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Spezialisierung der Leistungen und Abbau von Doppelstrukturen in Saarlouis

Von Redaktion Landespolitik | 10.09.2026 13:46 | Lesedauer: 4 Minuten

Die Geburtshilfe Saarlouis wird ab 2028 zentralisiert und am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth verstärkt spezialisiert. Doppelstrukturen werden abgebaut, und ein neues Perinatalzentrum Level 2 entsteht. Zudem wird die neurologische Frührehabilitation am DRK-Standort ausgebaut, um die Versorgungskette zu verbessern.
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Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit (MASFG)

Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit (MASFG)

Geburtshilfe wird zentralisiert, neurologische Versorgung ausgebaut, Kooperation verstärkt

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DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft mbH Saarland und Marienhaus Kliniken GmbH stellen zukünftige Zusammenarbeit
vor

Die Arbeiten am Krankenhausplan schreiten weiter voran. Nachdem die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft mbH Saarland
und die Marienhaus Kliniken GmbH bereits im vergangenen Jahr eine engere Zusammenarbeit beschlossen haben, kann es nun in die konkrete Umsetzungsphase gehen. Die Träger stellten heute im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium
die zentralen Eckpunkte dafür vor. 

„Die saarländische Landesregierung setzt sich mit höchster Priorität für eine wohnortnahe, flächendeckende und qualitativ
hochwertige medizinische Versorgung ein. Mit der Vereinbarung über eine engere Abstimmung zwischen der DRK Krankenhausgesellschaft Saarland und der Marienhaus Kliniken GmbH in Saarlouis wurden bereits im vergangenen Jahr wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen.
Heute können wir in die konkrete Umsetzungsphase starten. Die Zusammenarbeit sichert die Versorgungsstruktur vor Ort, indem Doppelstrukturen abgebaut und die jeweiligen Standortprofile geschärft werden. Damit stärken wir gezielt die Spezialisierung beider
Standorte“, so Gesundheitsminister Jung anlässlich der Pressekonferenz, auf der die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft mbH Saarland und die Marienhaus Kliniken GmbH die zentralen Eckpunkte ihrer zukünftigen Zusammenarbeit vorstellten.

Mit seinen beiden Krankenhäusern verfügt Saarlouis über eine leistungsstarke medizinische und pflegerische Versorgung. Die
hohe Fachkompetenz wird mit großem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser getragen. Beide Häuser, die unweit voneinander liegen, arbeiten bereits eng zusammen. Die Strukturen in Saarlouis sollen nun so weiterentwickelt werden, dass sie
den Herausforderungen einer sich wandelnden Krankenhauslandschaft Stand halten werden. Dafür müssen die Qualität weiter gestärkt und vorhandene Doppelstrukturen abgebaut werden.

Folgende Strukturveränderungen, die auf den Vorschlägen der Träger basieren und vom Gesundheitsministerium ausdrücklich unterstützt
werden, da sie die Qualität der Versorgung sichern und gleichzeitig eine auskömmliche, wirtschaftliche Basis für beide Standorte sichern, werden umgesetzt:

·Das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth wird ab 2028 der einzige Träger in Saarlouis sein, der geburtshilfliche Versorgung anbietet.
Das Marienhaus Klinikum plant damit einhergehend am Standort Saarlouis den Aufbau einer spezialisierten Einrichtung zur Versorgung von Risikoschwangeren, Frühgeborenen und kranken Neugeborenen sowie den Ausbau der pädiatrischen und kinderchirurgischen Strukturen
mit einem neuen Perinatalzentrum Level 2. Somit wird der Fachbereich der Pädiatrie und Geburtshilfe nachhaltig gestärkt und die Versorgung in Saarlouis insgesamt verbessert.

·Am Standort des Krankenhauses Saarlouis vom DRK werden zukünftig alle übrigen Leistungen der Allgemeinen Frauenheilkunde, der Urogynäkologie,
der Gynäkologischen Onkologie und Senologie konzentriert. Dies umfasst auch die für die Zertifizierung erforderlichen Prozesse, Boards und Kooperationsstrukturen.

·Das Krankenhaus Saarlouis vom DRK wird zukünftig die neurologische Frührehabilitation Phase B in Saarlouis und darüber hinaus aufbauen.
Hierdurch soll die Versorgungskette von der Schlaganfallversorgung über die neurologische Behandlung bis hin zur neurologischen Frührehabilitation gebündelt und ausgebaut werden. Das neurologische Leistungsangebot inklusive der zertifizieren Stroke Unit am
Marienhaus Klinikum soll ebenfalls unverändert fortgeführt werden.

·Beide Träger prüfen zudem die Perspektive einer standortübergreifenden onkologischen Zusammenarbeit bis hin zu einer möglichen Zertifizierung
beider Standorte als Onkologisches Zentrum im Rahmen eines abgestimmten onkologischen Strukturkonzepts.

„Mit der geplanten Zentralisierung der Geburtshilfe schaffen wir die Voraussetzungen, die geburtshilfliche Versorgung im
Sinne der Krankenhausplanung und der entsprechenden Leistungsgruppen langfristig auf hohem Qualitätsniveau und mit Versorgungssicherheit aufzustellen. Besonders wichtig ist dabei die enge Verbindung mit der pädiatrischen und kinderchirurgischen Versorgung,
die an einem Standort gebündelt und damit für Familien und Kinder optimal miteinander verknüpft werden kann“, sagt Anke Klauck, Geschäftsführerin Marienhaus Kliniken GmbH. „Damit stoßen wir den Prozess zur Weiterentwicklung unseres Standortes als Schwerpunktversorger
an. Mit der geplanten Etablierung der Level 2-Versorgung entsteht ein zusätzliches spezialisiertes Leistungsangebot, das die Bedeutung unseres Hauses für Stadt und Region weiter stärkt.“

Matthias Adler sieht mit diesem Schritt langfristige Vorteile für beide Standorte sowie die Patientinnen und Patienten: „Auf
dem Gebiet der Onkologischen Gynäkologie verfügt der DRK-Standort mit den zertifizierten Organzentren der Deutschen Krebsgesellschaft bereits heute über eine überregionale Bedeutung. In Folge der Differenzierung der Frauenheilkunde / Geburtshilfe werden beide
Standorte zukünftig noch enger bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung zusammenarbeiten. Mit der Früh-Reha Phase B wird unser Standort zukünftig von der zertifizierten Stroke Unit bis zur rehabilitativen Nachversorgung die komplette neurologische Versorgungskette
abbilden und eine wichtige Rolle auf diesem Gebiet einnehmen – von der Akutversorgung bis hin zur (Früh-) Rehabilitation und Nachsorge.

„Ich danke allen Beteiligten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen und Monaten. Als Arbeitsminister
war es mir - so wie den beiden Trägern selbst - insbesondere wichtig, dass die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewahrt werden und diese im nun anstehenden Prozess eng mitgenommen werden“, so Gesundheitsminister Jung abschließend.

Die getroffenen Vereinbarungen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer noch engeren Zusammenarbeit. Die Träger prüfen
derzeit, in welchen weiteren Bereichen der medizinischen Versorgung in Saarlouis eine Zusammenarbeit sinnvoll und zukunftsweisend ist.

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Quelle:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit
Schlagworte:
Saarlouis
DRK Krankenhausgesellschaft Saarland
Marienhaus Kliniken GmbH
Geburtshilfe
Perinatalzentrum Level 2
neurologische Frührehabilitation
Stroke Unit
Frauenheilkunde
onkologische Zusammenarbeit
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