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Dudweiler, Umzug
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Faasend geht – die Sonne kommt

(gew/Narrhalla) Ach war das schööööön, ach war der Umzug so schöööööön! Und manch Eine/r mag ergämnzend noch gefragt haben: „Wo lauf sie denn, wo laufen sie denn hin?“ Gestern an Rosenmontag wären die närrischen Umzüge durch Städte und Gemeinden gezogen, hätten Millionen von Närrinnen und Narrhallesen erfreut. Trotz hier und da klirrender Kälte hätte die zuschauende Narrenschar lange auf den Straßen ausgeharrt, geschunkelt, gesungen, getanzt und gelacht, sich bis in die darauffolgenden Morgenstunden in Kneipen oder anderen Räumlichkeiten dem lustigen Rosenmontagstreiben hingegeben. Die Faasend 2021 ergeht sich vorwiegend in Konjunktiven mit „hätte“, „könnte“, „würde“, „wäre“. Was hätte alles sein können? Es hätte wieder Bonbons geregnet, wenn nicht Corona gewesen wäre. Und jetzt, in diesen Minuten, da der Chronist seinen Artikel schreibt, würde er bei strahlendem Sonnenschein närrische Stunden beim traditionellen Faasendsumzug in Lebach verbracht haben. Pustekuchen! Stattdessen ist ein Spaziergang im Hasborner Wald angebracht, wo die Miniatur-Galerie eines Rosenmontagszuges für Heiterkeit und Ablenkung vom Corona-Geschehen sorgt.
Ausfälle und Absagen gab es schon oft
1823 lief der erste Umzug in Köln, in Mainz seit 1838. Seither gab es Ausfälle infolge „höherer Gewalt“. Regionale Kriege (1864 bis 1884) und Weltkriege und Besatzungszeiten (Napoleon, Alliierte) führten zu Ausfällen bzw. in der Nachkriegszeit zu Veranstaltungsverbot, zum anderen ließ die Wirtschaftslage eine Durchführung von Umzügen nicht zu.  Faasendsumzüge sind in der Republik mancherorts schon mal abgesagt worden: 1990 in Düsseldorf, 1991 wegen des Golfskriegs, 2015 in Braunschweig wegen einer Terrordrohung, seit 2018 in Berlin aus finanziellen Gründen, 2020 im Saarland wegen Unwettergefahr und nun 2021 wegen der Corona-Pandemie. Die Narren haben’s überlebt.
Schön war’s in Dudweiler…….
Und so bleibt dem Chronisten am heutigen Tage nichts anderes übrig, als in Erinnerungen zu schwelgen, sich an Faasendsumzüge der Vergangenheit zu erinnern. Da seien erwähnt der Festausschuss Dudweiler Faasenacht, der 2020 kurzfristig wegen Sturmböen den Umzug abgesagt werden musste; unser Archivmaterial erinnert an den Umzug 2017.

Dudweiler, Zugleitung Fastnachtsumzug mit Gast aus Berlin-Spandau
Zugaufstellung Gardecorps Kaltnaggisch
Dudweiler, Umzug, Fußgruppe
Umzug Dudweiler, Fußgruppe Kinder
Dudweiler, Umzug, Gardecorps Kaltnaggisch
Dudweiler, Umzug, Gardecorps Kaltnaggisch
Dudweiler, Umzug, Gardecorps Kaltnaggisch

…und in Schwalbach
Es sei ein Blick nach Schwalbach zur RiRaRutsch geworfen, wo 2017 der Chronist auf dem Elferratswagen mitfahren durfte.

IG Rosenmontagszug e.V 1972 Griesborn Plakat
Schwalbach, Umzug, Prunkwagen der RiRaRutsch Schwalbach-Griesborn

Der letzte Umzug in Berlin
Schmerzliche
Erinnerungen gibt es auch an den letzten Umzug in Berlin aus dem Jahre 2017, als sich der bunte Lindwurm über eine Länge von 4 Kilometern über den Ku’damm bewegte, Abschluss war auf dem Breitscheidplatz. Seit 2018 sieht es trübe aus: Da finanziell und organisatorisch ein enormer Kraftakt, nicht zuletzt auch wegen der unsäglichen Behördenauflagen (nur 75 Dezibel Lautstärke erlaubt) wird es auf Dauer keine Karnevalsumzug mehr in Berlin geben.

 Berlin , Umzug
Berlin, Karnevalsumzug auf dem Ku’damm

Rosenmontag 2021 – ein Tag wie (k)ein anderer, aber immerhin – wie man hörte und auch im Internet sah – in mancher Wohnung doch närrisch-karnevalistisch (leider auch unter Umgehung der zulässigen Personenzahl) begangen.

Alleh hopp und Prost!

Der typische Straßenkarneval fiel aus – aber die Narren haben es überlebt.
Alleh hopp und Prost!

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