­nis­se lie­ßen sei­ne Füh­run­gen zu einem Kul­tur­er­leb­nis ers­ter Güte werden.

    1981/82 war Klaus Ber­nar­ding ers­ter Stadteil­au­tor der Lan­des­haupt­stadt , erhielt er 1987 den Autoren­preis der Aca­dé­mie d’Alsace.

    Nach Wirt­schafts­ab­itur in Saar­brü­cken, arbei­te­te Ber­nar­ding zunächst im Eisen­han­del, nahm spä­ter das Stu­di­um der Päd­ago­gik auf; es folg­te ein Zweit­stu­di­um der Phi­lo­so­phie, Sozio­lo­gie und Kunst­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des. Meh­re­re Jah­re war Klaus Ber­nar­ding als Leh­rer an all­ge­mein­bil­den­den tätig. Von 1975 bis 1978 lei­tet er das Kul­tur­amt der Stadt Sulz­bach, kehr­te aber wie­der in den Schul­dienst zurück. Von 1985 bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung im Jahr 2000 arbei­te­te er als Refe­rent bzw. Refe­rats­lei­ter im saar­län­di­schen Kultusministerium.

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