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Fetter Donnerstag 2021: Närrische Truppen ruhen –…
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Fetter Donnerstag 2021: Närrische Truppen ruhen – kommen 2022
Dienstag, 23. März 2021 - 15:19
Fetter Donnerstag

Fetter Donnerstag 2021: Närrische Truppen ruhen – kommen 2022 Kleine karnevalistische Historie (gew/Narhalla) Eigentlich wäre heute der Startschuss in die tollen Tage, sprich in die ausgelassen zu feiernde Faasend. In Zeiten der närrischen Passivität, da wegen des Lockdowns keine Outdoor-und auch keine Indoor-Veranstaltungen stattfinden dürfen, nimmt sich der Narr einmal Muse, um darüber zu sinnieren, woher die Bräuche und die Vokabeln „Fetter Donnerstag“ und „Weiberfastnacht“ kommen. Was verbirgt sich dahinter? Nachschlagewerke und vor allem das unerschöpfliche Internet geben einhellig Auskunft darüber. Der Narr hat gestöbert. Der vor Aschermittwoch gelegene Donnerstag wird traditionell als (Alt)Weiberfastnacht bezeichnet. Dieser Begriff wird traditionell mit dem Protest der Bonn-Beueler Wäscherinnen im Jahre 1823 in Verbindung gebracht. Historisch lässt sich dieser Tag allerdings bis weit vor der Vereinsgründung der Wäscherinnen (1824) zurückverfolgen. Bereits im 14. Jhd. kamen am besagten Donnerstag die Ehefrauen hoch angesehener Familien zusammen, um zu feiern und auf heitere Weise über ihr schweres Los als Ehefrau zu plaudern. | | Die Weiberfastnacht besitzt auch in unserer Region mittlerweile einen hohen Stellenwert mit zahlreichen karnevalistischen Aktivitäten. Entwickelt aus vielen Formen des Feierns haben sich auch der Sturm des örtlichen Rathauses sowie die angezeigte "Entmannung" bzw. Entmachtung durch das Abschneiden der Krawatte beim Mann. | | In der Kantine des Bundestages in Berlin wird ebenfalls traditionell Weiberfastnacht gefeiert (siehe Programmplan 2017). Traditionell treten dort seit vielen Jahren die Berliner Vereine mit ihren Garden und Männerballetttänzern auf; leider werden keine Büttenreden gehalten, wo doch gerade in diesem hohen Haus ausreichend Gelegenheit wäre, in Reim oder Prosaform die Obrigkeit auf’s Korn zu nehmen. In diesem Jahr müssen die Närrinnen und Narrhallesen jedoch auf’s aktive karnevalistische Treiben verzichten. Nicht wegen der Kälte, der wahre Narr friert auch schon mal im Freien oder wärmt sich innen mit Hochprozentigem. Das einzige Aktive ist derzeit das Corona-Virus, das dem Fetten Donnerstag 2021 seinen Stempel aufdrückt. Die politische Obrigkeit, traditionell heute am Fetten Donnerstag bis Fastnachtsdienstag Schlag Mitternacht abgesetzt, hat Lockdown verkündet. Dem müssen sich auch die Karnevalisten beugen. Jegliches närrische Treiben ruht - aber eins ist gewiss: Auch wenn die Rathäuser in diesem Jahr vom närrischen Sturm verschont geblieben sind, die Narren kommen wieder, frühestens am 11.11. oder spätestens am Fetten Donnerstag 2022. Alleh hopp dann! P.S.: Die gezeigten Hinweise sind aus unserem STD-Archiv – nicht heute Abend losrennen! Es ist Lockdown

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