Bürgermeister von Kommunen mit Zoos und Tierparks halten deren Öffnungen mit Einschränkungen für möglich und notwendig

Löwe
Foro: (c) Pixabay

Saarländische Bürgermeister mit Zoos und Tierparks halten deren Öffnungen mit Einschränkungen für möglich und notwendig. Nachdem in Rheinland-Pfalz Zoos und Tierparks für Besucher ab dem 20. April geöffnet sind, befürworten auch mehrere Bürgermeister saarländischer Kommunen eine Öffnung ihrer Parks – wenn auch mit Einschränkungen.
 
Uwe Conradt und Jörg Aumann, die Oberbürgermeister von Saarbrücken und Neunkirchen, verweisen unter anderem auf die Weitläufigkeit der saarländischen Zoos. „Abstandsgebote dort einzuhalten, ist genauso problemlos möglich wie bei den bisher schon erlaubten Spaziergängen in Parks und Wäldern.“ Aus ihrer Sicht müssten bei einer Öffnung die Besucherströme gemanagt, kontrolliert und auch entzerrt werden, Indoor-Gehege wie Reptilien- und Elefantenhäuser vorerst geschlossen bleiben und Vorführungen sowie geführte Touren weiter ausfallen.
 
„Uns geht es darum, den Menschen und insbesondere Familien mit Kindern einen schönen Zoobesuch zu ermöglichen und einem ‚Lagerkoller‘ entgegenzuwirken“, sagen Conradt und Aumann. „Das Corona-Virus wird uns noch sehr lange begleiten", so die Verwaltungschefs der beiden größten saarländischen Städte. „Direktes soziales Miteinander wird nur sehr vorsichtig möglich sein, und dies mit gebotenem Abstand. Parkanlagen, Wälder, aber auch Zoos und Tierparks bieten dazu die besten Gelegenheiten, damit die Menschen sich daran gewöhnen können - natürlich mit entsprechenden Sicherheits- und Abstandsgeboten."
 
Der Bürgermeister von Freisen, Karl-Josef Scheer, in dessen Gemeinde sich der Naturwildpark befindet, spricht sich ebenfalls für eine Öffnung der saarländischen Tierparks aus. „Was für die Rheinland-Pfälzer möglich ist, sollte auch im Saarland möglich sein“, sagt Karl-Josef Scheer. „Unsere saarländischen Parks sind so weitläufig, dass es unwahrscheinlich ist, dass es zu großen Menschenansammlungen auf engstem Raum kommt“, führt der Freisener Bürgermeister weiter aus.
 
Auch Marcus Hoffeld, Bürgermeister der Kreisstadt Merzig, der die derzeitig geltenden Abstandsregeln ebenfalls als notwendig ansieht, kann sich eine Öffnung der Tierparks vorstellen. In Merzig sind der Merziger Tierpark und der Wolfspark-Werner Freund beheimatet.
 
„Fast alle Bürgerinnen und Bürger verhalten sich vorbildlich und halten die derzeit geltenden Abstandsregeln ein, auch zu Menschenansammlungen kommt es nicht“, sagt der Merziger Bürgermeister. „Ich bin davon überzeugt, dass sich auch bei einer Öffnung der Tierparks alle an die Regeln halten würden - und die wenigen, die es eventuell nicht tun, sehen sich einer deutlichen Mehrheit von Menschen gegenüber, die sie dann hoffentlich zur Vernunft bringen."
 
Die Bürgermeister sehen es daher als sinnvoll an, die Parks zu öffnen, auch um den Menschen ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, denn viele besuchen die Parks regelmäßig und vermissen die Tiere.
 
Auch für Scheer und Hoffeld steht aber fest, dass bei einer möglichen Öffnung Führungen durch den Park oder Vorführungen in den Gehegen vorerst noch ausbleiben sollen.

 

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