Ensdorfer Freibad bereitet sich trotz Corona auf Badesaison vor – es bleibt ein großes „aber“

Blick ins Ensdorfer Freibad
Foto: (c) Gemeinde Ensdorf

Frühsommerliche Temperaturen, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Eigentlich ideale meteorologische Voraussetzungen, die optimistisch auf die Freibadsaison stimmen könnten. Wäre da nicht die Corona-Pandemie, die das öffentliche Leben in einem nie dagewesenen Ausmaß lahmlegt. Und wie lange noch, ist unklar.

Trotz Corona-Krise sind die Vorbereitungen für die Badesaison 2020 im Hintergrund jedoch in Gange. Das Badpersonal ist bereits seit einigen Wochen dabei, die alljährlich notwendigen Arbeiten außerhalb des Beckens zu verrichten, wie beispielsweise die Pflege der Grünanlage, die Vergabe von Aufträgen für die Überprüfung der Wasserrutsche oder des Rettungsturmes und der beiden Sprungbretter, die Ausführung kleinerer Sanierungsarbeiten in den Dusch- und Umkleidekabinen, die Spülung der Wasserleitungen oder die Wartung der Pump- und Filtersysteme.

Viele Bürger/innen haben sich bestimmt schon gefragt, warum das Wasser im Becken noch nicht abgelassen wurde. Hier gilt leider: Wer A sagt, muss auch B sagen. Wir haben die Leerung zum gegenwärtigen Zeitpunkt bewusst herausgezögert, weil das Grundwasser den leeren Beckenboden hochdrücken würde. Um dies zu vermeiden, ist Gegendruck nötig, also das erneute Befüllen mit Wasser. Unsere „Kunst“ besteht seit Jahren darin, die Zeitspanne zwischen dem Ablassen des Wassers und dem wieder Befüllen, einschließlich dem alljährlichen „Überraschungspaket“ der Ausbesserungs-, Reinigungs- und Anstricharbeiten, daher so kurz wie möglich zu halten. Vom geleerten bis betriebsfertigen Becken wird erfahrungsgemäß eine Vorlaufzeit von 7-8 Wochen benötigt. Die Kosten für die betriebsfertige Übergabe zum Saisonbeginn belaufen sich dabei auf rund 40.000 €. Hinzu kommen die Personalkosten der Saisonkräfte (Beckenaufsicht, Kassiererinnen) in noch einmal gleicher Größenordnung.

Ziel der Gemeinde ist es, unser Freibad zum 01. Juli, spätestens jedoch mit dem Beginn der Sommerferien zu öffnen. Aufgrund der eben erwähnten Vorlaufzeit wäre dafür zwingend bis Anfang/Mitte Mai grünes Licht für einen Schwimmbadbetrieb durch das Robert Koch Institut bzw. durch das den Rahmen des Machbaren festlegende Ministerium notwendig. Eine spätere Erlaubnis und die damit einhergehende weitergehende Verzögerung für die Öffnung des Bades ist aufgrund der eben erwähnten nicht unerheblichen Kosten mehr als unwirtschaftlich und verantwortungslos.

 

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