Jedes Kind zählt – auf jedem Bildungsweg: Schulstarttour zeigt Vielfalt der saarländischen Bildungslandschaft
Zum Start des Schuljahres 2026/2027 besuchte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sechs Schulen verschiedener Schulformen im Saarland. Im Mittelpunkt standen der direkte
Austausch mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen sowie die Frage, wie gute Bildung Kinder und Jugendliche auf ihren unterschiedlichen Bildungswegen bestmöglich begleiten kann.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Jedes Kind zählt – unabhängig von
seinen Voraussetzungen und davon, welchen Bildungsweg es einschlägt. Unser Anspruch ist, dass jedes Kind im Saarland die Unterstützung bekommt, die es braucht, um seine Fähigkeiten und Talente zu entwickeln. Dafür investieren wir in starke Schulen, in mehr
Personal und in gute Rahmenbedingungen – und geben Schulen zugleich den Raum, neue Wege zu gehen.
Auf meiner Schulstarttour habe ich erlebt, was daraus vor Ort entsteht: individuelle Förderung, neue Formen des selbständigen Lernens, gelebte demokratische Mitbestimmung, europäische
Perspektiven und eine starke berufliche Bildung. Unsere Schulen gehen unterschiedliche Wege und haben doch ein gemeinsames Ziel: kein Kind zurückzulassen und jedem jungen Menschen eine gute Zukunft zu ermöglichen.“
Den Auftakt der Schulstarttour bildete die
CJD Christophorusschule in Homburg, die einzige staatlich anerkannte Berufsschule für Menschen mit Behinderung im Saarland. Im Mittelpunkt standen praxisorientierte Bildungswege und der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf. Die Schule zeigt,
wie junge Menschen individuell auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleitet werden und berufliche Bildung konkrete Zukunftsperspektiven eröffnet. Damit leistet sie zugleich einen wichtigen Beitrag zu mehr Teilhabe und zur Fachkräftesicherung im Saarland.
Wie wichtig passgenaue Unterstützung für die Entwicklung jedes einzelnen Kindes ist, wurde an der
Regenbogenschule in Emmersweiler und ihrer Dependance Dorf im Warndt deutlich. Die Schule geht mit dem Schulversuch „Mehrere Förderschwerpunkte an einem Förderschulstandort“ neue Wege und erprobt, wie Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen
Unterstützungsbedarfen noch besser gemeinsam lernen können. Die Arbeit der Schule zeigt zugleich, welche Bedeutung das Zusammenspiel multiprofessioneller Teams hat, um Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbstständigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und einer
möglichst selbstbestimmten Zukunft zu begleiten.
Dass demokratische Mitbestimmung bereits bei den Jüngsten beginnt, zeigte der Besuch der
Grundschule Riegelsberg. Mit ihrer Kinderkonferenz und dem mit dem Axel-Buchholz-Preis ausgezeichneten Podcast gibt die Schule Kindern früh die Möglichkeit, ihre Interessen einzubringen und ihr schulisches Umfeld aktiv mitzugestalten. Neben einem guten
Start in die Bildungsbiografie standen deshalb insbesondere Demokratiebildung und Beteiligung im Mittelpunkt, getoppt von einer eigenen Podcast-Folge mit der Ministerin.
Neue Wege beim selbstständigen Lernen standen bei der
Gemeinschaftsschule Saarlouis „In den Fliesen“ im Mittelpunkt. Mit der neu eingeführten „Saar-Zeit“ arbeiten Schülerinnen und Schüler selbstständig und in ihrem eigenen Tempo an Lernpaketen. Dabei können sie auswählen, an welchem Fach und auf welchem
Niveau sie arbeiten möchten, und werden in den Fachräumen von Fachlehrkräften begleitet. Die Schule verbindet damit individuelle Förderung und Eigenverantwortung mit gemeinschaftlichem Lernen. Zum neuen Schuljahr startete, passend zum MINT-Schwerpunkt der
Schule, außerdem das Profilfach „Die Natur und ich“.
Europa wird am
Warndt-Gymnasium jeden Tag ganz konkret gelebt. Mit dem AbiBac, der engen Verbindung zu Frankreich und vielfältigen grenzüberschreitenden Angeboten ist die europäische Ausrichtung des Saarlandes fest im Schulalltag verankert. Mehrsprachigkeit stärkt
dabei nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern eröffnet jungen Menschen zusätzliche Bildungs-, Studien- und Berufsperspektiven über Grenzen hinweg.
Den Abschluss der Schulstarttour bildete das
Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel. Dort präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Aktivitäten im Rahmen des FreiDAY und übergaben das Projekt von der Klassenstufe 7 an die neue Klassenstufe 6. Das Lernformat schafft Freiräume, in denen Schülerinnen
und Schüler eigene Ideen entwickeln, Projekte umsetzen und Verantwortung übernehmen. Selbstständiges Lernen, Kreativität und gesellschaftliches Engagement werden so im Schulalltag gestärkt.
„Diese Tour hat gezeigt, wie viel Kraft, Ideen und Engagement in unseren Schulen stecken. Unsere Aufgabe als Land ist es, dafür die richtigen Bedingungen zu schaffen: ausreichend
Personal, verlässliche Unterstützung, moderne Lernbedingungen und Freiräume für gute pädagogische Ideen. Denn gute Bildung entscheidet sich am Ende daran, ob wir jedes Kind erreichen – unabhängig von Schulform, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen.
Mein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Schulleitungen und Mitarbeitenden, die jeden Tag daran arbeiten, dass genau das gelingt und unsere Schulen zu Orten machen, an denen gemeinsam gelernt, Neues ausprobiert und Zukunft gestaltet
wird“, schließt Christine Streichert-Clivot ab.
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© Christine Funk