Thomas Lutze (MdB): Grenzschließungen nach Frankreich sind unwirksam und kontraproduktiv

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Nach Ansicht der Saar-Linken erfüllt die Schließung der Grenze zum benachbarten Frankreich nicht dem Zweck, die Ausbreitung des Corvid-19-Viruses einzudämmen. „Diese Schließung ist vollkommen willkürlich. Genauso hätte man die Grenze zu Rheinland-Pfalz schließen können, oder die Grenze zwischen den Landkreisen St. Wendel und Merzig-Wadern. Entscheidend ist, dass die Menschen wenn möglich zu Hause bleiben und nur für die notwenigsten Sachen das Haus verlassen. In Frankreich gilt ein strengeres Ausgehverbot als in Deutschland. Deshalb besteht auch keine Gefahr, dass tausende Einkaufstouristen die hiesigen Super- und Drogeriemärkte besuchen. Spielhallen und Bordelle, die in Frankreich verboten sind, haben hierzulande derzeit auch geschlossen.“

Lutze weiter: „Für die zahlreichen Berufspendler entstehen durch die Schließung der kleinen Straßenverbindungen deutliche längere Wege zu ihren Arbeitsplätzen. Es ist einer in Lothringen lebenden Krankenschwester, die im Saarland arbeitet, nicht zu vermitteln, dass sie derzeit bis zu 50 km mehr fahren muss – und zwar täglich.“

Die aktuellen Maßnahmen der Grenzschließungen erfüllen nicht den Zweck der Eindämmung der Virenausbreitung. „Sie bergen aber die Gefahr, dass das über Jahrzehnte gewachsene freundschaftliche Verhältnis zwischen den Menschen Schaden erleidet. Vor dem Hintergrund der Geschichte unserer Großregion ein zu hohes Risiko“, so der Landesvorsitzender der Saar-Linken abschließend.

 

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