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Saar-Linke fordert 90-Prozent Kurzarbeitergeld

Saar-Linke fordert 90-Prozent Kurzarbeitergeld, Verzicht auf
betriebsbedingte Kündigungen und eine öffentliche
Beschäftigungsgesellschaft des Landes

Durch die anhaltenden Einschränkungen der Corona-Pandemie werden weitere
Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt kaum zu verhindern sein. „Doch anstatt
fast tatenlos zuzusehen und zu hoffen, dass es bald vorüber ist, sollte
die Landesregierung endlich aktiver werden. Wir brauchen ein
90-prozentiges Kurzarbeitergeld für alle Beschäftigten und nicht nur für
diejenigen, deren Unternehmen freiwillig etwas darauf zahlen. Gerade
Menschen mit niedrigen Einkommen haben bei 60 bzw. 67 Prozent
Kurzarbeitergeld ihre Reserven längst aufgebraucht. Das Mindestes wäre
es, wenn die schwarz-rote Landesregierung bei der schwarz-roten
Bundesregierung für eine schnellstmögliche Reform der ansonsten sehr
praktikablen Kurzarbeiterregelung einsetzt. Mit drei saarländischen
Bundesministern sollte das machbar sein“, so Thomas Lutze, MdB und
Landesvorsitzender der Saar-Linken.

Lutze weiter: „Da fast alle Unternehmen derzeit staatliche Hilfen
erhalten sollte es auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass
Beschäftigte nicht entlassen werden. Für Beschäftigte aus Unternehmen,
die aktuell in Insolvenz gehen, muss eine öffentlich-rechtliche
Beschäftigungsgesellschaft des Landes gegründet werden. Hier bekämen die
Betroffenen ihre Löhne und Gehälter zu 90 Prozent weiter und könnten je
nach Qualifikation auch in anderen, öffentlich relevanten Bereichen
eingesetzt werden.“

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