Es gibt Menschen, die sich ihr Leben lang für die Gemeinschaft engagieren. Helmut Engeldinger zählt zu ihnen. Der Hauptbandmeister erhielt von Innenstaatssekretär Christian Seel das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr. Bürgermeister Jörg Wilhelmy konnte in der Feierstunde am vergangenen Donnerstag Herrn Engeldinger`s Familie, Landrat Patrik Lauer, Landtagsabgeordneten Raphael Schäfer, Kreistagsmitglieder, Beigeordnete und Gemeinderatsmitglieder der Gemeinde Ensdorf, Feuerwehrangehörige und Freunde des Ehrenträgers im Sitzungssaal des Ensdorfer Rathauses willkommen heißen.

Helmut Engeldingers ehrenamtliches Engagement begann 1963 mit seinem Beitritt in die Jugendfeuerwehr Ensdorf, die Übernahme in die aktive Wehr erfolgte drei Jahre später, wo er über 47 Jahre Dienst leistete und in verschiedenen Führungspositionen tätig war. Anfang der 80er Jahre begann er mit der Ausbildung der Atemschutzgeräteträger. 1990 übernahm er das Amt des Atemschutzgerätewartes, welches er bis zu seiner Wahl als Wehrführer im März 1993 innehatte. 15 Jahre lang trug er in dieser Funktion große Verantwortung für die Sicherheit der Bürger und die Ausbildung der Feuerwehrleute, leitete schwierige Einsätze und überwachte die Einsatzbereitschaft der örtlichen Löschbezirke. Der Bundesverdienstkreuzträger bemühte sich immerfort erfolgreich darum, die Freundschaften zwischen der Feuerwehr Ensdorf, der gleichnamigen Feuerwehr in der Oberpfalz sowie der Feuerwehr Geiselsberg in Südtirol fortzuführen und die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Mitte der 80er Jahre baute er eine Wettkampfgruppe auf, mit der er auch selbst über 15 Jahre an internationalen Feuerwehrwettkämpfen teilnahm. Ein besonderes Anliegen war ihm die Jugendfeuerwehr, für die er bis heute viel Zeit investiert. Seit Anfang dieses Jahres gehört er auch dem neu gegründeten Arbeitskreis „Geschichte von Ensdorf“ an. Der Geehrte vertrat darüber hinaus auch auf vielfältige Art und Weise seit Ende der 80-er Jahre die Feuerwehr auf Kreisebene.

Obwohl der heutige Würdenträger sich im Jahre 2008 aus dem aktiven Dienst verabschiedete, engagiert er sich bis heute für die Feuerwehr. So bringt er sich tatkräftig und unermüdlich in der Öffentlichkeitsarbeit der Wehr ein, betreut deren Homepage und die Chronik. Weiterhin arbeitet er am Projekt „Feuerwehr für Alle“ mit, welches er ins Leben gerufen hat. Außerdem ist Herr Engeldinger auch im Freundeskreis für Flüchtlinge Ensdorf seit sieben Jahren aktiv. Mit Vorträgen schult er ausländische Flüchtlinge über das Verhalten im Not- bzw. Brandfall. Zusätzlich war er wesentlich an der Gründung des Fördervereins der Ensdorfer Wehr beteiligt, den er seit 2011 auch als Vorsitzender leitet.

Bürgermeister Jörg Wilhelmy brachte in seiner Begrüßungsrede seine Anerkennung für das Lebenswerk von Helmut Engeldinger zum Ausdruck. Er bedankte sich bei ihm für sein unermüdliches und vielfältiges ehrenamtliches Engagement. Die Gemeinde sei stolz auf ihn wie auf alle bisherigen Ehrenträger von Ensdorf.

 „Herr Engeldinger hat mehrere Jahrzehnte zahlreiche Aufgaben bei der Freiwilligen Feuerwehr übernommen und somit zum Wohle unseres Gemeinwesens angepackt. Die heutige Verleihung soll zum Ausdruck bringen, wie sehr unsere Gesellschaft Leistungen wie die von Herrn Engeldinger schätzt und dass ein Staat nicht ohne dieses Engagement funktionieren kann“ so Staatssekretär Christian Seel in seiner Laudatio.

Landrat Lauer bedankte sich im Namen des Landkreises und Kreistages bei Herrn Engeldinger für sein außergewöhnliches Engagement. Er sei für ihn der Fels des Ehrenamtes in einer Gesellschaft, in der sich leider immer weniger für das Allgemeinwohl interessierten.

Den Dankesreden schlossen sich Kreisbrandinspekteur Bernd Paul, Wehrführer Jürgen Wolfert und Landtagsabgeordneter Raphael Schäfer an.

Helmut Engeldinger freute sich über die hohe Auszeichnung und Würdigung seiner Arbeit. Er bedankte sich bei allen, die mit dazu beigetragen haben, dass ihm diese große Ehre zu Teil wurde und besonders bei dem ehemaligen Bürgermeister Hartwin Faust, der den Ehrungsvorschlag auf den Weg gebracht hatte.

Im Anschluss an die Reden trugen sich Innenstaatssekretär Christian Seel und Hauptbrandmeister Helmut Engeldinger in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

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