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    Minis­ter­prä­si­den­tin bricht Wahlversprechen

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    Saarland Today Redaktionen

    Jun­ge FREIE for­dern bezahl­ba­res Nach­folge­ti­cket für den ÖPNV im 52 Mil­lio­nen, das ist die Anzahl der ver­kauf­ten 9 Euro-Tickets bun­des­weit. Im Saar­land wur­de es mehr als 300.000 Mal ver­kauft, das Ticket ist also in der brei­ten Bevöl­ke­rung ange­kom­men, der ÖPNV wur­de stär­ker als zuvor genutzt. Die Lan­des­re­gie­rung hat es aus unse­rer Sicht ver­passt, umge­hend ein Nach­fol­ge­an­ge­bot für das aus­ge­lau­fe­ne 9- vorzulegen.

    Wir Jun­ge FREIE for­dern schon seit lan­gem ein bezahl­ba­res Ver­bund­ti­cket für den Regio­nal­ver­kehr, daher steht für uns fest, dass es eine Anschluss­lö­sung geben muss. Vor allem jun­ge Leu­te wie Schüler, Azu­bis oder auch Teil­neh­mer am Frei­wil­li­gen Sozia­len Jahr oder dem Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst sind häu­fig auf den ÖPNV ange­wie­sen und ste­hen ihm beson­ders offen gegenüber. Doch die aktu­el­le all­ge­mei­ne Preis­ent­wick­lung macht den Ticket­kauf für vie­le unbe­zahl­bar. Gera­de die spon­ta­ne oder gele­gent­li­che Nut­zung ist für vie­le Men­schen zu teu­er gewor­den. Aktu­ell zahlt man als Erwach­se­ner für einen Ein­zel­fahr­schein 2,40 Euro. Das saar­land­wei­te Abo für den gesam­ten ÖPNV kos­tet 99 Euro, das ist für vie­le Gering­ver­die­ner ein­fach zu viel. Zur Land­tags­wahl 2022 for­der­ten wir FREIE WÄHLER ein günstiges Ticket für alle: Ein Euro pro Tag, 30 Euro pro Monat.

    Die Saar-SPD mit Anke Reh­lin­ger, die bekannt­lich die Wahl gewann und seit­her ohne Koali­ti­ons­part­ner regie­ren kann, ver­sprach ihren Wäh­lern, ein 365 einführen zu wol­len. Das wäre auch nach unse­rer Ansicht eine fai­re Lösung! Doch nun erklär­te die Ver­kehrs­mi­nis­te­rin Petra Berg, dass es weder eine Fortführung des 9‑Eu­ro-Tickets noch das ver­spro­che­ne 365 Euro Ticket geben wird, da es kei­ne Finan­zie­rungs­mög­lich­keit gäbe!

    Den Bruch die­ses Wahl­kampf­ver­spre­chen der Saar-SPD wol­len und wer­den wir nicht ein­fach so hin­neh­men! Man könn­te es als heuch­le­risch bezeich­nen, erst etwas zu ver­spre­chen, ja sogar in die brei­te Öffent­lich­keit unter ande­rem mit Pla­ka­ten zu bewer­ben und nun das The­ma ein­fach so unter den Tisch keh­ren zu wol­len und jeg­li­che Ver­ant­wor­tung von sich zu wei­sen. Das soll ernst­haft die Ant­wort auf die aktu­el­len Pro­ble­me unse­rer Zeit sein? Nein, das ist es gewiss nicht. Das ist ein­fach nur schwach.

    Unser Lan­des­vor­sit­zen­der Bran­don Lee Pos­se kri­ti­siert die­se Vor­ge­hens­wei­se: „Unse­re Lan­des­re­gie­rung ver­spielt aktu­ell nicht nur das Ver­trau­en der Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler, sie ver­spielt auch die Chan­ce, eine ech­te Ver­kehrs­wen­de in unse­rem Land ein­zu­lei­ten und das Land in Rich­tung Kli­ma­neu­tra­li­tät zu bewe­gen. Wir Jun­ge FREIE sind maß­los von unse­rer Lan­des­re­gie­rung sowie über die Aus­sa­ge der , es sei an kei­ner Stel­le Geld übrig, ent­täuscht. Des­halb for­dern wir drin­gend eine Aufarbeitung.”

    Lie­be Lan­des­re­gie­rung; bit­te macht eue­re Haus­auf­ga­be und sorgt für ein ent­spre­chen­des Nach­fol­ge­an­ge­bot! Und zwar so schnell wie möglich!

    -Die Zukunft ist orange-

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