Mittwoch, 5. Oktober 2022
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    Die Pfan­nen-Gewin­ner 2022 ste­hen fest 

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    Saarland Today Redaktionen

    Bereits zum 37. Mal durf­ten sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher der St. Ing­ber­ter Pfan­ne an einem abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramm erfreu­en. 12 Künst­le­rin­nen und Künst­ler haben in den ver­gan­ge­nen Tagen auf der Büh­ne der Indus­trie­ka­the­dra­le auf der Alten Schmelz ihr Kön­nen unter Beweis gestellt. Vier davon dür­fen sich nun über ein kup­fer­nes Koch­ge­schirr aus freuen.

    An vier Wett­be­werbs­ta­gen erleb­te das Publi­kum klas­si­sches Kaba­rett, Stand-Up Come­dy, Artis­tik, Musik-Kaba­rett und vie­les mehr. Auch dies­mal war alles dabei, was den renom­mier­ten Klein­kunst­preis so begehrt und beliebt macht. 

    Miss Allie - © Philipp Eisermann
    Miss Allie — © Phil­ipp Eisermann

    Am Frei­tag, 9. , wur­den ab 19.30 Uhr in der Indus­trie­ka­the­dra­le die drei Jury-Prei­se und der Publi­kums­preis verliehen. 

    Alle Sie­ger erhiel­ten eine der begehr­ten — mit jeweils 4.000 Euro dotier­ten ‑Kup­fer­pfan­nen, von denen zwei von der Pfan­nen-Haupt­ju­ry aus­er­ko­ren wurden. 

    Tho­mas Reis bot „Mit Abstand das Bes­te“, so auch die Mei­nung der Haupt­ju­ry, und gewann nach tosen­dem Bei­fall einen der bei­den Jury­prei­se. Der seit 35 Jah­ren wir­ken­de Autor und Kaba­ret­tist ser­viert Sati­re par excel­lence. Schil­lernd, scharf­sin­nig und bis­sig prä­sen­tiert das Schwer­ge­wicht des poli­ti­schen Kaba­retts mit schwar­zem Humor scho­nungs­lo­se Ana­ly­sen gepaart mit bril­lan­ten Wort­spie­len und plat­ziert mes­ser­scharf eine Poin­te nach der ande­ren. Schon 1987 gewann Tho­mas Reis eine der belieb­ten Pfannen.

    HinnerkKöhn - © Marc Huth
    HinnerkKöhn — © Marc Huth

    Den zwei­ten gleich­wer­ti­gen Jury­preis erhielt die Sin­ger-Song­wri­te­rin Miss Allie. Fas­sungs­los authen­tisch bringt die Lie­der­ma­che­rin einer neu­en Genera­ti­on eine akus­ti­sche Gitar­re, ein Herz und Wel­len an Emo­tio­nen mit und rückt lie­be­voll Tabu-The­men des all­täg­li­chen Lebens ins Ram­pen­licht. Ihr Ver­spre­chen „Aus Schei­ße wird Gold“ ver­packt die schlag­fer­ti­ge, koket­te und emo­tio­na­le Musi­ke­rin in ein wahr­haf­ti­ges Kon­zert­er­leb­nis und spielt sich mit ganz eige­nem Charme in die Her­zen ihrer Zuhörenden.

    Hin­nerk Köhn durf­te sich über den Preis der Kul­tus­mi­nis­te­rin, wel­cher all­jähr­lich von einer Jugend­ju­ry ver­lie­hen wird, freu­en. Der Stand-Up Come­di­an konn­te die jun­gen Men­schen aus dem gesam­ten für sich gewin­nen. “Bit­ter” klingt es, wenn das Nord­licht aus dem eige­nen Leben plau­dert. Egal ob Sauf­spie­le in der Jugend, miss­glück­te Ver­su­che in der Lie­be oder furcht­ba­re Fami­li­en­fei­ern – doch alles stets beglei­tet von einem Lachen. Eine wun­der­ba­re Melan­ge aus Witz und Melan­cho­lie, irgend­wie will man Abstand hal­ten und den 28-Jäh­ri­gen gleich­zei­tig in den Arm nehmen.

    Thomas Reis - © Fabian MONDL
    Tho­mas Reis — © Fabi­an MONDL

    Den dies­jäh­ri­gen Publi­kums­preis erhielt das Mann­hei­mer Musik-Kaba­rett-Duo „Macke­fisch“. Lucie Mackert und Peter Fischer neh­men mit Fein­ge­fühl und Sinn für Humor die Gefühls­la­ge unse­rer Gesell­schaft, den „Har­mo­nie­der­gang“ ins Visier. Der Vir­tuo­se am und die Mul­ti-Instru­men­ta­lis­tin an Gitar­re, Ban­jo und Kof­fer­trom­meln trump­fen gekonnt mit impul­si­ven Rhyth­men, pop­pi­gen Melo­dien und har­mo­ni­sie­ren­dem zwei­stim­mi­gem Gesang. Hier­für belohn­te sie das Publi­kum mit ste­hen­dem Bei­fall und dem mehr­heit­li­chen Votum für den vier­ten Preis des Kleinkunstwettbewerbes.

    Allen Gewin­ne­rin­nen und Gewin­nern unse­re herz­lichs­ten Glückwünsche!

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