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Das war 2022 aus Sicht der Stadt Lebach

Dass auch der Lebacher Wald vor großen Herausforderungen steht, war keine überraschende Meldung und dennoch bereitete uns der Waldzustandsberichts zu Beginn des Jahres Sorgen.

Auf­grund anhal­ten­der Dür­re­pe­ri­oden und Schäd­lings­be­fall muss­ten vie­le Bäu­me gefällt wer­den, weil ihre Stand­si­cher­heit nicht mehr gewähr­leis­tet war. Doch die Umstruk­tu­rie­rung des Wal­des ist bereits in vol­lem Gan­ge. Ört­li­che Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen, Schu­len und Unter­neh­men haben die Auf­fors­tung finan­zi­ell durch den Ankauf von Jung­bäu­men unter­stützt und bei gemein­sa­men Pflanz­ak­tio­nen kräf­tig mit ange­packt. Dafür an die­ser Stel­le ein ganz herz­li­ches Dankeschön!

Ein The­men­schwer­punkt, der uns das gan­ze Jahr über beschäf­tigt hat, war das Hoch­was­ser- und Stark­re­gen­ma­nage­ment. Orts­be­ge­hun­gen und Bür­ger­work­shops waren ers­te Schrit­te, wei­te­re wie z.B. das Erstel­len einer Stark­re­gen­ge­fah­ren für das Stadt­ge­biet wer­den folgen.

In die Schlag­zei­len gera­ten ist Lebach durch die Ein­füh­rung einer soge­nann­ten Hun­de­kot­beu­tel-Pflicht. Dabei geht es kei­nes­wegs um Abzo­cke als viel­mehr um den Appell an die Ver­nunft aller Hun­de­be­sit­zer, im Sin­ne der All­ge­mein­heit die Hin­ter­las­sen­schaf­ten der Vier­bei­ner kor­rekt zu ent­sor­gen. Die Stadt selbst hat im Lau­fe des Jah­res die Zahl der Hun­de­toi­let­ten im Stadt­ge­biet auf 53 erhöht. An die­sen soge­nann­ten „Dog Sta­ti­ons“ erhal­ten „Herr­chen und Frau­chen“ nicht nur kos­ten­los Hun­de­kot­beu­tel, sie kön­nen die vol­len Beu­tel dort auch wie­der kos­ten­los entsorgen.

Anfang Febru­ar stan­den gleich zwei Bau­maß­nah­men im Mit­tel­punkt des Gesche­hens: Zum einen konn­te Bür­ger­meis­ter Klaus­pe­ter Brill gemein­sam mit Innen­mi­nis­ter Klaus Bouil­lon das neue Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus für den Lösch­be­zirk „Lebach West“ in Falscheid offi­zi­ell in Betrieb neh­men, zum ande­ren stell­te die Lei­tung des Leba­cher Cari­tas-Kran­ken­hau­ses das ers­te 3D-Modell zu ihren Neu­bau­plä­nen vor.

Land­auf, land­ab wur­den ab März Hilfs­gü­ter für die Men­schen in der Ukrai­ne gesam­melt, vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger stell­ten Unter­künf­te für die vor dem rus­si­schen Angriffs­krieg geflo­he­nen Men­schen zur Ver­fü­gung. Auch unse­re Hilfs- und Sozi­al­diens­te haben Hilfs­trans­por­te orga­ni­siert und die Ankömm­lin­ge in Lebach mit Klei­dung, Spiel­sa­chen und Haus­halts­wa­ren unterstützt.

Um einen zukunfts­fä­hi­gen, nach­hal­ti­gen und regio­na­len Ent­wick­lungs­pro­zess anzu­sto­ßen und För­der­gel­der der EU zu gene­rie­ren, haben sich acht Kom­mu­nen — dar­un­ter auch die Stadt Lebach – im April zur Lea­der-Regi­on Saar­Mit­te8 zusam­men­ge­schlos­sen. Per­spek­ti­visch sehen die Kom­mu­nen mit einer ent­spre­chen­den Stra­te­gie gro­ße Chan­cen für die Ent­wick­lung des länd­li­chen Rau­mes und die Mög­lich­keit, aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam begeg­nen zu können.

Im Früh­jahr began­nen auch die ers­ten neu­en Pflan­zen in der Leba­cher Fuß­gän­ger­zo­ne zu sprie­ßen und zu blü­hen, der Ver­an­stal­tungs­ka­len­der in Lebach mit sei­nen elf Stadt­tei­len füll­te sich rasant. Künst­ler woll­ten end­lich wie­der auf die Büh­ne, Men­schen nach den Ein­schnit­ten der letz­ten Jah­re wie­der Märk­te und Fes­te besu­chen. Der erst­mals in Lebach Anfang Mai statt­fin­den­de Mit­tel­al­ter­markt war ein gro­ßer Erfolg und lock­te Groß und Klein zur mit­tel­al­ter­li­chen Zelt­stadt auf die ehe­ma­li­ge Pfer­de­renn­bahn. Ver­an­stal­ter und Stand­be­trei­ber waren so zufrie­den mit dem Zuspruch, dass sie die zwei­te Auf­la­ge für 2023 bereits ter­mi­niert haben.

Die Som­mer­mo­na­te waren geprägt von Dorf­fes­ten und Kir­mes­fei­er­lich­kei­ten in den Stadt­tei­len sowie klei­nen und grö­ße­ren Sport- und Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen. Am hei­ßes­ten Tag des Jah­res, am 19. Juli, wur­de die Ein­wei­hung der neu­en Leba­cher Fuß­gän­ger­zo­ne unter dem Mot­to „City ent­de­cken“ gefei­ert. Als „gelun­ge­nes Pro­jekt“ bezeich­ne­te Rein­hold Jost, frisch geba­cke­ner saar­län­di­scher Minis­ter für Inne­res, Bau­en und Sport, die Umge­stal­tung. Die „City“ lädt wie­der zum Ver­wei­len ein, ist grü­ner gewor­den und strahlt nach ein­ein­halb Jah­ren Bau­zeit nicht nur an hei­ßen Tagen medi­ter­ra­nes Flair aus. Den gan­zen Som­mer über waren die Was­ser­fon­tä­nen Anzie­hungs­punkt für Kin­der und Jugendliche.

Im Juli fand die Grund­stein­le­gung für einen neu­en Ver­brau­cher­markt in Thalex­wei­ler statt und die Stadt star­te­te den Krea­tiv-Wett­be­werb „Lieb­lings­platz in Lebach ent­de­cken“. Zahl­rei­che Fotos, Kunst­wer­ke, Lie­der, Vide­os und Gedich­te haben uns seit­dem erreicht.

Im Sep­tem­ber ging es Schlag auf Schlag: Zelt­fes­ti­val mit inter­na­tio­na­len Stars der Musik­bran­che, eine über­aus erfolg­rei­che zwei­te Auf­la­ge der Land- und Forst­wirt­schafts­ta­ge mit dem „Ebbes-von-hei“-Genussmarkt, die Leba­cher Wiesn und vie­le wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen rund um die Grü­nen Woche mit dem krö­nen­den Abschluss am Mariä Geburts­markt lock­ten unzäh­li­ge Besu­che­rin­nen und Besu­cher nach Lebach. Das neue Kon­zept des Leba­cher Mondschein­mark­tes nur zwei Wochen spä­ter kam eben­falls bes­tens an. Dicht gedrängt fla­nier­ten Gäs­te aus nah und fern durch die Fuß­gän­ger­zo­ne und bestaun­ten regio­na­le, selbst­ge­mach­te, kuli­na­ri­sche und hand­werk­lich gestal­te­te Geschenk- und Dekoartikel.

Im Okto­ber wur­de der Pla­nungs­ent­wurf für den Neu­bau der Kin­der­ta­ges­stät­te in Lands­wei­ler vor­ge­stellt, aber auch für Stein­bach wur­de die Schaf­fung von zusätz­li­chen Krip­pen­plät­ze ange­kün­digt. In der letz­ten Sit­zung des Leba­cher Stadt­ra­tes erfolg­te sowohl die Ver­ga­be der Archi­tek­ten­leis­tun­gen als auch die Ver­ga­be der Inge­nieur­leis­tun­gen zur tech­ni­schen Gebäu­de­aus­rüs­tung für den Neu­bau der städ­ti­schen Kin­der­ta­ges­stät­te in Gresaubach.

Im Okto­ber stell­te die Deut­sche Glas­fa­ser als sicht­ba­res Zei­chen für den Aus­bau­be­ginn ers­te Haupt­ver­tei­ler auf, eine Dele­ga­ti­on der Stadt­ver­wal­tung hat gemein­sam mit den fran­zö­si­schen Freun­den in der Part­ner­stadt Bit­che Hal­lo­ween gefei­ert und in Gres­au­bach wur­de mit Nils Kam­mer ein Welt­meis­ter geehrt.

Mit­te Novem­ber infor­mier­te der Inves­tor über den Stand der Din­ge zum Ein­kaufs­zen­trum „Wei­her­müh­le“ in der Saar­brü­cker Stra­ße, wo Mit­te nächs­ten Jah­res der Ver­brau­cher­markt „Rewe“ sowie „Tho­mas Phil­ipps“ als Anker­mie­ter ein­zie­hen sol­len. Außer­dem wur­den in der Stadt­hal­le rund 100 Jugend­li­che und 130 Akti­ve für ihre sport­li­chen Leis­tun­gen geehrt. Coro­nabe­dingt muss­te die Ehrung zwei Jah­re aus­fal­len, so dass nun eine Viel­zahl an Aus­zeich­nun­gen nach­ge­holt wurde.

Im Dezem­ber tra­fen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nach zwei Jah­ren Pau­se auch end­lich wie­der auf den Advents- und Weih­nachts­märk­ten vor Ort, um sich auf das bevor­ste­hen­de Weih­nachts­fest ein­zu­stim­men. „Ich hof­fe, Sie haben eine stress­feie Zeit und kön­nen das Weih­nachts­fest im Krei­se all der Men­schen genie­ßen, die Ihnen am Her­zen lie­gen. Für das neue Jahr wün­sche ich Ihnen bereits an die­ser Stel­le alles erdenk­lich Gute, vor allem Gesund­heit. Hof­fen wir, dass 2023 weni­ger von Krieg und Kri­sen geprägt wird und die Welt ein wenig zur Ruhe kommt“, rich­tet der Leba­cher Bür­ger­meis­ter Klaus­pe­ter Brill kurz vor Jah­res­en­de sei­ne Wor­te und Wün­sche an die Bevölkerung.

Quelle:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Lebach

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