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Faasend-Session 2021 digital ein Erfolg
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Faasend-Session 2021 digital ein Erfolg
Dienstag, 23. März 2021 - 15:19
Das Prinzenpaar Session 2019/2020 der KG RiRaRutsch

(gew). Die Karnevalist/inn/en landauf landab hatten gebangt, gezittert, gehofft – und sich trotzdem vorbereitet. Bis vor wenigen Wochen wusste noch niemand so recht, ob er/sie seine/ihre karnevalistische Aktivität in der von der Coronapandemie so arg gebeutelten Gesellschaft einbringen kann. „Karneval fällt aus!“, hieß es vor circa einem Vierteljahr, besonders aus politischem Munde. Dem wusste so mancher Narr, manche Närrin mürrisch, übellaunisch, aber keinesfalls besserwisserisch kernige Worte zu erwidern. Es bauten sich zwar keine Feindeslager auf, aber es entstand der Eindruck, die Politik will der Narrenwelt die Fünfte Jahreszeit wegnehmen. Kalendarisch war das schon mal gar nicht machbar, das mussten auch Politiker einsehen. Doch weder Karnevalisten noch Politiker machten die Rechnung ohne das Virus. Dem und der Unvernunft einiger Zeitgenossen war es zu verdanken, dass aus dem Lockdown ein Longdown wurde. Die so genannten Inzidenzzahlen sprachen für sich. So musste der närrische Geduldsfaden immer dicker gesponnen werden. | | Die karnevalistische Uhr tickte. Immer näher rückte der Fette Donnerstag/Weiberfastnacht heran. Und siehe da! Im Vorfeld wimmelte es plötzlich auf den Internetplattformen, in den Tages- und Wochengazetten von Ankündigungen digitaler Karnevalsunterhaltung. Nein, nicht die TV-Medien waren da aktiv, sondern bundesweit die Karnevalsvereine. Was da auf die Beine gestellt wurde – sagenhaft! Der Einfallsreichtum kannte keine Grenzen – der Unterhaltungsfaktor ist seit dem Fetten Donnerstag gesichert. Da sage mal einer, die Faasend bestehe nur aus Saufen, Gröhlen und Fummeln, wie der Chronist verärgert einem Fb-Beitrag entnehmen konnte. Aus allen digitalen Beiträgen wurde ersichtlich: Die Närrinnen und Narrhallesen gehen mit der Zeit, sind technisch fit, können Narrhallesen können Humor und Frohsinn auch in diesen schwierigen Zeiten versprühen. | | Fotografische Erinnerungen zuhauf gab es plötzlich auf den Social Medias, Historisches wurde aufgezeigt, manches, was vorher in den Privatalben und Schatullen sein Dasein fristete. Es wurde fleißig gekramt, natürlich auch, um ein wenig mit Wehmut auf gute alte Faasendszeiten zurückzublicken. Was sah man da? Die Outfits waren anders, die Frisuren und man war einst auch….schlanker. Fröhlichkeit, gute Laune, Heiterkeit – kurzum all das, was den Narren auszeichnet, wurden durch diese nostalgischen Dokumente einmal mehr vermittelt. aTanzdarbietungen, fast ganze Prunksitzungen kamen ins Wohnzimmer, flimmerten über Bildschirme und Monitore, fast rund um die Uhr. | | Aber - und da muss man VSK-Präsident Hans-Werner Strauß recht geben - es fehlt das Publikum. Das Brot des Künstlers, des Darbietenden ist der Applaus. Und wenn der aus der Konserve kommt, dann schmeckt er schal. Der Narr, egal ob singend, tanzend oder vortragend braucht den Kontakt zum Publikum, braucht das Feetback. 2021 war es anders. Die Narrenwelt hat gezeigt, dass sie auch anders kann und hat sich der Situation gestellt – und sie hervorragend bewältigt. (Text: gew/Fotos:gew, WdSB, LHS)

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