Stadt schickt Radfahrer in Dauerschleife

Blick auf die Saarbrücker Westspange
Foto: (c) Thomas Fläschner

Seit einigen Wochen ist die Westspange als Verbindung zwischen Alt-Saarbrücken und Malstatt auch für Radfahrer gesperrt. Dies besagen die an den Enden des Rad- und Fußweges aufgestellten Schilder. Wer an der Landeszentralbank steht und nach Alt-Saarbrücken möchte, wird per Umleitungsausschilderung zur Luisenbrücke gelenkt. So weit, so gut, sagt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und ist doch sehr unzufrieden. Denn mitnichten sei die Brücke komplett gesperrt, wie dies die Schilder suggerierten und dies auch auf der Homepage der Stadtverwaltung fälschlich zu lesen sei. Schließlich habe die Brücke zwei Radwege und der Weg auf der saarabwärts gelegenen Brückenseite, der zum Leinpfad führt, sei perfekt befahrbar. „Gut gemeint, ist eben leider noch nicht gut gemacht,“ kritisiert ADFC-Sprecher Thomas Fläschner das undifferenzierte Vorgehen der städtischen Behörden. Es gebe viele Menschen, die von Malstatt oder St. Johann aus über die Westspange auf den Leinpfad wollten, um dann nach Gersweiler, Klarenthal oder weiter nach Völklingen und Saarlouis zu radeln. Folgten Menschen ohne genaue Ortskenntnis der Ausschilderung des Saar-Radweges im Bürgerpark, so kämen sie an der Hafenstraße an die Sperrung und die Umleitungsausschilderung, die sie zurück zur Kongresshalle führen würde. Dort seien sie bereits etwa fünf Minuten schon gewesen.

Dabei sei das Problem ganz einfach zu lösen. An der Landeszentralbank müsse nur ein differenzierter Hinweis auf die Zugänglichkeit des Leinpfades erfolgen. Der Radweg sei nur etwa 50 m entfernt und gut erreichbar. „Wir sind sehr gespannt, wann die Stadt es endlich lernt, den Radverkehr bei der Einrichtung von Baustellen angemessen zu berücksichtigen“, so Fläschner. Gerade in den momentan schwierigen Zeiten, in denen auch viele Eltern mit Kindern sehr gerne auf autofreien Radwegen unterwegs seien, müsse die Zugänglichkeit des Saar-Radweges verbessert und nicht noch aus Unachtsamkeit oder Unvermögen verschlechtert werden. Der ADFC hofft, dass die Nachbesserungen nicht erst erfolgen würden, wenn die Brückensanierung abgeschlossen sei.

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