Deutsch-französische Zusammenarbeit schon in der Kita: Kontaktseminar bringt Einrichtungen aus dem Saarland und Frankreich zusammen
Vom 21. bis 23. September 2026 treffen sich deutsche und französische Fachkräfte aus dem frühkindlichen Bildungsbereich zu einem gemeinsamen Kontaktseminar. Ziel ist es, neue grenzüberschreitende
Partnerschaften anzubahnen, bestehende Kontakte zu stärken und den fachlichen Austausch über pädagogische Ansätze und Bildungssysteme zu fördern.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot:
„Unsere besondere Nähe zu Frankreich ist eine große Chance und diese Chance wollen wir bereits den Jüngsten eröffnen. Wenn Kinder in der Kita ganz selbstverständlich mit der französischen Sprache
und Kultur in Berührung kommen, entstehen Neugier, Offenheit und ein Verständnis dafür, dass die Grenze zu unserem Nachbarland keine Trennlinie sein muss. Damit solche Begegnungen gelingen, brauchen wir engagierte pädagogische Fachkräfte und starke Partnerschaften
zwischen unseren Einrichtungen. Das Kontaktseminar bietet genau dafür den richtigen Rahmen: Es bringt Menschen zusammen, ermöglicht den Blick über die Grenze und schafft Raum für neue Ideen und gemeinsame Projekte.“
Das Kontaktseminar wird bereits zum vierten Mal durchgeführt. Zum Auftakt der Veranstaltung stand die Vorstellung und der Vergleich der Bildungssysteme
im frühkindlichen Bereich in Deutschland und Frankreich sowie das gegenseitige Kennenlernen der teilnehmenden Kindertageseinrichtungen im Mittelpunkt. Insgesamt nehmen sieben saarländische Kindertageseinrichtungen teil: die Katholische KiTa St. Remigius, die
Katholische Kita St. Franziskus, die Kindertagesstätte Kinderstube e. V., die Bilinguale Kita Espenwald, die Evangelische Kita St. Arnual, Friedrich-Oberlin, Kinderland im Kreis Überherrn und die Kita Hohenzollern.
Im Rahmen des zweiten Veranstaltungstages werden die französischen Fachkräfte verschiedene saarländische Kindertageseinrichtungen besuchen und dabei unmittelbare
Einblicke in die pädagogische Praxis erhalten. Der dritte Tag und letzte Tag dient zur gemeinsamen Reflexion und dem fachlichen Austausch über die gewonnenen Erfahrungen.
Um die im Rahmen der Seminare entstandenen Kontakte künftig noch nachhaltiger zu begleiten, sind zusätzlich halbjährliche Treffen im Online-Format geplant.
Sie sollen den Einrichtungen die Möglichkeit geben, Erfahrungen auszutauschen, bestehende Partnerschaften weiterzuentwickeln und gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Hintergrund
Das Saarland nimmt im Bereich der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der frühkindlichen Bildung eine besondere Rolle ein. Von den rund 260 zweisprachigen
Kindertageseinrichtungen im Saarland sind derzeit 98 als Elysée-Kitas zertifiziert – das ist fast die Hälfte aller Elysée-Kitas in Deutschland. Rund 50 saarländische Elysée-Kitas pflegen zudem bereits eine Partnerschaft mit einer französischen École Maternelle.
Auch über das Kontaktseminar hinaus unterstützt das Saarland die deutsch-französische Zusammenarbeit im frühkindlichen Bereich. Kindertageseinrichtungen
können für Fahrten im Rahmen des deutsch-französischen Austauschs einen Zuschuss von bis zu 500 Euro pro Fahrt erhalten. Im Jahr 2026 wurden bislang 32 Fahrten durchgeführt beziehungsweise zur Förderung angefragt. Das bisherige Fördervolumen beträgt insgesamt
12.442 Euro.