Tag 4 der Ausgangsbeschränkungen

Lieferwagen an einer Rampe
Foto: (c) Pixabay

Unterbrochene Lieferketten – steigende Fallzahlen – exzentrischer König

(gew). Wird der Dienstag ein Tag wie jeder andere (seit Samstag)? Die Sonne lacht, aber es weht draußen ein kaltes Lüftchen.

Speditionen gehören derzeit zu den arg Gebeutelten. Staus an der Grenze, Krankmeldungen, Überbelastung machen der Branche schwer zu schaffen. So sind – und nicht nur wegen der Hamsterkäufe – auch derzeit viele Leerstände für gewisse Produkte zu erklären. Die Lieferkette ist oftmals unterbrochen, „es fließt nicht wie sonst“, erklärt uns ein Unternehmer.

Blumengeschäfte mussten ihre Ware anderweitig abverkaufen oder schlichtweg entsorgen. Ist für manchen der Wochenmarkt noch eine Ausweichmöglichkeit, so steht manch anderer ratlos vor dem aus Holland angereisten 10-Tonner mit Frisch-Blumen; die Bestellung erfolgte vor Auferlegung der bekannten Sanktionen.

Wie ist die Lage?

10:59 Uhr: Mehr als 30.000 Infizierte in Deutschland.

11:59 Uhr: Spanien meldet 500 Tote innerhalb eines Tages.

13:50 Uhr:  Die Olympischen Spiele finden erst 2021 statt – einmalig diese Verlegung. Dies geschah erst auf Druck mancher Nationen, die damit gedroht hatten, ihre Teams nicht anreisen zu lassen. Dagegen war auch IOC-Präsident Dr. Bach machtlos, der die Auffassung vertreten hatte, man könne „Olympia nicht einfach so wie ein Fußballspiel absagen“. Erklärlich wird das in dem „Rattenschwanz“, der an dem „Koloss Olympia“ (übrigens beide Wörter griechischen Ursprungs) hängt: Neben den vertraglich vereinbarten Übertragungsrechten bleiben die Veranstalter zunächst auf den bereits verkauften Wohnungen des olympischen Dorfes sind – die zukünftigen Mieter bzw. Eigentümer müssen sich jetzt ein Jahr gedulden. Was geschieht mit dem Leerstand? Gelten die von den Sportlern erbrachten Qualifikationsleistungen bis 2021 oder werden die (nicht die Sportler!) „eingefroren“? Nur zwei Aspekte hinter den Kulissen, die uns zum Nachdenken anregt.

15:30 Uhr: Heute sind mehr Spaziergänger als sonst unterwegs, man trifft inzwischen immer dieselben, mit und ohne Wautzi.

17:19 Uhr: „Uhser Gret“, nein nicht die Annegret, sondern Umwelt-Mutter Greta ist „sehr wahrscheinlich infiziert“. Zeit zum weiteren Nachdenken über die Zunkunft der welt ist demnach gegeben. 

17:42 Uhr: Niederlande melden 63 Todesfälle in 24 Stunden.

In NRW wird ein Bußgeld-Katalog veröffentlicht; Sanktionsbrecher sollen hart bestraft werden. Schön und gut – man muss sich nur fragen, ob diese Unvernünftigen ihre Strafe auch zahlen können. Herr Laschet droht mit hartem Durchgreifen, ab 200 € aufwärts – da kann er schon mal in Iserlohn beginnen….eine Bekannte meldet mir den Zugriff der Polizei auf einem örtlichen Spielplatz.

In St. Wendel werden Bauernmarkt (Ende Mai) Stadtfest (19. bis 21. Juni) abgesagt. Einerseits vernünftig, andererseits lässt dies darauf schließlich, dass wir uns noch lange einschränken müssen.

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