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Saarbrücken
Besuch im KKW Cattenom

Umwelt­mi­nis­te­rin Berg macht sich ein Bild von AKW Cattenom

Laufzeitverlängerung und Stand der Technik nach wie vor kritisch!

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Der Betrei­ber des fran­zö­si­schen Kern­kraft­werks Cat­te­nom plant seit eini­gen Jah­ren die Lauf­zeit des Mei­lers über 40 Jah­re hin­aus zu erhö­hen. Aktu­ell hängt nur Block 2 am Netz. Die Blö­cke 1,3 und 4 wer­den der­zeit gewar­tet und geprüft, sol­len aber per­spek­ti­visch wie­der ans Netz. Umwelt­mi­nis­te­rin Petra Berg hat nun das Kern­kraft­werk besucht und sich ein Bild über die aktu­el­le Lage gemacht.

„Trotz hoher Inves­ti­tio­nen in die Moder­ni­sie­rung des Kraft­werks, die auch durch mein Haus beglei­tet wer­den, bleibt Cat­te­nom ein stör­an­fäl­li­ger Mei­ler, der so lan­ge Zeit nicht am Netz gehal­ten wer­den soll­te“, so Berg. „Allei­ne auf­grund der all­ge­mei­nen Mate­ri­al­er­mü­dung ist eine Lauf­zeit­ver­län­ge­rung nicht ver­tret­bar. Die  Nach­rüs­tun­gen sind zwar löb­lich, wer­den die Anla­ge aber nie auf den „Stand der Tech­nik“, also das Niveau heu­ti­ger euro­päi­scher Sicher­heits­stan­dards heben können.“

Die Minis­te­rin lobt trotz­dem den offe­nen Umgang, die grenz­über­schrei­ten­de Kom­mu­ni­ka­ti­on und die gemein­sa­men Übun­gen, an denen auch das saar­län­di­sche Innen­mi­nis­te­ri­um betei­ligt ist. Berg: „So offen der Aus­tausch auch ist, bleibt der Reak­tor in Cat­te­nom aber ein Sicher­heits­ri­si­ko für die Bevöl­ke­rung und die Umwelt. Per­spek­ti­visch ist eine Abschal­tung wei­ter­hin unser Ziel.“

Fran­zö­si­sche Kern­kraft­wer­ke haben kei­ne fest­ge­leg­te Lauf­zeit, sind aber auf 40 Jah­re aus­ge­legt. Alle zehn Jah­re fin­det eine gro­ße Inspek­ti­on statt (Visi­te Décen­na­le, VD), nach der die fran­zö­si­schen Behör­de für nuklea­re Sicher­heit ASN eine Betriebs­ge­neh­mi­gung für wei­te­re 10 Jah­re erteilt. Für den Block 4 ist der Beginn der 10-Jah­res­in­spek­tio­nen (VD 3) für März 2023 vor­ge­se­hen. Block 1 wird im Jahr 2026 als ers­ter des Stand­or­tes eine Lauf­zeit von 40 Jah­ren erreichen.

Quelle:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz

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