0.3 C
Saarbrücken

St. Ing­ber­ter Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu Gast in Radebeul

Seit vie­len Jah­ren ist das letz­te Wochen­en­de im August bei der Stadt­ver­wal­tung reser­viert für die Städ­te­part­ner­schaft mit Rade­beul. Es ist mitt­ler­wei­le eine schö­ne Tra­di­ti­on gewor­den, dass Bürg­erfahr­ten von bzw. nach Rade­beul statt­fin­den. So auch in die­sem Jahr, in dem die St. Ing­ber­ter an der Rei­he waren, die Part­ner­stadt in Sach­sen zu besuchen. 

Nach einer rei­bungs­lo­sen Bus­fahrt bezo­gen 40 Mit­rei­sen­de frei­tags­nach­mit­tags ihre Hotel­zim­mer in Rade­beul. Am glei­chen Abend fand ein offi­zi­el­ler Emp­fang auf dem Gelän­de des Karl-May-Muse­ums statt. Nach der herz­li­chen Begrü­ßung durch den 1. Bür­ger­meis­ter Dr. Jörg Mül­ler, Dr. Volk­mar Kun­ze und Chris­ti­ne Koll­me­der, Part­ner­schafts­ko­mi­tee Rade­beul, gab es ein klei­nes Grill­fest, bei dem sich auch die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Bürg­erfahrt näher ken­nen­ler­nen konn­ten. Die anschlie­ßen­den Füh­run­gen zum einen durch das Karl-May-Muse­um und zum ande­ren hoch auf den Kirch­turm der Luther­kir­che, auch “Rote Kir­che” genannt, waren im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes spek­ta­ku­lär. Der atem­be­rau­ben­de Blick über das nächt­li­che Rade­beul war der per­fek­te Abschluss für den Anreisetag.

Am Sams­tag­mor­gen ging das Pro­gramm nach dem Früh­stück wei­ter mit einer Stadt­rund­fahrt zu den ver­schie­de­nen Sehens­wür­dig­kei­ten. Am Schloss Wacker­barth, dem ers­ten Erleb­nis­wein­gut Euro­pas, war der ers­te Halt. Hier konn­te die Rei­se­grup­pe noch einen klei­nen Rund­gang im Nie­sel­re­gen machen, bevor es anfing, wie aus Eimern zu gie­ßen. So konn­ten die St. Ing­ber­ter Gäs­te die Stadt­be­sich­ti­gung lei­der nur aus dem Bus genie­ßen, erfuh­ren aber trotz­dem alles Wis­sens­wer­te von einer Gäs­te­füh­re­rin aus Rade­beul, die mit sehr viel Enthu­si­as­mus ihre Hei­mat­stadt vor­stell­te. Am Spitz­haus, das hoch oben über der Stadt thront, stie­gen ein paar Wage­mu­ti­ge aus, um bei strö­men­dem Regen bis zum Bis­marck­turm zu lau­fen. Aller­dings wur­den sie für ihren Ein­satz nicht belohnt und der sonst so sagen­haf­te Elb­tal­blick blieb ihnen ange­sichts des Regens verwehrt. 

Der Sams­tag­nach­mit­tag und der Sonn­tag stan­den zur frei­en Ver­fü­gung. Die meis­ten Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer hat­ten sich schon zuhau­se ein Pro­gramm für Besich­ti­gun­gen zurecht­ge­legt. Hier kam ihnen das 9‑Eu­ro-Ticket zugu­te, das für Fahr­ten sowohl in Rade­beul als auch nach Dres­den oder sons­ti­ge nahe­lie­gen­de Städ­te genutzt wer­den konn­te. So besich­tig­ten die Gäs­te aus dem Saar­land Dres­den, die Lan­des­haupt­stadt des Frei­staa­tes Sach­sen. Die Stadt hat neben der Frau­en­kir­che noch wei­te­re zahl­rei­che Sehens­wür­dig­kei­ten zu bie­ten, bei­spiels­wei­se die Sem­per­oper oder direkt dane­ben den Zwin­ger. In der wun­der­schö­nen Alt­stadt fin­det man auch einen impo­san­ten Renais­sance­bau, das Resi­denz­schloss der säch­si­schen Kur­fürs­ten und Köni­ge. Wie­der ande­re bega­ben sich mit dem Besuch im Pano­me­ter Dres­den auf eine ein­ma­li­ge Zeit­rei­se in die Epo­che des Barocks zwi­schen 1695 und 1760. Der Künst­ler Yar­de­gard Asi­si zieht die Besu­cher mit sei­nem 360-Grad-Pan­ora­ma in sei­nen Bann und lässt sie ein­tau­chen in den quir­li­gen All­tag der säch­si­schen Resi­denz­stadt. Eine ande­re St. Ing­ber­ter Grup­pe fuhr mit dem Zug nach Baut­zen. Die Kreis­stadt ist vor allem bekannt für den mit­tel­schar­fen Bautz’ner Senf. Auch die Dampf­schif­fe der “Wei­ßen Flot­te” waren sonn­tags ein begehr­tes Aus­flugs­ziel. Nicht zuletzt wur­den natür­lich gegen Nach­mit­tag bei herr­li­chem Wet­ter die ver­schie­de­nen Wein­gü­ter in Rade­beul besucht. Der “Tag des offe­nen Wein­gu­tes”, der immer am letz­ten Wochen­en­de im August statt­fin­det, ist nicht nur bei Ein­hei­mi­schen sehr beliebt. 

Viel zu schnell ver­gin­gen die Tage in unse­rer Part­ner­stadt, die von Maria Pie­ter, Mit­ar­bei­te­rin Städ­te­part­ner­schaf­ten im St. Ing­ber­ter Rat­haus, per­fekt orga­ni­siert waren. Zu der Ver­ab­schie­dung am Mon­tag­mor­gen kamen nicht nur Mit­glie­der des Part­ner­schafts­ko­mi­tees, son­dern auch Ober­bür­ger­meis­ter Bert Wend­sche: “Ich freue mich sehr, wenn Freun­de aus St. Ing­bert unse­re Stadt besu­chen. Es ist wich­tig, die­se Part­ner­schaft immer wie­der zu leben und zu bele­ben.” Er wünsch­te eine gute Heim­rei­se und dann ging es wie­der zurück in die Heimat.

Quelle:

Weitere Artikel aus dieser Kategorie