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Aus Spaß an der Freud‘: Närrische Fotos ein Renner
Dienstag, 23. März 2021 - 15:19
Symbolfoto

(gew) Am Anfang war eine Diagnose, der folgte ein Krankenhausaufenthalt mit OP. Nicole Langer aus Merchweiler, Erzieherin, Mutter, Ehefrau und Motocrossfan war zunächst aus dem Lebensrhythmus gerissen. Doch die aktive (eingefleischte) Karnevalistin, Ex-Prinzessin der Illraketen war immer lebensbejahend, immer rege und ließ sich nicht hängen. Im Umfeld tobte die Pandemie, im eigenen persönlichen Bereich war gerade „ein böser Bube“ besiegt. Hatte Nicole schon mit Töchterchen Cosima zu Beginn der Coronakrise fleißig Mund-und-Nasenschutz-Masken genäht, so kam der stets einfallsreichen Mama auch in der eigenen schwierigen Lebensphase wieder etwas in den Sinn: Sie versuchte sich mit einer bestimmten Fototechnik an der Verfremdung, nein an der Bearbeitung von Fotos. Die Produkte, die sich durch besondere Farbgebung, Umrandung, Beschriftung und vermeintlicher „Verzerrung“, aber durch ihre Originalität auszeichnen, wurden ein Renner. | | Denn die umtriebige immer gut Gelaunte hatte inzwischen Karnevalsfreunden einige Fotos über WhatsApp zugeschickt – und was geschah? Eine Auftragswelle entstand: „Kannschde net mol….?“ – und sie konnte. Eines Tages hatte sie eine gewisse Petra Müller aus Bayern an der Strippe, Präsidentin der Närrischen Europäischen Gemeinschaft (NEG) – Närrinnen unter sich. „Ich wusste zunächst gar nicht, was ich sagen sollte, ich hatte ja gar nicht damit gerechnet, dass meine Idee so eine Tragweite haben würde.“, erzählt uns die 47jährige. Small Talk plötzlich nicht nur über Fotos, sondern die gemeinsame Leidenschaft: Karneval (bayrisch) und Faasnd (saarländisch). Sontofen (Bayern) meets Merchweiler (Saarland). Mittlerweile hat das Ganze weitere Kreise gezogen. Der Saarländische Rundfunk will berichten, SaarlandToday2.0 tut’s schon - denn unter Karnevalisten sind die Übermittlungswege unkomplizierter als beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. | | Viele sind schon gespannt auf die Berichte, wie auch Christian Zube aus Werder/Havel, der gerade auch rekonvaleszent im Krankenhaus liegt. Und bis dahin kann sich Nicole vor Aufträgen nicht retten. Hinzu kommt nämlich noch, dass sie auch Fotos zu Videos verarbeitet. Die gesamte Aktivität hat der quirligen Erzieherin die Lebensfreude bewahrt, hat für Ablenkung von manch trüber Minute gesorgt – sie ist nicht in ein Loch gefallen. „Das käme ja gar nicht in Frage“, so Nicole, „denn ich habe immer was gemacht.“ Die Zeit des Maskennähens ist vorbei, nicht vergessen. Jetzt ist die Kreativität auf ein anderes Betätigungsfeld verlagert. „Ich möchte dafür kein Geld. Ich mache das aus Spaß an der Freud‘, betont Nicole, die weiterhin krea(k)tiv für ihren Verein „Mir senn do“ Merchweiler bleibt – mit allerlei Ideen. Es gilt ja auch schließlich noch Töchterchen Cosima, büttenrednerisches Nachwuchstalent, zu inspirieren und zu betreuen. Klar doch, dass auch die männlichen Familienmitglieder, „Vadder“ Patrick und Sohn Leon vom humoristischen und bastlerischen Bazillus der Ehefrau/Mutter angesteckt wurden. „De Kram lääft nämlich nur“, wenn die Familie dahinter steht. Einfallsreichtum, Kreativität und vor allem Zähigkeit, gepaart mit einer großen Portion Herzensgüte – das alles zeichnet die Vollblut-Närrin aus. So gehen Aktivität und Frohsinn auch in schwierigen Zeiten wie diesen niemals unter. Alleh hopp dann!

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