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Fakten – Fakten – Fakten und die Wissenschaft weiß noch nicht viel
Dienstag, 23. März 2021 - 15:12
Symbolfoto

Lockdown bis 31. Januar verschärft – Neue Maßnahmen erlassen
(gew) Seit 9 Wochen ist die Nation im Shutdown. Weihnachten, Jahreswechsel liegen hinter uns noch immer sind Begegnungsstätten geschlossen, das Volk ist teilweise infiziert, teilweise isoliert, in Quarantäne, wieder genesen, geduldig, verständnisvoll, unwissend, sorglos, ignorant – kurzum: in einer noch nie dagewesenen Lage.
Fakt 1 ist: Die Infektionszahlen sind zu hoch.
Fakt 2 ist: Das Virus hat mutiert.
Fakt 3 ist: Ausflügler sind unachtsam und rücksichtslos.
Deshalb die Bundesländer werden im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihre Maßnahmen verschärfen und den Lockdown bis 31. Januar verlängern. Der Chronist hatte demnach richtig prognostiziert, als er vormals von einem „Longdown“ schrieb.
„Die entscheidenden Stellschrauben“ (Zitat Markus Söder) sind eingeschränkte Kontakte und begrenzte Mobilität. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfizierungen auf unter 50 bei 100.000 Einwohnern zu senken.
Was bedeutet die Verlängerung?
Kontakteinschränkung: Private Zusammenkünfte sind nur noch im Angehörigenkreis des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Die Großeltern dürfen demzufolge nur getrennt zu Besuch kommen (was schwerlich zu kontrollieren ist … Opa kommt um 16 Uhr zum Kaffee, Oma um 18 Uhr zum Abendessen und im Schutz der Dunkelheit gehen beide gesättigt nach Hause). Jeden Tag könnte zudem eine andere Person kommen. Also: Man setzt auf Einsicht. Aber das hatte man schon mal getan und es hat nix geholfen.
Mobilitätseinschränkung: Zunächst einmal geht der Dank des Chronisten an alle diejenigen, die tagestouristische Fahrten zum Schaumberg, Peterberg und zum Erbeskopf, vielleicht gar zum Großen Feldberg oder in den Schwarzwald unternommen haben. Ohne Skilift, ohne Toiletten (aufgrund der erfolgten natürlichen Düngung dürfte in den vorgenannten Regionen bald mancher Baum oder Strauch üppiger sprießen), ohne Restauration dürfte es ein „geiler“ Aufenthalt gewesen sein – sie standen an den Hängen und Pis(s)ten (Originalton einst: Heinz Mägerlein).
Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden – zumindest in Hotspotregionen. Entscheidend ist der Wohnort, nicht der Wohnbereich. Im „kleinen“ Saarland weniger ein Problem als in der Vier-Millionenstadt Berlin. Wer dort von Spandau nach Marzahn fährt, hat schon knapp 29 Kilometer zurückzulegen. Und wer seine Tante in Ommersheim besuchen möchte, aber in Mettlach wohnt, der muss immerhin schlappe 70 Kilometer fahren – also Pustekuchen. Das Nötige in der näheren Umgebung erledigen ist die Devise. Nun, wer in Püttlingen wohnt, hat Wasgau, Edeka und Lidl, wer aber den Aldi bevorzugt, der muss sich nach Köllerbach begeben, immerhin unter dem Bewegungsradius von 15 Kilometer. Keine Panik! Die Bewegungseinschränkung greift nur in Hotspots wie derzeit in Sachsen und Thüringen. Eisenach mit 293 Neuninfizierungen bei einer 7-Tage-Inzidenz ist bundesweit ein himmelschreiendes Signal. Für solche Gebiete wie dieses ist der 15-Kilometer-Bewegunsgradius gedacht – ab einer Inzidenz von mehr als 200!!!
Wer infiziert sich eigentlich noch und wo?
Virologe Professor Streeck (Uni Bonn) meint dazu: „Noch sind zur Benatwortung dieser Frage Studien erforderlich. Die Mutation zum Beispiel muss erst einmal beobachtet werden. Wir wissen noch nicht viel.
Aha, wir wissen fast ein Jahr nach Ausbruch des Virus, dass die Wissenschaft noch nicht viel weiß.
Hilfe für betreuende Eltern
Zum Trost gereicht Eltern, dass Eltern ein so genanntes „Kinderkrankengeld“ zwecks Betreuung ihrer Sprösslinge bei Betreuungsproblemen in Anspruch nehmen dürfen. Jedes Elternteil statt bisher 10 nunmehr 20 Tage „krank“ schreiben lassen, Alleinerziehende statt 20 ab sofort 40 Tage – wohlgemerkt: Nicht im Falle einer Erkrankung eines Kindes, sondern zur Betreuung zu Hause wegen der Schließung von Schulen und KiTas. Bis zum 31. Januar ist weiterhin Präsenz-Unterricht ab und Online-Unterricht angesagt – auch wenn diese Unterrichtsform im saarländischen Bildungsministerium lange wegdiskutiert worden war. Der Ministerin „Winterschlaf“ dürfte damit beendet sein!

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Impfangebot - Impfverhalten
Kopfzerbrechen bereitet noch das Thema „Impfung“. Schnell vor Weihnachten quasi als „gute Gabe“ auf den Weg gebracht hakt es hier und da. Wer sich als ältere, zur Risikogruppe gehörender Mensch über Internet einen Termin sichern möchte, ist aufgeschmissen. Selbst Internet- oder PC-unerfahren muss man schon Enkel oder sonstige der modernen Technik kundige Verwandtschaft bemühen, doch auch diese kapituliert vor Warteschleifen und langem Prozedere auf der Daten-Autobahn -wie mancher Selbstversuch in journalistischen Kreisen belegt. Und wie unschwer aus der Nachrichtenlage zu erkennen ist, sind die Impfterminvergaben unterschiedlichen Strukturen unterlegen.
Ach ja, im Nachbarland Luxemburg öffnen ab 11. Januar wieder Schulen, Frisöre, Fitnessstudios, Kinos und Theater – unter Auflagen. Man darf auf den grenzüberschreitenden Tagestourismus gespannt sein.

Gehen wir dennoch weiterhin mit Anstand auf Abstand – was bleibt uns anderes übrig.

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