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Saarschleife
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„Internationaler Tag der Muttersprache“ am 21.02.

„Oh leck, es schaad iwwerhaupt nix, saarlännisch ze schwätze."

(gew) „Alles geschwäddsd“: Die UNESCO hat im Jahre 2000 einen Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“ ausgerufen. Dieser „Internationale Tag der Muttersprache“ wird seitdem jedes Jahr am 21. Februar begangen. Besonders im Blickpunkt stehen unzählige Sprachen weltweilt, die nur noch von kleinen Bevölkerungsgruppen gesprochen werden und drohen, innerhalb der nächsten Generationen unwiederbringlich verloren zu gehen.Im „UNESCO Atlas oft he Worl’s Languages in Danger“ – dem Atlas der gefährdeten Sprachen weltweit – sind aktuell 13 Sprachen für das Gebiet der BRD aufgelistet. Neben Alemannisch oder Bayrisch zählen auch das Moselfränkische und das Rheinfränkische dazu. Moselfränkisch sprechen fast nur noch mit 390.000 Personen angegeben, beim Rheinfränkischen liegen keine Zahlen vor.Saarlännischer Dialekt gebbt‘s netQuer durch das Saarland läuft die „das_dat-Linie“, die das Rheinfränkische vom Moselfränkischen trennt. Diese Sprachgrenze läuft nördlich von Saarbrücken an der alten Grafschaftsgrenze entlang, das Köllertal hinauf in die Tholeyer Gegend zur mittleren Nahe und erreicht bei Boppard den Rhein. Heute ist es durch die Mobilität der Bevölkerung dazu gekommen, dass die Trennungslinie nicht mehr so scharf gezogen werden kann. Wörter und Ausdrucksweise gleichen sich an, überlappen, verbinden, verbünden sich. Es sind also mindestens zwei Sprachlandschaften, eventuell sogar drei, die das Saarland prägen. So kommt es, dass man von einem einheitlichen „saarländischen Dialekt“ nicht sprechen kann. Hier wird „geschwätzt unn gesproocht gebbt“. Man kann saarländisch essen oder ins Saarland fahren. Das Saarland spricht nämlich mehrere Mundarten.Im Raum Saarlouis wird Moselfränkisch gesprochen, „Saarbrigger Platt“ hat seine eigene Sprachqualität.Sprachführer "Saarländisch"Das do is e schweri Arwet. Mach kenn so Ballawer. Noj’m Jogging bin ich immer so bibb.

Mach dabber! Dummel dich, sonschd komme mir zu spät of de Sportplatz.
Warum dann aach net, es is emol ebbes anneres. Mach kää Fisimatente!
Ich hann die Flemm, ich gehn jetzt hemm. Oh leck, hann ich die Freck.
Frieher hotte ma im Keller meh Grommbeere wie Kohle.
Bergwerk, mundartliche Aussprache von "Grube". De Hennes schafft of de Grub.
Ich wääß jo aach net, was der Hewwel do am Modor so bedeite hat.
Seit de Gebietsreform hann mir nix wie Huddel.
De Hansnickel hat e kloori Freindin.
Uhser Oma hat die Sießschmier noch selwert gemach.
Am Samschdaach gebbds emol wedder Schaales.
De Teller gebbd leer gess! Do werre kenn Urwese gemacht.
Mach kenn so Zores unn loss Dirs gesahd sinn: Es schaad iwwerhaupt nix, wenn ma saarländisch schwätze kann.

 

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