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7,0 Prozent

Infla­ti­ons­ra­te im Dezem­ber unter Jahresdurchschnitt

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erhöhten sich die Verbraucherpreise im Dezember 2022 im Vergleich zu Dezember 2021 um 7,0 Prozent.

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Damit schwäch­te sich die Teue­rung etwas ab, ver­harrt aber wei­ter­hin auf einem hohen Niveau. Im Vor­mo­nat Novem­ber hat­te die Infla­ti­ons­ra­te nach end­gül­ti­ger Berech­nung bei 8,2 Pro­zent gele­gen. Die Infla­ti­ons­ra­te im Dezem­ber 2022 lag unter dem Jah­res­durch­schnitt von 7,1 Pro­zent. Gegen­über Novem­ber 2022 war ein Rück­gang des Ver­brau­cher­preis­in­de­xes um 0,6 Pro­zent zu ver­zeich­nen. Der aktu­el­le Wert des Ver­brau­cher­preis­in­de­xes liegt bei 118,2 (Basis­jahr 2015=100).

Ener­gie- und Nah­rungs­mit­tel­prei­se sind wei­ter­hin ein wesent­li­cher Preis­trei­ber, trotz leich­ter Ent­span­nung bei den Ener­gie­prei­sen.
Haus­halts­en­er­gie ver­teu­er­te sich gegen­über Dezem­ber 2021 um 14,6 Pro­zent. Die Prei­se für Heiz­öl leg­ten um 44,9 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat zu. Bei den Kraft­stoff­prei­sen ver­lang­sam­te sich die Teue­rung spür­bar, den­noch blei­ben sie auf einem hohen Niveau. Kraft­stoff war um 7,2 Pro­zent teu­rer als im Dezem­ber 2021. Dabei stie­gen die Prei­se für Die­sel um 16,4 Pro­zent und für Ben­zin um 3,0 Pro­zent. Auch für den Umstieg auf fes­te Brenn­stof­fe, wie z. B. Holz­pel­lets oder Brenn­holz muss­te wesent­lich tie­fer in die Tasche gegrif­fen wer­den: im Saar­land stie­gen die Prei­se hier­für um 68,6 Pro­zent. Die „Dezem­ber-Ein­mal­zah­lung“ zur Ent­las­tung der pri­va­ten Haus­hal­te von den enorm gestie­ge­nen Prei­sen für Erd­gas und Fern­wär­me aus dem drit­ten Ent­las­tungs­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung wirk­te auf die Ver­brau­cher­prei­se dämp­fend. Aller­dings ist die­ser Dämp­fungs­ef­fekt auf die Ver­brau­cher­prei­se nur teil­wei­se gege­ben, da nicht alle pri­va­ten Haus­hal­te von der Maß­nah­me im Dezem­ber 2022 pro­fi­tier­ten. Ins­be­son­de­re die Grup­pe der Mie­te­rin­nen und Mie­ter ohne eige­nen Gas- und Fern­wär­me­ver­sor­gungs­ver­trag erhal­ten die Ent­las­tung erst spä­ter, zum Bei­spiel über eine Rück­zah­lung oder als Ver­rech­nung mit der jähr­li­chen Kos­ten­ab­rech­nung. Alle Rück­zah­lun­gen oder Ver­rech­nun­gen, die nicht ein­deu­tig dem Berichts­mo­nat Dezem­ber direkt zuzu­ord­nen sind, kön­nen im Ver­brau­cher­preis­in­dex nicht berück­sich­tigt werden.

Gegen­über Dezem­ber 2021 nah­men die Prei­se für Nah­rungs­mit­tel im Dezem­ber 2022 merk­lich um 18,4 Pro­zent zu. Damit war der Preis­an­stieg mehr als dop­pelt so hoch wie die Gesamt­teue­rung. Preis­stei­ge­run­gen waren in allen Lebens­mit­tel­grup­pen zu ver­zeich­nen. Über­durch­schnitt­lich teu­er waren Spei­se­fet­te und ‑öle (+ 40,8 %), dar­un­ter stie­gen die Prei­se für But­ter um 42,7 Pro­zent. Deut­lich mehr als im Dezem­ber 2021 zahl­ten Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher auch für Mol­ke­rei­pro­duk­te und Eier (+ 36,4 %) sowie für Brot und Getrei­de­er­zeug­nis­se (+ 19,0 %). Fleisch und Fleisch­wa­ren kos­te­ten 17,5 Pro­zent mehr. Gemü­se war um 13,2 Pro­zent teu­er und Obst um 3,3 Pro­zent güns­ti­ger als im Vorjahresmonat.

Für Spei­sen und Geträn­ke muss­ten Gäs­te in Restau­rants 11,8 Pro­zent mehr aus­ge­ben als im Vor­jah­res­mo­nat.
Mode­rat fiel der Preis­an­stieg bei Beklei­dung und Schu­hen aus. Hier lag das Preis­ni­veau um 4,5 Pro­zent höher als vor einem Jahr.
Die Net­to­kalt­mie­ten, die etwa ein Fünf­tel der durch­schnitt­li­chen Ver­brauchs­aus­ga­ben pri­va­ter Haus­hal­te aus­ma­chen, stie­gen um 2,0 Prozent.

Quelle:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der saarländischen Staatskanzlei

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