Freitag, 7. Oktober 2022
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    Minis­ter­prä­si­den­tin Reh­lin­ger bei Trans­for­ma­ti­ons­camp in Berlin

    Die Fra­ge stand am Don­ners­tag, 15. Sep­tem­ber 2022, im Zen­trum des Trans­for­ma­ti­ons­camps der Stif­tung Arbeit und Umwelt und der IGBCE in Ber­lin, an dem auch die saar­län­di­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Anke Reh­lin­ger teilnahm. 

    Sie dis­ku­tier­te im Rah­men des Panels „Trans­for­ma­ti­on der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie – Wie kann das gelin­gen?“ gemein­sam mit Fran­ces­co Grio­li, Mit­glied des geschäfts­füh­ren­den Haupt­vor­stands der IGBCE, Dr. Bir­git Ort­lieb, Direc­tor Govern­men­tal Affairs von Dow Deutsch­land, und Tho­mas Wes­sel, Per­so­nal­vor­stand und Arbeits­di­rek­tor der Evo­nik Indus­tries, über die Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen des Trans­for­ma­ti­ons­drucks, der im Saar­land beson­ders hoch ist. 

    In die­sem Zusam­men­hang ging Reh­lin­ger auch auf den Trans­for­ma­ti­ons­fonds ein, den die saar­län­di­sche Lan­des­re­gie­rung in die­ser Woche ver­ab­re­det hat und der die finan­zi­el­le Grund­la­ge schafft, um den Struk­tur­wan­del zu gestal­ten: „Bei uns sind rela­tiv gese­hen mehr Men­schen in Stahl- und Auto­mo­bil­in­dus­trie beschäf­tigt als in jedem ande­ren Bun­des­land. Der Struk­tur­wan­del im Saar­land ist daher ein Lack­mus­test für ganz Deutsch­land. Gelingt er hier, kann er über­all gelin­gen. Und das ist eine Auf­ga­be im natio­na­len Inter­es­se, um gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se zu sichern. Kei­ne Regi­on darf abge­hängt wer­den! Der Trans­for­ma­ti­ons­fonds ist ein Ermög­li­chungs-Instru­ment, ein Mög­lich-Macher für eine Deka­de der Leit­in­ves­ti­tio­nen in Indus­trie, Infra­struk­tur und Inno­va­ti­on. Die Bot­schaft die­ses Fonds der Zukunfts­chan­cen für ein Saar­land im Wan­del lau­tet: Wir sind bereit und wir schaf­fen die Zukunft.“

    Ministermpräsidentin Anke Rehlinger auf dem Transformationscamp - © Andrea Vollmer
    Minis­term­prä­si­den­tin Anke Reh­lin­ger auf dem Trans­for­ma­ti­ons­camp — © Andrea Vollmer

    Reh­lin­ger hob dabei auch her­vor, dass der Trans­for­ma­ti­ons­fonds Wirt­schaft und Kli­ma­schutz zusam­men­brin­ge. Die Trans­for­ma­ti­on der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie anzu­ge­hen, ist aus ihrer Sicht zwin­gend not­wen­dig: „Der Kli­ma­wan­del war­tet nicht auf uns. Nach drei Dür­re­som­mern in den letz­ten fünf Jah­ren und einer Über­schwem­mung von kata­stro­pha­lem Aus­maß im letz­ten Jahr dürf­te wirk­lich jedem bewusst sein, dass die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels schon jetzt in Deutsch­land ihr zer­stö­re­ri­sches Aus­maß zei­gen. Von ande­ren Gegen­den welt­weit ganz zu schwei­gen. Die Kar­ten auf dem Ener­gie­markt wer­den neu gemischt. Ich bin mir sicher, dass dabei die Uhren nicht zurück­ge­dreht wer­den dür­fen. Wir müs­sen den Zug aufs Gleis Rich­tung Zukunft set­zen. Die Umstel­lung auf treib­haus­gas­neu­tra­le Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren und Pro­duk­te ist wei­test­ge­hend tech­nisch mög­lich. Ins­be­son­de­re Was­ser­stoff ist dabei ein Schlüsselelement.“

    Ein wei­te­res The­ma in Reh­lin­gers Panel: Die aktu­el­le Kri­se auf dem Ener­gie­markt. Für die Minis­ter­prä­si­den­tin ist klar: „Die Ener­gie­kri­se wirkt gera­de wie ein Beschleu­ni­ger für die Trans­for­ma­ti­on und zwingt uns, die Moder­ni­sie­rung unse­res Lan­des an vie­len Stel­len mas­siv zu beschleu­ni­gen nach dem Mot­to ‚Jetzt erst Recht!‘. Das ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, die uns noch man­ches abver­lan­gen wird. Wenn wir aber eins bewie­sen haben, dann, dass wir in der Lage sind, gestärkt aus Kri­sen her­vor­zu­ge­hen. Wenn die Kar­ten neu gemischt wer­den, ist das auch immer eine Chan­ce. Des­halb soll­ten wir die Her­aus­for­de­rung der Trans­for­ma­ti­on durch­aus opti­mis­tisch und vol­ler Selbst­ver­trau­en annehmen.“

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