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Blie­skas­tel sucht Modell-Stadt­teil für eine nach­hal­ti­ge, kli­ma­freund­li­che Wärmeversorgung

Als ers­tes kon­kre­tes Pro­jekt im Rah­men der “Stra­te­gie­pla­nung Ener­gie­wen­de Blie­skas­tel jetzt” hat die Exper­ten­grup­pe im Blie­skas­te­ler Rat­haus (vgl. BKN Aus­ga­be 30/2022 vom 29.07.2022) ein Kon­zept für ein Modell­vor­ha­ben für eine zukunfts­fä­hi­ge Ener­gie­ver­sor­gung in den Berei­chen Wär­me und Strom in Blie­skas­te­ler Stadt­tei­len erarbeitet.

Mit einem Modell­vor­ha­ben möch­te die Ver­wal­tung die zukünf­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung mit Fokus auf die Wär­me­ver­sor­gung neu den­ken. Geplant ist die Ent­wick­lung eines wirt­schaft­li­chen und aut­ar­ken Ener­gie­kon­zep­tes für einen oder meh­re­re Stadt­tei­le, bei dem die wirt­schaft­li­che Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gien im Mit­tel­punkt steht. In die­sem Modell­vor­ha­ben soll erprobt wer­den wie weit sich eine nach­hal­ti­ge, kli­ma­freund­li­che bzw. kli­ma­neu­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung rea­li­sie­ren und gege­be­nen­falls auf ande­re Stadt­tei­le über­tra­gen lässt. “Lei­der sind wir per­so­nell und tech­nisch nicht in der Lage, ein sol­ches Kon­zept auf einen Schlag für die Gesamt­stadt zu ver­wirk­li­chen. Daher möch­ten wir es zunächst für einen oder meh­re­re Stadt­tei­le oder auch nur Stadt­teil­quar­tie­re erpro­ben”, so Bür­ger­meis­ter Bernd Hertzler. Die Aus­wahl geeig­ne­ter Quar­tie­re bzw. Stadt­tei­le erfolgt anhand objek­ti­ver Kri­te­ri­en (z.B. Ein­woh­ner­dich­te, Haus­halts­dich­te, der­zei­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung…). “Ein min­des­tens eben­so bedeut­sa­mes Aus­wahl­kri­te­ri­um ist die Fra­ge des Inter­es­ses an einem sol­chen Pro­jekt vor Ort bzw. der Bereit­schaft der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zur akti­ven Betei­li­gung und Mit­wir­kung. Daher haben wir die Ortsvorsteher*innen aller Stadt­tei­le, die nicht an das Gas­ver­sor­gungs­netz ange­bun­den sind, schrift­lich gebe­ten, die­ses Inter­es­se bei ihren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zu erkun­den und gege­be­nen­falls eine ent­spre­chen­de Inter­es­sen­be­kun­dung bis 30 Sep­tem­ber die­ses Jah­res bei der Stadt abzu­ge­ben”, so erläu­tert der 2. Bei­geord­ne­te Gui­do Frei­din­ger das wei­te­re Vorgehen.

Eine ers­te Info­ver­an­stal­tung zu dem geplan­ten Vor­ha­ben ist im Rah­men einer Bür­ger­meis­ter­be­spre­chung für den 6. Sep­tem­ber vor­ge­se­hen. Für die Aus­wahl und wei­te­re fach­li­che Beglei­tung des Pro­jek­tes soll ein geeig­ne­tes ener­gie­wirt­schaft­li­ches Fach­bü­ro gewon­nen wer­den, das dann mit den Akteu­ren vor Ort im Rah­men einer Mach­bar­keits­stu­die die kon­kre­ten Rea­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten unter­sucht und Vor­schlä­ge zur Umset­zung erar­bei­tet. “Wir sind der fes­ten Über­zeu­gung, dass die Bereit­schaft sich aktiv an einer Neu­aus­rich­tung der Ener­gie­ver­sor­gung zu betei­li­gen in der Bevöl­ke­rung noch nie so groß war wie aktu­ell. Wir sehen es daher als unse­re Pflicht, auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne die­se Bereit­schaft aktiv zu unter­stüt­zen”, so Bür­ger­meis­ter Bernd Hertzler abschließend.

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