0.3 C
Saarbrücken
„Schwimmen ist eine Grundfertigkeit. Es rettet Leben.“

Lions Club finan­ziert Schwimm­kurs für Kinder

Laut DLRG galten bereits vor der Corona-Pandemie nur 40 % der Zehnjährigen als sichere Schwimmer; nach der Pandemie dürfte es noch weniger sein.

Daher finan­zier­te der Lions Club St. Ing­bert aus dem Erlös des „Hel­fen­den Advents­ka­len­ders 2021“ und Spen­den einen Schwimm­lern­kurs für Kin­der, deren Eltern die Kos­ten für ein sol­ches Ange­bot nicht selbst tra­gen kön­nen. „Uns ist es wich­tig, dass mög­lichst vie­le Kin­der die Grund­aus­bil­dung im Was­ser genie­ßen. Schwim­men zu kön­nen, ist nicht nur gesund und mit viel Freu­de ver­bun­den, es kann lebens­ret­tend sein!“, betont Club-Mas­ter Jörg Wil­hel­mi. Er und sein Kol­le­ge Die­ter Schmitt waren ins „blau“ gekom­men, um die 10 sechs- bis zehn­jäh­ri­gen Kin­der des „Swim-Stars“-Kurses zu begrü­ßen – und sie hat­ten ein tol­les Geschenk dabei: Jedes Kind bekam einen Ruck­sack mit einer Chlor­bril­le, einer Bade­ho­se oder einem Bade­an­zug und ein tol­les T‑Shirt. Nach Ablauf des Kur­ses gibt es bereits Plä­ne für wei­te­re Angebote.

„Das hier ist unser Super-Schwim­mer“, stell­te Ste­fa­nie Sebas­ti­an einen Jun­gen vor, der schon rich­tig gut schwim­men kann. Sie arbei­tet ehren­amt­lich für die Schwimm­freun­de St. Ing­bert e.V. und lei­tet den Kurs gemein­sam mit ihrer Kol­le­gin Bar­ba­ra Siehr. „Coo­le Hose“, freu­te sich ein ande­rer Jun­ge, zog die Chlor­bril­le an und war kaum noch zu hal­ten. „Die Kin­der haben so viel Spaß“, erzähl­te Doris Leh­mann, Vor­sit­zen­de der Tafel Hom­burg, die den Kurs den Eltern und ihren Kin­dern ange­bo­ten hat. „Lei­der ist es oft schwer, die Eltern davon zu über­zeu­gen, dass die Kin­der regel­mä­ßig kom­men müs­sen. Aber die­ses Ange­bot ist ein groß­ar­ti­ger Anreiz sowohl für die Kin­der als auch für die Eltern.“

„Schwim­men ist eine Grund­fer­tig­keit. Es ret­tet Leben.“

Bei der Geschen­ke-Über­ga­be war krank­heits­be­dingt lei­der nur die Hälf­te der Kin­der im Schwimm­bad. Doch auch die Bei­geord­ne­te für Kin­der und Bil­dung, Nadi­ne Backes, beton­te, wie wich­tig es ist, dass alle Kin­der früh­zei­tig schwim­men ler­nen. „Als Direk­to­rin einer Grund­schu­le sehe ich sehr deut­lich, wie vie­le Kin­der noch nie im Was­ser waren. Dann geht es irgend­wann auf Klas­sen­fahrt oder in den Schwimm­un­ter­richt der wei­ter­füh­ren­den Schu­le und die Kin­der müs­sen dane­ben­ste­hen, wenn ande­re Spaß haben“, erzähl­te sie. Selbst vie­le Jah­re als Schwimm­trai­ne­rin im Ver­ein tätig, weist sie zudem eben­falls dar­auf hin: „Schwim­men ist eine Grund­fer­tig­keit. Es ret­tet Leben.“

Und schon plansch­te und spritz­te es wei­ter im Lehr­schwimm­be­cken. Die bun­te Nudel unter den Bauch geklemmt, konn­ten die meis­ten Kin­der sogar schon unter Was­ser aus­at­men. Beim „Swim-Stars“-Kurs geht es also wirk­lich nicht nur um Spaß, son­dern auch dar­um, Sicher­heit und Selbst­stän­dig­keit im Was­ser zu gewin­nen, die rich­ti­ge Tech­nik zu ler­nen und an die Schwimm­sti­le her­an­ge­führt zu wer­den. Am Ende des Kur­ses kann sogar das „See­pferd­chen-Abzei­chen“ erwor­ben werden.

Quelle:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt St. Ingbert

Weitere Artikel aus dieser Kategorie