„Das Lager Gurs und die saarländischen Spanienkämpfer“ - Vortrag von Max Hewer

Blick auf das Rathaus Saarlouis
foto: (c) Saarland Today

Die Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit im Saarland wird zu ihrem Jahresthema „Erinnerung an die Deportation der badischen, pfälzischen und saarländischen Juden nach Gurs“ mehrere Veranstaltungen durchführen. 80 Jahre ist es nun her, dass Juden aus den genannten Gebieten in das Lager am Rande der französischen Pyrenäen verbracht wurden. Die meisten von ihnen wurden später in die Vernichtungslager deportiert und in den Gaskammern ermordet.

Weniger bekannt ist, dass das Lager Gurs zunächst ein Lager für Flüchtlinge aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) war. Außerdem wurden dort Kämpfer der Spanischen Republik interniert, auch die Internationalen Brigaden - Freiwillige aus über 70 Nationen - die gegen den rechten Putsch des Francisco Franco gekämpft hatten. Unter diesen internationalen Spanienkämpfern befanden sich auch 243 Saarländerinnen und Saarländer. Ein Kapitel saarländischer Geschichte, dass der Historiker Max Hewer in seinem Buch „Von der Saar zum Ebro. Saarländer als Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939“ ausführlich darstellt. Hewer wird am 20. März 2020 um 19.00 Uhr den Zusammenhang von saarländischen Interbrigadisten und dem Lager Gurs darstellen, das als Wendepunkt der zuvor gelebten Einheitsfront aus Sozialdemokraten und Kommunisten im Abstimmungskampf an der Saar und im Krieg in Spanien galt.

Die gemeinsame Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit und der Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e.V. findet am 20. März 2020 um 19 Uhr Landratsamt Saarlouis im großen Sitzungssaal statt.

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