Donnerstag, 29. September 2022
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    Stv. Lan­des­vor­sit­zen­de der Saar FDP for­dert Ener­gie­si­cher­heit für das Saar­land durch hei­mi­sche Ener­gie­trä­ger und Atomstrom

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    Saarland Today Redaktionen

    Der mas­si­ve Anstieg der Ener­gie­prei­se stellt die saar­län­di­schen Unter­neh­men vor immer grö­ße­re Her­aus­for­de­run­gen. Eine Ver­zehn­fa­chung der bis­he­ri­gen Prei­se ist kei­ne Sel­ten­heit. Betrof­fen sind alle Bran­chen — vom Bäcke­rei­be­trieb über das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be bis hin zur Gas­tro­no­mie. Ers­te Unter­neh­men zie­hen bereits ernst­haft in Erwä­gung, bald vor­sorg­lich Insol­venz anzu­mel­den, um sich nicht dem Vor­wurf der Ver­schlep­pung aus­set­zen zu müs­sen. „Eine dra­ma­ti­sche Situa­ti­on, es ste­hen letzt­lich tau­sen­de Arbeits­plät­ze und Exis­ten­zen auf dem Spiel“, so Ange­li­ka Hie­ße­rich-Peter, stellv. Lan­des­vor­sit­zen­de der FDP Saar. Wirt­schafts­mi­nis­ter Bar­ke muss jetzt drin­gend einen Kri­sen­stab bil­den, der sich um die betrof­fe­nen Unter­neh­men küm­mert und gemein­sam mit ihnen Lösun­gen erar­bei­ten kann. Der Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien, der im Saar­land bis­her nur sehr zöger­lich vor­an­kommt, schei­tert oft an Regle­men­tie­run­gen und zu wenig Unter­stüt­zung der saar­län­di­schen Lan­des­re­gie­rung. Ein nam­haf­tes Bei­spiel ist die vom Bau­ern­ver­band gefor­der­te För­de­rung bei Netz­an­schluss­kos­ten für Solar­an­la­gen und Bio­gas­an­la­gen auf Bau­ern­hö­fen. Hier geht viel Poten­ti­al ver­lo­ren, wel­ches zur Ener­gie­si­cher­heit bei­tra­gen könn­te. Eine grund­last­fä­hi­ge Ener­gie­ver­sor­gung, die vom Pri­vat­haus­halt bis zur Indus­trie alle Abneh­mer kon­stant ver­sorgt, ist damit nicht rea­li­sier­bar, aber jeder noch so klei­ne Bau­stein zählt. „Die SPD Saar soll­te so ehr­lich sein und klar­stel­len, dass das Saar­land auch in Zukunft auf die Strom­lie­fe­run­gen des AKW Cat­te­nom in Frank­reich ange­wie­sen sein wird.“, so Hie­ße­rich-Peter wei­ter. „Es hilft nicht, immer wie­der — ohne eine prak­ti­ka­ble Alter­na­ti­ve zu nen­nen — die Abschal­tung von Cat­te­nom zu for­dern. Sinn­vol­ler wäre es, die guten Kon­tak­te zur fran­zö­si­schen Regie­rung zu nut­zen und gezielt Inves­ti­tio­nen in die Sicher­heit fran­zö­si­scher Kern­kraft­wer­ke zu for­cie­ren. Nur mit einer sta­bi­len und bezahl­ba­ren Ener­gie­ver­sor­gung kön­nen die saar­län­di­schen Unter­neh­men die­se schwe­re Kri­se überstehen.“

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