Kinder-Karate-Wettkampf in Zeiten von Corona

v.l.n.r. Céline Becker, Tom Becker, Mia Theobald, Chayenne Paulus (vor Corona aufgenommen)
Foto: (c) Jean-Claude Brummer

Die Saarwellinger Karatekas erkämpften sich, bei ihrem ersten Online-Wettkampf, 2 Goldmedaillen, 1 Bronzemedaille, einen 5. Platz und damit abschließend die Silbermedaille in der Vereinswertung. In Zeiten von Corona, ist die Ausübung der Kampfsportart Karate in seiner bekannten und ursprünglichen Form nicht möglich. Einzel-Training ist, unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften und der geltenden Vorsorge-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel zwar gestattet - allerdings ist nicht absehbar, wann eine Rückkehr in die Sporthallen möglich und Wettkämpfe wieder ausgetragen werden können.

 

Hier zeigt sich der Deutsche Karate Verband (DKV) innovativ und bietet alternativ virtuelle Wettkämpfe (eKarate) für den Nachwuchs an. Diese offiziellen Meisterschaften werden in den Bereichen Kata (Kampf gegen einen imaginären Gegner) und Kumite (Einzelkampf) angeboten. In beiden Wettkampfdisziplinen laden die Teilnehmer ihre Darbietungen auf speziellen Plattformen hoch. Danach bewerten Kampfrichter und Kampfrichterinnen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten virtuell das Gezeigte. Anhand der Punktzahl entscheidet sich dann, welcher Karateka die nächste Runde erreicht und wie letztendlich das Gesamt-Klassement des Wettkampfes aussieht. Die Kumite-Teilnehmer des Shotokan Saarwellingen mussten sich an vier Tagen im K.O.-Modus beim Internationalen Sen5 Rhein Shiai Cup behaupten. Über Achtel-, Viertel-, Halbfinale und Finale wurden schließlich die Sieger und Platzierten in den Altersklassen U6 bis U14 gekürt. Das internationale Teilnehmerfeld von allen fünf Kontinenten hatte dabei klare Vorgaben umzusetzen: Die Teilnehmer aus 17 Nationen mussten die Techniken an einem Ball oder einer Schlagpratze ausführen – das Ziel mindestens 20 Zentimeter breit, an einer Stange oder einem Pfosten befestigt oder aufgehängt sein. In der 1. Runde mussten alle 159 Teilnehmer eine 30 Sekunden Performance vorführen und das Video hochladen. Nach den Kampfrichterwertungen, hieß es für die Qualifizierten der nächsten Runde: Wiederum eine 30 Sekunden Performance, das Video hochladen - so ging es Runde um Runde weiter, bis die Platzierten und Finalisten feststanden. Im großen Finale fanden sich schließlich die Achtjährige Céline Becker (U9) und die Neunjährige Mia Theobald (U10) wieder. Nachdem die Kampfrichter die Video-Demonstrationen der Finalisten bewertet hatten, war beiden der Titelgewinn nicht mehr zu nehmen. Über Bronze freute sich am Ende Tom Becker (6 Jahre; U8), Chayenne Paulus (8 Jahre; U9) belegte den fünften Platz.(JCB)

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