Pressemitteilung 122/2026 Hinsehen. Handeln. Schützen: Land stärkt Prävention im saarländischen Sport mit 50.000 Euro Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport hat für das Saarland höchste Priorität. Deswegen unterstützt das Innenministerium das Projekt „Hinsehen. Handeln. Schützen.” des Landessportverbands mit einem entsprechenden Förderbescheid.
Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für sexualisierte Gewalt im Sport weiter zu schärfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Vereine sowie Verbände im Umgang mit Verdachtsfällen und konkreten Situationen zu stärken.
„Hinsehen. Handeln. Schützen. Das muss unser Anspruch sein, wenn es um Kinder und Jugendliche im Sport geht. Zusammen mit unseren Vereinen und Verbänden sorgen wir deshalb dafür, dass der saarländische Sport nicht nur leistungsfähig und erfolgreich ist, sondern vor allem sicher, respektvoll und vertrauenswürdig bleibt.
Der Sport soll ein Ort bleiben, an dem Kinder und Jugendliche mit Freude, Vertrauen und Sicherheit aufwachsen können. Daran arbeiten wir gemeinsam – mit Haltung, Verantwortung und einer Prävention, die nicht einschränkt, sondern stärkt. So unterstützen wir mit unserer Förderung beispielsweise den Landessportverband dabei, Strukturen zu schaffen, die den Ehrenamtlichen Handlungssicherheit geben und die Kinder und Jugendlichen damit bestmöglich schützen ”, so Sportminister Reinhold Jost.
„Das Projekt ‚Hinsehen. Handeln. Schützen.‘ ist ein wichtiger Baustein für einen sicheren und verantwortungsvollen Saarsport – gerade mit Blick auf die Einführung des Safe Sport Codes. Dabei sind wir auf starke Partner angewiesen: Ohne die fachliche Expertise und Unterstützung des Kompetenzzentrums Kinderschutz des Saarlandes und des SOS-Kinderdorf Saarbrücken wäre die Umsetzung dieses Projekts nicht möglich. Dafür sind wir beiden sehr dankbar. Unser Dank gilt ebenso der Landesregierung und insbesondere dem Sportministerium, das uns dabei unterstützt, dieses wichtige Projekt umzusetzen und die Strukturen für Safe Sport im Saarland nachhaltig zu stärken.“, so der Vorstand Sport und Vermarktung Florian Hartmann.
Im Rahmen des Projekts „Hinsehen. Handeln. Schützen“ sollen zunächst die unterschiedlichen Bedarfe der saarländischen Sportvereine systematisch erfasst werden. Darauf aufbauend sollen Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote sowie praxisnahe Handlungshilfen entwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung innovativer Maßnahmen, die den Schutz von Kindern und Jugendlichen verbessern und zugleich deren Teilhabe, Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit stärken. Prävention soll dabei als Qualitätsmerkmal moderner sportlicher Arbeit verstanden werden.
Auch der Umgang mit Tätern und entsprechenden Verdachtsfällen soll stärker in den Blick genommen werden. Das Projekt verfolgt deshalb das Ziel, Voraussetzungen für eine wirksame, transparente und möglichst einheitliche Sanktionierung im saarländischen Sport zu schaffen.
Beratung und unabhängige Aufarbeitung Die Sportministerkonferenz ist sich der großen Bedeutung des Themas Gewaltprävention im Sport deutlich bewusst und hat aus diesem Grund zwei Institutionen geschaffen, die als Anlaufstelle für
Betroffene dienen - die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport e.V.
und das Zentrum für Safe Sport.
Die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport e.V. bietet Betroffenen von sexualisierter, psychischer oder physischer Gewalt im Sport eine vertrauliche und auf Wunsch anonyme Erstberatung sowie Unterstützung in akuten Krisensituationen.
Das Zentrum für Safe Sport ergänzt dieses Beratungsangebot um die unabhängige Untersuchung, Aufarbeitung und Sanktionierung von Gewaltfällen im Sport. Zu den Aufgaben gehören unter anderem Untersuchungs-, Disziplinar- und Mediationsverfahren auf Grundlage des Safe Sport Codes sowie die Weiterentwicklung von Präventionsmaßnahmen.
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