Donnerstag, 6. Oktober 2022
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    Bil­dungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Strei­chert-Cli­vot zum Bericht der Arbeits­kam­mer an die Regie­rung des Saarlandes

    Die Arbeits­kam­mer des hat heu­te ihren Jah­res­be­richt an die Regie­rung des Saar­lan­des mit dem Schwer­punkt­the­ma Bil­dung vor­ge­stellt. Mit dem Bericht die Arbeits­kam­mer ins­be­son­de­re höhe­re Bil­dungs­in­ves­ti­tio­nen im . Hier­zu erklärt Bil­dungs- und Kul­tur­mi­nis­te­rin Streichert-Clivot:

    „Der Bericht macht sehr deut­lich: Wenn wir mehr Chan­cen­gleich­heit, bes­se­re  Zukunfts­per­spek­ti­ven für alle Kin­der und Jugend­li­chen und bes­se­re Bedin­gun­gen für Fami­li­en im Land wol­len, brau­chen wir hohe Inves­ti­tio­nen in unser Bil­dungs­sys­tem. Mit ihrem Bericht gibt die Arbeits­kam­mer wich­ti­ge Impul­se, dafür bin ich aus­drück­lich dank­bar. Der Bericht ist gleich­zei­tig eine Bestä­ti­gung für unse­re Poli­tik: Denn in den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben wir vie­le Ver­bes­se­run­gen erreicht und wich­ti­ge Pro­jek­te – wie den Aus­bau der digi­tal gestütz­ten Bil­dung, des Ganz­tags oder den Abbau der Kita-Eltern­bei­trä­ge – ent­schei­dend vor­an­ge­bracht. Es war har­te Arbeit, in der gro­ßen Koali­ti­on den kurz­sich­ti­gen Spar­kurs der Vor­gän­ger­re­gie­run­gen umzu­keh­ren in einen Inves­ti­ti­ons- und Erfolgs­kurs. Vie­le Her­aus­for­de­run­gen blei­ben und es sind auch neue hin­zu­ge­kom­men, wie etwa die mas­si­ven nega­ti­ven Fol­gen der Coro­na-Kri­se für vie­le Kin­der und Jugend­li­che. Abge­se­hen von den unbe­strit­ten not­wen­di­gen Bil­dungs­in­ves­ti­tio­nen ist für mich die aktu­ell wich­tigs­te bil­dungs­po­li­ti­sche For­de­rung: Es darf kei­ne erneu­ten Schul­schlie­ßun­gen im Herbst und Win­ter geben!“ 

    Das Saar­land hat sei­ne Inves­ti­tio­nen in die Bil­dung von Schüler:innen an öffent­li­chen Schu­len seit 2011 mas­siv gestei­gert. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt  hat­te das Saar­land 2011 pro Schüler:in 5.600 Euro jähr­lich inves­tiert, im Jahr 2020 waren es 8.200 Euro – eine Stei­ge­rung um gut 46 Pro­zent. Wie der Bil­dungs­mo­ni­tor 2021 belegt, hat das Saar­land par­al­lel dazu seit 2013 von allen Bun­des­län­dern die größ­ten Fort­schrit­te im Bil­dungs­be­reich gemacht. Laut der Ver­gleichs­stu­die des Insti­tuts der Wirt­schaft (IW) hat­te das Saar­land 2013 noch den vor­letz­ten Platz im Län­der­ran­king belegt – und sich bis 2021 auf den 5. Platz hochgearbeitet. 

    Am 1. 2022 hat­te die Prä­si­den­tin der Kultusminister:innenkonferenz (KMK) Karin Prien in Ber­lin die Ergeb­nis­se des Bil­dungs­trends 2021 „Kom­pe­ten­zen in den Fächern Deutsch und Mathe­ma­tik am Ende der 4. Jahr­gangs­stu­fe: Ers­te Ergeb­nis­se nach über einem Jahr Schul­be­trieb unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen“ des Insti­tuts für Qua­li­täts­ent­wick­lung im Bil­dungs­we­sen (IQB) für Deutsch­land ins­ge­samt vor­ge­stellt. Eine län­der­be­zo­ge­ne Aus­wer­tung der Daten soll im Herbst 2022 vor­ge­stellt wer­den. Ins­ge­samt zei­gen sich laut IQB-Bericht in allen unter­such­ten Fächern und Kom­pe­tenz­be­rei­chen ungüns­ti­ge Trends für die Basis­kom­pe­ten­zen, die Viertklässler:innen in Deutsch­land nach mehr als einem Jahr pan­de­mie­be­ding­ter Ein­schrän­kun­gen im Schul­be­trieb erreich­ten. Beson­ders betrof­fen sind dem­nach Schüler:innen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, auch der sozio-öko­no­mi­sche Sta­tus hat im nega­ti­ven Sin­ne wie­der an Bedeu­tung gewonnen.

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