Zwölfmal Edelmetall bei Senioren-DM in Erfurt

Leichtathletin Silvia Gallelli beim Lauf
Foto: (c) Lutwin Jungmann

Die 15 gestarteten Saar-Senioren kehrten von den Deutschen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften in Erfurt mit einer insgesamt sehr guten Bilanz von 12 Medaillen zurück: viermal Gold, viermal Silber und viermal Bronze konnten sie vermelden.

Sie erkämpfte sich in der Klasse W60 Gold über 400 Meter in 74,58 Sekunden, Silber über 200 Meter (31,52 Sek.) und Bronze über 60 Meter (9,44 Sek.). „Ich habe mich riesig gefreut, weil ich ohne Erwartungen nach Erfurt gefahren bin. Nach einer Fußverletzung konnte ich das Training erst im Oktober wieder aufnehmen. Die 400 Meter hatte ich nur für den "Notfall "gemeldet, falls ich die 60 Meter aus Zeitgründen nicht laufen könnte.“ Margret Klein-Raber (LC Rehlingen) verteidigte ihren Titel im Hammerwurf der W55. Sie warf das 3-Kilo-Gerät in aller Frühe, bei kaltem, feuchtem Wetter und aus einem rutschigen Ring 43,34 Meter weit, 77 Zentimeter weiter als bei den Meisterschaften des vorigen Jahres in Halle. Zu ihrem saarländischen Senioren-Rekord fehlten diesmal nur 61 Zentimeter. In derselben Altersklasse setzte sich auch Christine Ecker (LA Team Saar) als Titelverteidigerin im Diskuswurf souverän durch. „Ich bin super zufrieden mit den 34,87 Metern und einem Vorsprung von 4,73 zur Zweiten. Im Training bin ich nämlich kaum an 33 Meter rangekommen.“ Für eine positive Überraschung sorgte Sprinter Georg Müller (LAC Saarlouis) über 60 Meter der M60. Als Vorlaufschnellster in 8,01 Sekunden behielt er auch im Finale mit 8,06 Sekunden die Oberhand vor Titelverteidiger Gerhard Zorn (TSV Vaterstetten). Fast wäre es schiefgegangen, wie er hinterher erklärte: „Den Vorlauf habe ich locker hingelegt und bin ausgetrudelt. Im Finale wollte ich beim Start den Hinweis eines Beobachters umsetzen - mit dem Ergebnis, dass ich mich fast abgelegt hätte. Schock! Den Stolperer habe ich abfangen können, dafür aber sicher ein gutes Zehntel liegen lassen.“ Zweimal silbern glänzte es bei Matthias Merk von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal, der mit seinen Resultaten und der Organisation sehr zufrieden war. In der Klasse M35 wurde der jüngste saarländische Teilnehmer zunächst über 800 Meter Zweiter in 2:05,32 Minuten. In der letzten Runde kämpfte er sich vom sechsten Platz nach vorne, konnte aber den enteilten Favoriten Andreas Kuhlen (LG Braunschweig) nicht mehr einholen. „Ich war zu defensiv, habe also abgewartet und auf den letzten 250 Metern alles gegeben. Der Kick war ordentlich, innerhalb von 50 Metern kam ich auf Platz zwei.“ Einen Tag später landete er über 400 Meter mit 53,26 Sekunden auf dem gleichen Platz. Der Senior unter den Senioren, Hans-Joachim Dräger (TV Ludweiler) eroberte in der Klasse M80 ebenfalls zwei Medaillen. In seiner Paradedisziplin, dem Hochsprung überquerte er 1,19 Meter und gewann Silber. Glücklich war er dennoch nicht: „Ich wurde leider nach der Höhe von 1,19 disqualifiziert, weil ich vor dem dritten Versuch der nächsten Höhe zu lange gewartet habe. Die Bronzemedaille im Kugelstoß (10,86 m) hat mich versöhnt, zumal ich zum ersten Mal bei einer DM im Kugelstoß gestartet bin.“ Im Hammerwurf der W60 erzielte Gabriele Matheis (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal) 30,60 Meter und sicherte sich die Bronzemedaille. Dreispringer Marcus Koch (LG Berus) machte das Dutzend voll. Mit 10,92 Metern gewann er in der Klasse M45 ebenfalls Bronze.

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