Kita-Beiträge sinken ab 1. August: Saarland entlastet weiter Familien
Zum 1. August 2026 sinkt der gesetzliche Elternanteil an den Personalkosten von 5 auf 2,5 Prozent. Ab dem 1. Januar 2027 schafft die Landesregierung diese Kita-Elternbeiträge vollständig
ab. Anlässlich der weiteren Absenkung besuchen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot unter anderem am morgigen Freitag die Kita „Villa Winzig“ in Neunkirchen.
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Die Abschaffung der Kita-Beiträge ist die größte Netto-Lohnerhöhung,
die viele Familien im Saarland je bekommen haben. Gleichzeitig verstärken wir mit dem Kita-Turbo den Bau zusätzlicher Plätze, werben um zusätzliches Personal und senken die zulässigen Schließtage gesetzlich schrittweise ab. Diese Maßnahmen sind eine große
Entlastung für Familien, aber auch wirtschaftspolitisch extrem sinnvoll.“
Die Landesregierung senkt seit August 2023 den gesetzlichen Elternanteil der Kita-Personalkosten in jedem neuen Kita-Jahr schrittweise. Mit der Senkung auf 2,5 Prozent zum 1. August 2026
erreicht das Saarland nun die letzte Zwischenstufe. Zum 1. Januar 2027 ist der vollständige Abbau der Elternbeiträge erreicht.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Familien brauchen Rahmenbedingungen, die ihnen
den Rücken freihalten. Bezahlbare Kinderbetreuung ist ein entscheidender Baustein dafür, dass Eltern Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren können. Mit ihrem schrittweisen Abbau geben wir Eltern mehr Freiheit bei der Gestaltung ihres Familien- und Berufslebens
und sorgen dafür, dass frühkindliche Bildung allen Kindern uneingeschränkt offensteht.“
Die Kita-Elternbeiträge entsprechen einem gesetzlich festgelegten Anteil an den Personalkosten der Einrichtungen. Mit jeder Absenkung übernimmt das Land einen größeren Teil dieser Kosten,
während der von den Eltern zu zahlende Anteil entsprechend sinkt.
Wie deutlich Familien dadurch finanziell entlastet werden, zeigt ein Beispiel aus dem Regionalverband Saarbrücken: Für eine Familie mit zwei Kindern, von denen eines einen Ganztagsplatz
in der Krippe und das andere einen Ganztagsplatz im Kindergarten besucht, bedeutet die vollständige Beitragsfreiheit eine jährliche Ersparnis von rund 3.300 Euro gegenüber dem Jahr 2021.
Von der Absenkung profitieren auch die Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken. Sie übernehmen im Rahmen der wirtschaftlichen Jugendhilfe die Kita-Beiträge für Familien, denen
die Zahlung aufgrund ihres Einkommens nicht zugemutet werden kann. Sinkt der Elternanteil, werden daher auch die kommunalen Jugendhilfeträger entlastet.
Mit dem schrittweisen Beitragsabbau stärkt das Saarland die frühkindliche Bildung und gibt Familien mehr finanziellen Spielraum. So soll jedes Kind unabhängig vom Geldbeutel der Eltern
von guter Bildung und verlässlicher Betreuung profitieren können.