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Saarbrücken
Liebevolles und vorübergehendes Zuhause

Die Kat­zen­ret­ter im Kat­zen­haus in Oberwürzbach

„Manche Tiere kommen fast verhungert und mit verquollenen Augen zu uns“, erzählt die erste Vorsitzendes des Vereins Katzenfreunde e.V. Beatrice Speicher-Spengler.

Die vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer des Ver­eins pep­peln sie mit­hil­fe einer Tier­ärz­tin wie­der auf und geben ihnen ein lie­be­vol­les, vor­über­ge­hen­des Zuhau­se. Seit 40 Jah­ren ret­ten die Katz­lieb­ha­ber in ihrer Frei­zeit Tie­re in Not und ver­mit­teln sie an neue Eigen­tü­mer. Das erfor­dert viel Enga­ge­ment, tol­le Ideen und natür­lich auch ein finan­zi­el­les Pols­ter. „Im Moment haben wir ein­fach Angst davor, was durch die gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten auf uns zukommt“, gesteht Frau Spei­cher-Speng­ler. Vor zwei Jah­ren hat der Ver­ein in eine neue Gas­hei­zung inves­tiert, weil die alte maro­de war. Im letz­ten Jahr wur­de das längst bau­fäl­li­ge Dach saniert. Nun über­le­gen die Tier­freun­de, ob und wie bzw. mit wel­chen Zuschüs­sen eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge finan­zier­bar wäre, damit die Heiz- und Strom­kos­ten nicht explo­die­ren. „Wir kön­nen zwar die Hei­zung dros­seln, aber die Kit­ten und ihre Müt­ter brau­chen eine war­me Umge­bung. Und die Wasch­ma­schi­ne muss bei uns mehr­mals am Tag lau­fen, denn Hygie­ne ist die Grund­la­ge für die Gesund­heit der Kat­zen“, berich­tet sie. Und natür­lich sind, wie für alle Tier­be­sit­zer, auch die Kos­ten für das Fut­ter und den Tier­arzt gestiegen.

Die Sor­gen neh­men kann den Kat­zen­freun­den auch Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ulli Mey­er bei sei­nem Besuch nicht. „Wir hof­fen, dass sich die Lage wie­der ein wenig beru­higt, aber so nied­rig wie frü­her wer­den die Ener­gie­kos­ten nicht mehr wer­den“, bedau­ert er. Mit Freu­de unter­stützt er jedoch die Arbeit des Kat­zen­haus-Teams mit einem Scheck über 300 Euro, denn „Sie leis­ten eine enorm wich­ti­ge Arbeit für die Tie­re. Ihr Enga­ge­ment ist wirk­lich bemerkenswert.“

So geht es bei den Kat­zen­freun­den nicht nur dar­um, die Tie­re zu pfle­gen, son­dern auch Geld zu sam­meln. Daher orga­ni­sie­ren sie jedes Jahr ein bun­tes Som­mer­fest, das bei den St. Ing­ber­tern bereits bekannt ist und gern besucht wird. In der Advents­zeit fand im Gar­ten des Kat­zen­hau­ses an jedem Sams­tag und Sonn­tag ein klei­ner Weih­nachts­markt statt. Krän­ze und Geste­cke, selbst­ge­mach­te Lecke­rei­en und Gebas­tel­tes wur­den hier zum Ver­kauf ange­bo­ten. Der Erlös kommt natür­lich den Stu­ben­ti­gern zugu­te.
www.katzenfreunde-wadgassen.de

Quelle:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt St. Ingbert

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