Samstag, 8. Oktober 2022
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    Teich­mu­scheln in Nun­kir­chen gerettet

    Durch Poli­zei­be­am­te der PI Nord­saar­land wur­de wäh­rend einer Strei­fen­fahrt fest­ge­stellt, dass an einem Fisch­wei­her in der Nähe des Wader­ner Orts­teils Nun­kir­chen das Was­ser größ­ten­teils abge­las­sen wor­den war. In der nicht mehr bewäs­ser­ten Flä­che lagen zahl­rei­che ver­en­de­te Teich­mu­scheln, die als stark gefähr­det gel­ten und unter Natur­schutz ste­hen. Fer­ner wur­de fest­ge­stellt, dass auf dem Gelän­de Eter­nit­ab­fäl­le gela­gert wur­den, wel­che offen­bar asbest­hal­tig sind. Zudem wur­den Holz­stäm­me aus dem nahe­ge­le­ge­nen Los­hei­mer Bach her­aus­ge­zo­gen und zer­schnit­ten, obwohl sich dort deut­li­che Spu­ren von Bibern (streng geschütz­te Tier­art) finden.

    Noch leben­de Teich­mu­scheln wur­den sofort durch die ein­schrei­ten­den Poli­zei­be­am­ten vom Rand­be­reich des Wei­hers in tie­fe­res Was­ser verbracht.

    Durch die Poli­zei wur­de das Lan­des­am­tes für Umwelt- und Arbeits­schutz sowie der Biber­be­auf­trag­te infor­miert, wor­auf­hin die fach­kun­di­gen Per­so­nen umge­hend per­sön­lich vor Ort erschie­nen. Es wur­den schwer­wie­gen­de Ein­grif­fe in Umwelt und Lebens­raum des streng geschütz­ten Bibers fest­ge­stellt und außer­dem ver­fügt, dass sei­tens des Päch­ters der Wei­her­an­la­ge Dämm­bret­ter ein­ge­setzt wur­den, sodass der Was­ser­stand wie­der ent­spre­chend geho­ben wer­den kann.

    Den Eigen­tü­mer und den Päch­ter der Wei­her­an­la­ge erwar­ten nun­mehr Ermitt­lungs­ver­fah­ren auf­grund des Ver­dachts des Uner­laub­ten Umgan­ges mit Abfäl­len sowie des Ver­sto­ßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

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