Tag 3 der Ausgangsbeschränkungen

Wir bleiben für euch da !!! Bleibt für uns Zuhause
Foto: (c) Pixabay

Danke, Ihr Dienstleister und Arbeitenden!

(gew). 10:00 Uhr: Der Langschläfer (es wurde heute Morgen 4 Uhr!) will sich am Frühstück ergötzen, da macht sich die rundum verteilte Medientechnik bemerkbar: In der Mailbox trudeln die ersten Infos ein, auf dem Tablett gibt’s aktuelle Weltnachrichten, das Handy präsentiert über WA von Freunden Vor-Ort-Problemchen. 

Heute widmen wir uns mal aus gegebenem Anlass mal den Dienstleistern. In Sulzbach soll(t)en in den Haushalten eines Straßenzuges übermorgen Heizungsmessgeräte installiert werden. Mehrere Absagen von Hausbewohnern führen dazu, dass die zuständige Firma „mit Verständnis“ reagiert und den Termin aufschiebt. Danke, Frau Kunz!

Ein Schornsteinfeger soll neben seiner Dienstleistung auch Glück bringen, wenn man einem alten Sprichwort Glauben schenken darf. Ein solcher Glücksbringer begehrt in Fraulautern in einem Haushalt Einlass. Die anwesende Dame des Hauses verwehrt dem jungen Mann jedoch den Zutritt, als sie von ihm erfährt, dass er vergangene Woche in 80 Haushalten war. Er könne nicht sagen, ob er das Virus hat. Der Arme, er wird sich in der Kundschaft auch weiterhin Absagen einhandeln. Der Kunde hat jedoch das Recht abzusagen. Danke, Mona, für die Info!

Meine Wenigkeit hätte am Mittwoch einen lange avisierten Termin bei meiner sich seit fast 25 Jahren meinem „Esszimmer“ annehmenden Zahnärztin. Ich sage jedoch „aus gegebenem Anlass“ ab. Danke, Katrin, für’s Verständnis!

Der Berichterstatter geht einer selbständigen Honorartätigkeit nach. Mein Auftraggeber hat bis 26. April geschlossen. Verdienstausfall wie bei allen Selbständigen, ich denke da mal an die Kolleg/inn/en, die den lieben Kinderlein tagtäglich nachmittags Wissen nachzuvermitteln versuchen. Da steht ja seit 10. März auch noch die Steuervorauszahlung an. Die Steuerberaterin wird mit dem Finanzamt in dieser Sache kommunizieren. Danke, Frau Quinten!

In Berlin stehen bei Siemens die Fließbänder nicht still. Im Schichtdienst wird montiert, produziert, organisiert. Unter den Mitarbeiter/innen auch eine gestandene Karnevalspräsidentin und Gardetrainerin. Sie muss seit gestern ihren Mitarbeiternachweis mit führen. Gearbeitet wird trotz Virus. Danke, heike!

10:44 Uhr: Mehr als 26.000 Infizierte in Deutschland, allein 49 davon im Landkreis St. Wendel.

10:56 Uhr:  Das RKI (Robert-Koch-Institut) meldet, die Fallzahlen. Trotzdem, Ihr lieben Mitmenschen da draußen: Nicht „iwwerzwerch“ werden, weiterhin die Regeln einhalten!

11:00 Uhr: Der obligatorische Drahteselritt durch die City zeigt Keine Geselligkeit, nur Stille. Kennt man sonst nur vom Friedhof. Dort bin ich jetzt – mein Vater wäre heute 103 Jahre alt geworden. Er hat den Krieg erlebt, ich erlebe die Epidemie.

Ich assoziiere die Fotos aus Bergamo, Militärlastwagen bringen die Toten zur Bestattung – welch eine Würdelosigkeit auf dem letzten Weg, es geht dort aber nict anders. Möge uns das erspart bleiben!

Unterwegs nur Straßenbauarbeiter und Ladeneinrichter sind aktiv. Sogar der sonst (manchmal überflüssig frequentierte) Parkplatz vor der Post ist – leer.

12:04: Zahl der Todesfälle in Spanien steigt.

12:26 Uhr: Das Kabinett beschließt ein bisher beispielloses Hilfspaket zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen.

12:30 Uhr: Am Dienstleistungsort Tholeyerberg haben die Ärzte, DM und der Bäcker geöffnet, aber die BEK und die Textildiscounter haben nach wie vor geschlossen. Und auf den benachbarten Bahngleisen steht alles still, weil das Virus es so will.

Die Zuwegung zum Radweg/zur Bahntrasse wird gerade von der Polizei angefahren, Kontrolle durch Augenscheinnahme – alles oki! Danke, Ihr Freunde und Helfer! Ihr habt’s nicht leicht derzeit.

Der Pendler-Parkplatz ist gut belegt, einige Werktätige sind also noch zugange. Danke, was auch immer Ihr für uns tut!

13:26 Uhr: Am Ausgangspunkt des Virus in Wuhan wird nach zwei Monaten wieder gearbeitet. Sagen die Chinesen die Wahrheit?

14:23 Uhr: Eine Anwaltskanzlei erstattet Anzeige gegen das Land Tirol, wo unter besten Virus-Entfaltungsmöglichkeiten unter dem Karneval entflohenen Skihaserln und –deppen (sorry, Wut kommt in mir auf) gefeiert wurde, bis der Arzt kam.

15:15 Uhr: Walken am Nachmittag auf dem Konversionsgelände. Mehr Spaziergänger als gestern unterwegs, darunter sind welche, die wohl im Mathematikunterricht gerade dann gefehlt haben, als die Längenmaße durchgenommen wurden. Zwei Meter Abstand! „Danke“, wenn wir wegen Euch weiteren Auflagen im Alltag nachkommen müssen!

16:29 Uhr: Frankfurt/Main untersagt Hamsterkäufe. Hätte auch bei uns früher kommen können, denn auch heute gibt’s kein Toilettenpapier. Und einige unentwegte Umtriebige kaufen heute ein – haben die über’s WE alles verbraucht?

16:52 Uhr: Supermärkte beginnen bundesweit, den Einlass zu reglementieren. Gut so!

18:03 Uhr: Weltweit 300.000 registrierte Fälle – nach Infos der WHO beschleunigt sich die Ausbreitung.

18:54 Uhr: 600 neue Tote in Italien.

19:56 Uhr: Neuinfektionen und Todesfälle nehmen im Nachbarland Frankreich zu.

20:12 Uhr: Mehr als 29.000 Infizierte in Deutschland.

Was den Autor erstaunt ist, dass in diesen uns beutelnden Zeit Gelichter, Gesocks, Lumpen, Banditen, kurzum: Kriminelle haben Hochkonjunktur. Hauseinbrüche, Sachbeschädigungen, Ladendiebstähle, Belästigungen allerorten. Ich bin jetzt mal ganz bösartig: Ich würde denen ein Virus dorthin legen, wo sie einsteigen, klauen, andere schädigen wollen. Die Bestätigung meiner Einschätzung kommt prompt über den Ticker: Kriminelle nutzen Angst vor Corona-Virus. Und dass Raser leere Straßen für Rennen nutzen, berichtete ich ja schon vor einigen Tagen.

Tag drei ist vorbei – wir schauen weiterhin mit Besorgnis in die Welt und leisten tapfer unseren Beitrag zur Unterbrechung der Infektionskette.

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